Interview mit Ulrich Neumann, Leiter unseres Maklervertriebs über FinTechs, deren Chancen und die möglichen Risiken.


Drei Fragen an Ulrich Neumann:

Wie steht die Gothaer zum Thema FinTech?

Ulrich Neumann: Wann immer es um Zusatznutzen für den Kunden geht, etwa durch eine elektronische Versicherungsakte mit integrierter Nutzung moderner Kommunikationsmedien via Smartphone, sehen wir das sehr positiv. In diesen Themen müssen sich Makler und Pools jetzt schnell bewegen, um den Trend nicht zu verschlafen und Kunden zu verlieren.

Wie unterstützt die Gothaer ihre Partner dabei?

Ulrich Neumann: Wir führen Gespräche mit Pools und vor allem auch mit Maklerverwaltungsplattformen, die möglichst schnell Tools wie die elektronische Versicherungsakte entwickeln sollten. Blaudirekt, JDC und Fondsfinanz gehen damit jetzt an den Start und das ist gut so. Bei den MVP-Herstellern und Pools sind die Kundendaten ja schon vorhanden. Und vor allem bleibt dort der Makler Betreuer des Kunden.

Wo sehen Sie die Risiken?

Ulrich Neumann: Ganz klar dort, wo FinTech-Unternehmen Provisionen oder Courtagen an den Kunden weitergeben wollen und dies bewerben. Deshalb können sich unsere unabhängigen Vertriebspartner darauf verlassen, dass wir uns nicht ungeprüft auf eine Zusammenarbeit einlassen. Wir haben Fairness-Regeln aufgestellt. Der Kunde muss ausführlich über die Bedeutung der Vergabe einer Maklervollmacht informiert werden. Zudem muss ein FinTech, das wie ein Makler agiert, ebenfalls nachweisen, dass es in der Lage ist, die Gesamtsituation des Kunden zu erfassen. Außerdem muss es qualifiziert beraten und nicht damit werben, Courtagen weiterzugeben.