Von jetzt auf gleich. Eine schwere Krankheit, ein Unfall, Depressionen, ein Herzinfarkt oder Schlaganfall. Und leben wie bisher ist vorbei. “Ich doch nicht”: Niemand rechnet damit, dass es ihn trifft. Selbst wenn das Leben riskant war. Ob Promi, ob Normalo, ob Schreibtischtäter oder Extremsportler – keiner ist davor gefeit berufsunfähig zu werden.

Die Fakten sind klar: Jeder vierte Arbeitnehmer wird im Laufe seines Lebens berufsunfähig. Dasselbe gilt für Selbständige. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente zahlt nur in 40 Prozent aller beantragten Fälle – und dann oft nur einen Bruchteil. Für die nach 1961 geborenen Jahrgänge gibt es (fast) nichts mehr. Private Vorsorge ist das oberste Gebot. Es gibt keine Alternative, da sind sich alle einig: ob Politik, Verbraucherschutz oder Medien.

Verstehen, ansprechen, beraten

Dennoch ist nur jeder fünfte überhaupt oder ausreichend abgesichert. Deshalb haben wir Berufsunfähigkeit zu einem Schwerpunktthema 2017 gemacht. Dafür wurden für vier Zielgruppen spezielle Kommunikationsstrategien, Beratungskonzepte und Verkaufsunterlagen entwickelt, die unseren Vertriebspartnern ab sofort zur Verfügung stehen.

Berufsunfähigkeit: ein universelles Thema

Aus der Praxis der Gothaer Versicherungen haben wir einige Beispiele zusammengestellt, wie Berufsunfähigkeit in verschiedenen Berufen aussehen kann:

Die Flugbegleiterin, 37 Jahre

Bei einer Flugbegleiterin nimmt der Job so viel Zeit in Anspruch, dass er sie innerlich erdrückt. Die ständigen Reisen lassen ihr kaum noch Zeit für sich und ihre Familie. Sie kommt auch nachts nicht mehr zur Ruhe. Erst leidet sie nur unter Schlafstörungen, doch dann lässt auch die Konzentration nach.
Die 37-jährige sucht Hilfe beim Arzt. Und der stellt fest, dass sie unter dem Burnout-Syndrom leidet. Sie kann ihren Beruf nicht mehr ausführen.

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Der Kaminkehrermeister, 51 Jahre

Ein 51-jährige Kaminkehrermeister liebt seine Arbeit. Doch das erforderliche Arbeitstempo ist in seinem Job rasant angestiegen, der Druck wird immer größer und er hat Schwierigkeiten mitzuhalten. Der Kaminkehrermeister hat so große Angst seinen Job zu verlieren, dass er in tiefe Depressionen stürzt. Nun ist er nicht mehr in der Lage, seinen Job auszuüben.

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Die Sekretärin, 49 Jahre

Eine 49-jährige Sekretärin fühlt sich kerngesund. Sie treibt viel Sport und ernährt sich gut. Bei einer routinemäßigen Vorsorgeuntersuchung dann der Schock – Diagnose Krebs. Durch die Chemotherapie ist ihr Körper so geschwächt, dass es ihr unmöglich ist weiter in ihrem Job zu arbeiten. Sie ist heute berufsunfähig.

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Der Bankkaufmann, 39 Jahre

 

Ein 39 Jahre alter Bankkaufmann übt eine typische Bürotätigkeit aus: viel Zeit am Schreibtisch und wenig Bewegung. Durch das ständige Sitzen wurde sein Rücken stark belastet und er erlitt einen schweren Bandscheibenvorfall. Er kann heute nur wenige Stunden am Tag sitzen und leidet dabei solche Schmerzen, dass er in seinem Beruf nicht mehr arbeiten kann.

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Der Pilot, 42 Jahre

Ein Pilot, 42 Jahre alt, hat auf dem Weg zur Arbeit einen Verkehrsunfall. Neben zahlreichen anderen schweren Verletzungen verliert er einen Großteil seiner Sehkraft. Das Augenlicht ist aber die wichtigste Eigenschaft eines Piloten und für seine Arbeit unerlässlich. Seinen Beruf darf er daher nicht mehr ausüben. Der Mann ist heute arbeitslos.

Bild: © gstockstudio

Das Leben geht weiter …

Das ist Trost einerseits, bedrohlich andererseits. Denn das Leben geht anders weiter als vorher. Manche Menschen müssen das Gehen wieder lernen, andere werden es nie mehr können. Fassungslos stehen viele vor den Scherben ihrer Existenz: Der Beruf kann nicht mehr ausgeübt werden, das Einkommen fällt weg, Umbauten und Pflege kosten irrsinnig viel. Und der Staat? Der hat sich aus dieser Verantwortung weitgehend zurückgezogen. Er zahlt nur in den seltensten Fällen — und dann nur wenig. Wer noch nie in die Sozialkassen eingezahlt hat, weil er zu jung ist oder als Hausfrau oder Hausmann kein Einkommen hatte, geht sowieso leer aus.

Berufsunfähig: warum und wann?

Warum werden Menschen berufsunfähig? Anders, als üblicherweise gedacht, stehen nicht Rückenleiden, sondern Nervenerkrankungen als Auslöser einer Berufsunfähigkeit ganz vorne. Das bedeutet nicht nur Multiple Sklerose oder Parkinson. Vor allem psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Burn-Out schlagen hier zu Buche. Und die können alle, jenseits von Risikoklassen und Berufsgruppen, treffen. Und die Alterstatistik zeigt ebenfalls, dass sich auch die Jüngeren durchaus angesprochen fühlen sollten.

Wahrscheinlichkeit Berufsunfähigkeit bis zu Rente nach Alter

Zielgenau ansprechen: Das Zielgruppenkonzept der Gothaer

Individuell, persönlich und auf den Punkt: Die besonderen Lösungen der Gothaer für die Berufsunfähigkeitsversicherung konzentrieren sich auf junge Durchstarter und Familien sowie grüne Berufe und Finanzexperten. Denn diese Gruppen haben unterschiedliche Bedürfnisse, andere Sorgen und spezielle Verantwortung. Für sich, für ihre Angehörigen, ihr Unternehmen und ihre Mitarbeiter. Wir haben uns diese Menschen genauer angeschaut. Und besondere Kommunikationskonzepte entwickelt, die Maklern helfen, diese zu erreichen. Ein genaueres Bild der Zielgruppen gibt es hier:

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