Der deutsche Mittelstand wird immer wieder hoch gelobt. Kein Wunder, denn laut Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn zählten 2015 rund 3,45 Millionen Unternehmen zu den deutschen KMU. Das sind 99,6 Prozent aller gewerblichen Unternehmen. Die deutschen KMU erwirtschafteten 2015 mit rund 2,215 Billionen Euro 35,0 Prozent des gesamten Umsatzes deutscher Unternehmen.

Was sind überhaupt KMU?

KMU: was heißt das? Laut Europäischer Kommission sind das kleinste, kleine und mittlere Unternehmen bis maximal 249 Beschäftigte und maximal 50 Millionen Umsatz im Jahr. Kleinste Unternehmen haben dabei höchstens neuen, kleine Unternehmen höchstens 49 Beschäftigte. Doch sagen diese Zahlen nichts über die Art der Betriebe aus.

Aus einer aktuellen Studie des ifm Bonn: “Dieser quantitative Ansatz wird aber dem Wesen des Mittelstandes nicht gerecht. Wichtige Charakteristika wie das selbstbestimmte und eigenverantwortliche wirtschaftliche Handeln und die enge Verknüpfung von Unternehmenserfolg und der wirtschaftlichen Situation des Unternehmers bleiben außen vor.”

Denn im Mittelstand findet sich alles, vom traditionellen Handwerksmeister bis zum spezialisierten Internetdienstleister. Die deutsche Gewerbelandschaft ist extrem vielfältig. Mehr als bei großen Konzernen steckt hier oft eine Familie oder ein Unternehmer dahinter, der mit seinem Namen für Erfolg oder Misserfolg steht.

Andreas Biesalski, Münchner Markenexperte, beschäftigt sich im Auftrag der Wirtschaftswoche schon lange mit den Hidden Champions. Seine Meinung:

“Der Unternehmer bürgt mit seinem Namen. Da ist eine reale Person, die für die Marke steht. Eine Person, an die sich die Kunden wenden können. Oft ist eine spannende Gründungsgeschichte mit dem Unternehmer verbunden. Oder es gibt einen knorrigen Unternehmer, der mit der Produktmarke harmoniert.”

Unter diesen Unternehmen sind echte geheime Perlen, Hidden Champions, die auf dem Weltmarkt extrem erfolgreich sind.

Kässbohrer Geländefahrzeug AG

Etwas mehr Mitarbeiter, aber spannend: Kässbohrer Ob Alpen oder Rocky Mountains, die Pistenbullys sind am Morgen als erste da. Und am Abend als letzte. Jeder Wintersportler kennt sie. Kässbohrer ist Weltmarktführer für Pisten- und Loipen-Präparierfahrzeuge. Seit 2012 gibt es eine Hybridvariante. In grün.

Bild: (c) böhringer friedrich

Flexi Hundeleinen

In mehr als 50 Ländern weltweit ziehen Hunde an der gleichen Roll-Leine. 10 Meter Spielraum, auf Knopfdruck zurück zu Herrchen oder Frauchen. Ein Patent ist auch auf dem System, das vor 30 Jahren von Manfred Bogdahn erfunden wurde. Der Weltmarktanteil liegt immerhin bei 60 Prozent.

Bild: (c) Weyershausen

Hans-Jürgen Müller GmbH & Co. KG

Seit 70 Jahren nutzt der Mann Dachshaarpinsel von Mühle für das Einschäumen vor der Rasur. Der Barbershop-Trend in den Großstädten macht’s möglich: Der Umsatz liegt derzeit bei 11,6 Millionen Euro. 70 Prozent werden mit handgemachten Pinseln verdient. Mit Griff aus Carbon, Eiche oder Birke.

Bild: © Hans-Jürgen Müller GmbH & Co. KG

Johannes Klais Orgelbau GmbH & Co. KG

Eine Klais-Orgel für die Elbphilharmonie: zwei Millionen Euro für 4.765 Pfeifen. Jede zweite Orgel des Unternehmens wird ins Ausland verkauft. Kuala Lumpur: Dort steht eine Orgel in den Petronas Towers. Auch im Pekinger Nationaltheater ertönen 6.500 Pfeifen, zum ersten Mal zum Auftakt der Olympischen Spiele.

Bild: (c) GenosseBarit

FlixMobility GmbH

Fahrten zu 900 Orten in 20 Ländern: Flixbus ist auf Expansionskurs. Neu: Dänemark und Schweden. In Deutschland beträgt der Marktanteil inzwischen mehr als 70 Prozent. Mehr als 40 Millionen Fahrgäste will das Unternehmen in diesem Jahr befördern. Und damit endlich Geld verdienen.

Bild: (c) FlixMobility GmbH

Absicherung für Champions: Gothaer GewerbeProtect

Die Vielfalt der deutschen Unternehmenslandschaft einfangen und alle noch so unterschiedlichen Risiken absichern: Dafür gibt es jetzt die Gothaer Gewerbe Protect im multi-flexiblen Baukastensystem. Hier ein paar Highlights: Mehr als 2 Millionen mögliche Kombinationen. Jeden Monat neu konfigurierbar. Damit sich die Police anpasst, wenn sich das Geschäft ändert. Das alles gibt es jetzt auf einem Versicherungsschein, mit einem Beitrag und einem Fälligkeitsdatum.

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Titelbild: (c) lassedesignen