Sturm „Friederike“ hielt Deutschland auf Trapp. Das Sturmtief zog von den britischen Inseln über die Friesischen Inseln weiter nach Deutschland. Plötzliche Schneegestöber, orkanartige Winde und eiskalte Tage standen vielen bevor. Vielerorts gab es Unwetterwarnungen. Das heißt für manche Hausbesitzer auch: Schnee und Eis soweit das Auge reicht.

Schneeschippen: Nicht nur auf der Straße

Schneemassen sorgen bei Hausbesitzern oft für Unmut. Denn das Räumen vor dem Eigenheim ist für sie mehr Pflicht als Vergnügen. Doch nicht nur der Gehweg birgt bei anhaltendem Schneegestöber Gefahren. Die oft mehrere zentimeterhohe Schneedecke auf dem Dach gerät in Vergessenheit. Genau die kann aber enormen Schaden anrichten.

Und plötzlich kam das Dach runter!

Nicht nur, dass auch Fußgänger von einer abgehenden Schneelawine des Hausdaches verletzt werden können. Vielmehr unterschätzt man auch das Gewicht der so anmutig herabfallenden Schneeflocken. So sorgte vor zwölf Jahren ein besonders dramatischer Fall für großes Medienaufsehen. In Bad Reichenhall stürzte das Dach einer Eislaufhalle ein – mit schwerwiegenden Folgen. Drei Erwachsene und zwölf Kinder starben durch die tonnenschwere Schneelast. Auch im saarländischen Dorf Bergen konnten sich die Bewohner eines Einfamilienhauses nur knapp retten, als plötzlich das Dach unter dem Schnee zusammenbrach.

Schneeräumen – auf dem Dach?

Sollte sich nun eine erhebliche Schneedecke auf dem Dach gebildet haben, muss diese im Zweifelsfall entfernt werden. Doch wie?

Man “muss natürlich nicht selbst hochklettern, das könnte auch sehr gefährlich sein”, warnte Alexander Wiech vom Eigentümerverband Haus und Grund. “Wir empfehlen, sich als Erstes an die Feuerwehr zu wenden, wenn man befürchtet, dass durch den Schnee Gefahr droht.”

Aber gerade zu Zeiten schlechter Witterungsverhältnisse, hat die Feuerwehr meist ohnehin viel zu tun. Ist keine Hilfe in absehbarer Zeit zu erwarten, sollten Hauseigentümer an anderer Stelle nachfragen. Das Ordnungsamt kann beispielsweise darüber Auskunft geben, an welche Betriebe man sich wenden soll. Die Kosten für den Einsatz muss dann jedoch der Eigentümer tragen.

Wohngebäudeversicherung: Absicherung geht vor

Ist das Dach letztlich doch eingestürzt, muss die Frage der Schadensdeckung geklärt werden. Die Gothaer bietet mit der Wohngebäudeversicherung einen zuverlässigen Schutz gegen existentielle Gefahren. Dabei sind alle Anbauten, Nebengebäude und Garagen des Hauses ebenfalls abgesichert. Haus- und Grundbesitzer können dabei nicht nur das eigene Haus schützen, sondern sind auch gegen Schadensersatzansprüche Dritter abgesichert. Sollte der Hauseigentümer also seine Verkehrssicherungspflichten nicht beachtet haben, tritt die Gothaer bei berechtigten Schadenersatzansprüchen ein und wehrt unberechtigte Ansprüche ab.

Titelbild: © lassedesignen / fotolia.com, Video: © YouTube