Eines steht fest: Gesundheit ist unbezahlbar. Wenn auch nur im sprichwörtlichen Sinne. Denn die Ausgaben für die Erhaltung dieses wertvollen Guts sind durchaus gering. Im Vergleich zu anderen Konsumausgaben zahlen die Deutschen hierzulande nur wenig Geld für ihre Gesundheit.

Vier Prozent: Ausgaben für Gesundheit

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die von der Ärzte Zeitung analysiert wurden, zeigen, dass die privaten Haushalte nur wenig Geld in die Pflege der Gesundheit stecken. So braucht ein privater deutscher Haushalt im vergangenen Jahr durchschnittlich 2.480 Euro für die Deckung seiner Konsumausgaben. Darin enthalten: 99 Euro für die eigene Gesundheit. Damit macht dieser Sektor lediglich vier Prozent der Gesamtausgaben aus.

Ein Haushalt – 2.480 Euro

Und wofür geben die Deutschen viel Geld aus? Am größten wiegen dabei natürlich die Ausgaben für Wohnen, Ernährung und Kleidung. Rund 335 Euro (14 Prozent) kostete der Bereich Verkehr und weitere 258 Euro (10 Prozent) gaben die Deutschen für ihre Freizeitgestaltung aus. In den übrigen 561 Euro (23 Prozent), die für Telekommunikation, Bildung, Waren und Dienstleistungen eingesetzt werden, gehen auch die 99 Euro (4 Prozent) für die Gesundheit ab.

Ein Auto ist teurer

Nicht mal 100 Euro fließen monatlich in die Gesundheitsausgaben – ein recht kleiner Betrag. Analysiert man diesen Bereich weiter, fällt auf, dass allein 58 Euro für medizinische Dienstleistungen gezahlt werden. Dabei sind die Beträge jedoch zwischen Ost- und Westdeutschland schwankend. In den alten Bundesländern betrugen die Ausgaben für ambulante und stationäre Dienstleistungen rund 64 Euro. In den neuen Bundesländern waren es hingegen nur 34 Euro.

Ausgaben für Haus- und Fachärzte am größten

Teilt man die durchschnittlichen Kosten für medizinische Dienstleistungen weiter auf entfallen für Haus- und Fachärzte rund 22 Euro, für Zahnärzte rund 17 Euro, für nichtärztliche Gesundheitsdienstleistungen 10 Euro und für stationäre Gesundheitsdienstleistungen sogar nur neun Euro.

Und der Rest?

Neben den medizinischen Dienstleistungen geben die privaten Haushalte weitere 26 Euro für Medizin oder Verhütungsmittel aus. Der Rest, etwa 15 Euro, werden für gesundheitsbezogene Verbrauchgüter verwendet: darunter beispielsweiße Brillen oder therapeutische Geräte.

Gesundheit muss also nicht unbezahlbar sein.