Die gute Konjunktur der letzten Jahre hat dem Handwerk in Deutschland auch 2017 starke Zahlen beschert. Deutsche Betriebe durften sich Gewerbegruppen übergreifend über ein Plus von 3,9 Prozent freuen. Vor allem das Bauhauptgewerbe und das Handwerk für den gewerblichen Bedarf glänzten mit 5,2 respektive 6,4 Prozent Umsatzzuwachs. Diese Entwicklung belegen die Zahlen des Statistischen Bundesamts. Das bedeutet auch: die Jahresüberschüsse steigen. Und wohin wandern diese? Zumeist auf das Geschäftskonto bei der Hausbank. Denn dort liegen bereits andere liquide Mittel, wie etwa Kassenbestände.

Zinsen sinken weiter

Bei der Bank sind diese Mittel allerdings denkbar schlecht verwahrt. Hier sind die Zinsen, die Unternehmer erhalten entweder gar nicht bis kaum vorhanden. Laut Biallo Index liegen die Tagesgeld-Zinsen bei einem Anlagevolumen von durchschnittlich 10.000 Euro nur noch bei 0,16 Prozent. Tendenz sinkend. In Anbetracht der momentanen Inflationsrate ist das höchst unwirtschaftlich. Eine noch unangenehmere Entwicklung lässt sich der ifo Konjunkturumfrage 2017 entnehmen. Denn auch Negativzinsen sind mittlerweile keine Seltenheit mehr.

Banken holen sich das Geld zurück

Durch die aktuelle Leitzinspolitik der EZB sehen sich immer mehr Banken genötigt, von ihren Geschäftskunden Negativzinsen einzufordern. Etwa jedes fünfte Unternehmen ist von seinem Geldhaus bereits mit der Thematik Negativzinsen konfrontiert worden, wie die Untersuchung ergab. Von den Betroffenen akzeptierten acht Prozent die Negativzinsen. Etwa die Hälfte der Unternehmen verhandelte mit ihren Banken, um Negativzinsen zu vermeiden. 36 Prozent der Betroffenen wechselte sogar die Bank.

“Geht man davon aus, dass ein Fünftel der Unternehmen Negativzinsen bezahlt und die anderen Unternehmen keine Zinsen auf ihre Einlagen erhalten, würde dies bei einem durchschnittlichen Einlagenzinssatz für Neueinlagen von Unternehmen in Höhe von – 0,05% (wie er von der Bundesbank veröffentlicht wurde) bedeuten, dass der für Neueinlagen vereinbarte Negativzins im Durchschnitt 0,25% beträgt.” ifo Konjukturumfrage

Auf der Flucht vor Negativzinsen

Aber ob die anderen Kreditinstitute auch in Zukunft auf Negativzinsen verzichten, bleibt abzuwarten. Ohne eine Änderung der Leitzinspolitik seitens der EZB ist es möglich, dass eine alte Volksweisheit ihre Geltung entfaltet: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.“ Wie können Unternehmer Negativzinsen entgehen? Eine Möglichkeit ist das Hopping, also das dauernde Umherschieben der liquiden Mittel eines Unternehmens von Bank zu Bank. So bleibt die Liquidität gewahrt, aber diese Methode ist relativ aufwendig.

Liquide Mittel schützen

Eine andere Methode ist eine Einmalanlage der liquiden Mittel in der Gothaer Index Protect. Neben guten Renditechancen über die Beteiligung an einem Multi-Asset-Index bietet sie die Möglichkeit, während der gesamten Laufzeit Gelder aus der Anlage zu entnehmen. Und schützt die Anlage dabei vor möglichen Verlusten mit einer frei wählbaren Garantie – bis zu 100% bei Ablauf der Vertragslaufzeit. Damit ist sie eine interessante Alternative zu klassischen Angeboten der Hausbank.

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