Mehr als jedes dritte Unternehmen hält Cyber-Vorfälle für eine wahrscheinliche Bedrohung. Doch noch immer ist auch das unverändert: Zu wenige Unternehmer sichern sich gegen diese Gefährdung ab. Die Gothaer KMU-Studie zeigt es: Nicht einmal jedes zehnte kleine oder mittelständische Unternehmen ist gegen Cyber-Attacken geschützt.

Aber: Das Interesse in der Öffentlichkeit nimmt zu. Sicherheit im Netz wird immer häufiger thematisiert. Versicherer setzen mit neuen Policen einen Schwerpunkt – vor allem für Unternehmerkunden. Medien greifen das Thema vermehrt auf. Und auch die Europäische Kommission sorgt mit der Initiative klicksafe und dem Safer Internet Day für Aufmerksamkeit.

„Wir alle sind ganz selbstverständlich im Netz unterwegs, suchen Informationen, teilen und posten, vernetzen uns und geben persönliche Daten weiter. Haben wir wirklich die Kontrolle und den Überblick über unsere Daten und wie sie verwendet werden, über die Quellen der Informationen, die wir bekommen, über weitergeleitete Fotos und unser „Online-Selbst“?“ (Die Initiative klicksafe.de über den Safer Internet Day 2018)

Haben wir wirklich alles unter Kontrolle?

Wie schnell die Macht über die eigenen Daten und die Privatsphäre verloren geht, zeigen in regelmäßigen Abständen neue Meldungen über Datenklau, Hackerangriffe und Cyber-Erpressungen. Im gewerblichen Bereich sind diese Attacken schnell existenzbedrohend. Das erklärt auch Florian Brokamp, Geschäftsführer des Vergleichsportal Gewerbeversicherung24, im Interview:

„Die große Schwachstelle eines jeden Unternehmens im Internet – unabhängig seiner Größe – sind dessen Daten. Egal ob sensible Patienteninformationen oder Kreditkarteninformationen – ein Verlust der Daten kann im schlimmsten Fall den gesamten Betriebsprozess lahmlegen. Und die Veröffentlichung sensibler Daten durch unbefugte Dritte zieht in der Regel hohe Haftpflichtansprüche nach sich.“

Kundenbedarf erkennen

Auch bei unabhängigen Vermittlern rückt das Thema Cyber-Policen vermehrt in den Mittelpunkt. Laut aktuellem Cyber-Monitor hat bereits jeder fünfte Befragte gewerbliche Cyber-Versicherungen vermittelt. Die Umfrage vom Marketing Research Team Kieseler (MRTK) wurde im Dezember unter 301 Maklern und Mehrfachvertretern durchgeführt. Die Studie zeigt aber auch: Rund 40 Prozent der Vermittler haben sich noch nie mit Cyber-Versicherungen beschäftigt. Wie das VersicherungsJournal berichtet ist der häufigste Grund hierfür, dass der Vermittler keine Kundenanfragen und somit keinen Kundenbedarf hätte (41 Prozent).

Cyber-Angriffe werden gefährlicher

Das Gegenteil beweist die Risikoberatung Control Risks in ihrer RiskMap. Unter den Top 5 Risiken für Unternehmen in Deutschland in 2018 stehen Cyber-Angriffe weiterhin ganz oben. Laut der Studie war 2017 bereits ein Jahr großer Störangriffe. In diesem Jahr werden Cyber-Angriffe wohl zunehmend das Ziel verfolgen, ganze Infrastruktursysteme lahmzulegen.

Schnelle Hilfe ist entscheidend. Mit der Gothaer Cyber-Versicherung erhalten KMU mit einem Umsatz von bis zu fünf Millionen einen umfassenden Schutz im Ernstfall. Weitere Informationen gibt es hier.

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