„For a man’s house is his castle, and each man’s home is his safest refuge.“ Diesen Grundsatz prägte der englische Politiker und Anwalt Sir Edward Coke bereits im 17. Jahrhundert. Bis heute hat sich der Satz in verkürzter Form zu einem Aphorismus entwickelt, der sich gerne in mehr oder weniger geschmackvollen Wandtattoos wiederfindet. Er fängt eine grundsätzliche Wahrheit ein, an die wir alle glauben. Zuhause sind wir in Sicherheit. Dort kann uns nichts passieren und wir sind vor den Gefahren der bösen Welt „da draußen“ geschützt. Oder etwa nicht?

Alles nur ein Spiel?

Im Film Jumanji werden die eigenen vier Wände von einem verzauberten Spiel in eine gefährliche Dschungelwelt verwandelt. Ein brüllender Löwe auf dem Kinderbett, eine Nashornstampede quer durchs Wohnzimmer oder ein krokodilverseuchter Fluss im Keller. Diese tödlichen Gefahren müssen die Protagonisten des Films überstehen, um das Spiel schlussendlich zu gewinnen. Was ihnen natürlich gelingt – schließlich ist Jumanji ein Kinderfilm.

Auch wenn im häuslichen Alltag für gewöhnlich keine hungrigen Raubkatzen und Echsen warten, lauern auch in gewöhnlichen deutschen Eigenheimen und Wohnungen Risiken. Und das nicht zu knapp. Einer Auswertung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zufolge ereignen sich 32 Prozent aller schweren Unfälle im Haushalt. Das sind 3,15 Millionen Menschen, die nicht abgesichert sind. Denn der staatliche Unfallschutz gilt nur für den Weg zur Arbeit und den Nachhauseweg. Und natürlich die Arbeit selbst. Aber auch, wenn der gesetzliche Schutz greift, reichen seine Leistungen kaum aus.

Kostenfalle Invalidität

Das ist alles noch halb so wild, wenn sich der Betroffene keine schwere Verletzung zuzieht. Aber was ist, wenn der Unfall eine langwierige Verletzung mit langer Reha oder sogar eine Invalidität nach sich zieht? Das bedeutet im Zweifelsfall jede Menge Kosten. Die Behandlungen, den Arbeitsausfall und im schlimmsten Fall Umbauten an der eigenen Wohnung. Eine private Unfallversicherung ist der richtige Begleiter, um für solch einen Fall vorzusorgen. Deshalb hat die Gothaer ihre Unfallversicherung überarbeitet und bietet jetzt eine Absicherung in den drei einheitlichen Tarifstufen „Basis“, „Plus“ und „Premium“ an.

Was gibt’s Neues?

Eine besondere Neuheit ist dabei das Berufsgruppenverzeichnis. Durch eine Differenzierung der handwerklichen Berufe in Kategorien von B1 bis B4 ergeben sich Preisvorteile von bis zu 30 Prozent. Gleichzeitig gibt es jetzt zwei neue Bausteine. Der „Kinder Zusatzschutz“, erhältlich ab Tarifstufe „Plus“, bietet beispielsweise die Erstattung von Zahnspangen für den Nachwuchs an. Außerdem können Kunden ab der Tarifstufe „Premium“ auch den „Invaliditäts Zusatzschutz“ in Anspruch nehmen.

Beispielrechnung Mitwirkungsanteil von Krankheiten

 

Berechnung des Mitwirkungsanteils:

Nach einem Unfall ist der Arm des Verunfallten vollständig beeinträchtig. Der Mann hat eine normale Unfallversicherung. In ihr werden Krankheiten ab 25 Prozent Mitwirkung in der Leistungsprüfung angerechnet. Wir legen fest, dass der Mitwirkungsanteil des beeinträchtigten Arms durch eine bestehende Krankheit bei 45 Prozent liegt.

Der Kunde würde ohne Anrechnung der Krankheit laut der Gliedertaxe rund 65 Prozent der vereinbarten Versicherungsgrundsumme für seinen Arm erhalten. Die Versicherungssumme beträgt 100.000 €. Somit würde der Kunde 65.000 € von seiner Unfallversicherung erhalten. Da aber die Krankheit mit 45 Prozent zu Buche schlägt, wird diese mitberücksichtigt und die Auszahlung mindert sich dadurch.

So errechnet sich der Mittwirkungsanteil: 45 Prozent von 65 (Prozent) = circa 29 Prozent. Schließlich werden von den 65 Prozent rund 29 Prozent abgezogen, so dass lediglich 36 Prozent = 36.000 € zur Auszahlung kommen. Unter dem Strich verliert der Versicherte so 29.000 €.

Tarife mit Progression verzeichnen noch deutlich höhere Verluste.

Dieser ist ein besonderes Highlight. Durch ihn entfällt der Mitwirkungsanteil von Krankheiten bei Unfallinvalidität in den meisten Fällen komplett. Das ist für den Kunden von großer Bedeutung, denn der Mitwirkungsanteil kann ihn im Leistungsfall um große Teile seiner Auszahlung bringen.

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