Die Gothaer hat zum fünften Mal eine Studie zum Thema Versicherungsschutz und Risikobewusstsein in kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland durchgeführt. Mit dem Ergebnis: Besonders die Angst vor Cyber-Angriffen steigt bei Unternehmern stark an. Die Digitalisierung und der Wirtschaftsboom hinterlassen ihre Spuren. Und trotzdem: Nur wenige Firmen haben ausreichende Sicherheitsmaßnahmen getroffen.

Die Angst vorm digitalen Angriff

Von den 1.004 befragten Betrieben sahen sich rund 40 Prozent der KMU’s Cyber-Risiken ausgesetzt. Im Vorjahr waren es nur 32 Prozent der Unternehmen. Zu den bedrohlichsten Gefahren zählten die Befragten mögliche Hackerangriffe oder Datenklau. 37 Prozent hielten es für wahrscheinlich, einmal Opfer einer solchen Straftat zu werden. Und die Einschätzung ist nicht verkehrt. Jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) wurde bereits Opfer von Cyberkriminalität.

Sicherheitslücken so weit das Auge reicht

Dass Menschen oftmals leichtfertig mit digitalen Daten umgehen ist nichts Neues. Doch wie die Studie nun ermitteln konnte gibt es gerade bei den Unternehmen große Sicherheitslücken. So verzichtet jedes fünfte KMU auf die Installation von Virenschutzprogrammen. Damit nicht genug: Jedes vierte Unternehmen hat nicht einmal eine Firewall. Und auch in Sachen Datensicherung fehlen jegliche Vorsichtsmaßnahmen. Ein Drittel ignoriert die regelmäßige Backup-Pflege.

Die Wünsche der Unternehmer

Zwar besitzen aktuell 13 Prozent der Unternehmen eine Cyber-Versicherung, dennoch ist diese Zahl in Anbetracht der Schadensgefahr immer noch zu niedrig. Immerhin konnte auch bei den Unternehmen ein Anstieg in der Risikoeinschätzung erzeugt werden, denn 2015 konnten lediglich sieben Prozent, 2017 neun Prozent eine Cyber-Versicherung für ihr Unternehmen vorweisen.

„Damit zeigt sich ein Trend zum Abschluss einer Cyber-Police – auch wenn noch auf zu niedrigem Niveau. Unsere Studien zeigen, dass das Risikobewusstsein und die Angst vor Cyber-Angriffen bei den KMUs seit Jahren steigen. Das Risiko, selbst von einem Hackerangriff, Datendiebstahl oder Virenbefall betroffen zu sein, ist von den Unternehmen erkannt. Gleichzeitig wird die Absicherung durch eine Cyber-Police immer noch zu selten genutzt. Wir spüren aber bei jedem öffentlichkeitswirksamen Hackerangriff eine deutlich steigende Nachfrage nach Cyber-Policen“, meint Frank Huy, Leiter Financial Lines bei der Gothaer Allgemeine Versicherung AG.

Besonders wünschen sich die Unternehmer von einem Cyber-Schutz im Schadensfall Assistenzleistungen, wie Hilfestellungen bei der Datenwiederherstellung oder Krisenberatungen (53 Prozent). Zudem fordern 45 Prozent eine 24-stündige Erreichbarkeit im Falle eines Cyber-Angriffs. Doch auch Präventionsmaßnahmen sind wichtig. 41 Prozent erwarten sich von der Versicherung Hilfen bei Risiko- und Schwachstellen-Analysen. Lediglich für ein Drittel sind die Beitragshöhe und die Flexibilität der Police entscheidend.

Der Ausweg aus dem digitalen Schlamassel

Bezüglich der Versicherungen steht bei den Gewerbetreibenden immer noch die Betriebshaftpflicht an erster Stelle (83 Prozent). Gefolgt von der betrieblichen Gebäudeversicherung mit 53 Prozent. Weit abgeschlagen mit 13 Prozent die Cyber-Versicherung. Doch das Bedürfnis nach digitaler Sicherheit wächst. Aus diesem Grund hat die Gothaer bereits im vergangenen Jahr eine Cyber-Versicherung eingeführt, die sich genau an die Bedürfnisse der Unternehmer orientiert. Dabei kommen sowohl kleine Geschäftsinhaber mit einem Umsatz bis zu 5 Millionen Euro als auch größere Firmen auf ihre Kosten. Je nach Bedarf kann die Police individuell zusammengestellt werden und sichert Grundrisiken mit den Bausteinen „Haftpflicht“ und „Eigenschaden“ ab. Weitere Komponenten wie „Betriebsunterbrechung“, „Bedienfehler“ und „Cyber-Diebstahl” können optional hinzugenommen werden. Zudem werden die Wünsche der Unternehmer erfüllt. Dafür sorgt eine 24-Stunden-Hotline für den Schadensfall und Hilfestellungen bei der Wiederherstellung von Daten.

Weitere Informationen und Tarifdetails gibt es hier.

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