Wissen ist Macht. Sagte bereits der englische Philosoph Francis Bacon (1561-1626). Und auch wenn Google, Online-Bibliotheken und digitale Wikis uns das Leben erleichtern: Wissen, Information und Daten sind ein teures Gut. Und gerade das kann gefährlich werden. Vor allem, wenn im Nachhinein wichtige Unternehmerdaten fehlen. Gehackt, geklaut, gestohlen.
Die Kriminalität verlagert sich in die digitale Welt. Fälle von Datenklau, Datenleaks und Co. – keine Seltenheit mehr.
Doch statt in einen verlässlichen Cyberschutz zu investieren, dümpeln viele kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland immer noch im “Neuland” rum. Mit fatalen Folgen.

Deutschland: „Cyberanfänger“

Fast die Hälfte der Firmen hat keinerlei Absicherung gegen Cybergefahren. Einer Attacke aus dem Netz wären sie somit schutzlos ausgeliefert. Dies geht aus dem “Cyber Readiness Report 2018” hervor. Das Marktforschungsinstitut Forrester Consulting ermittelte dabei die “Cyber Readiness”. Insgesamt wurden über 4.000 Unternehmen aus Deutschland, den USA, Großbritannien, Spanien und den Niederlanden befragt.

Eingeteilt wurden die Firmen in: “Cyberanfänger”, “Cyberfortgeschrittener” und “Cyberexperte”. Ergebnis: In Deutschland gelten 77 Prozent der Unternehmen als “Cyberanfänger”. Lediglich zehn Prozent als “Cyberexperten”.

160 US-Dollar pro Kopf

Dass der Cyberschutz längst nicht mehr nebensächlich, sondern notwendig ist beweisen auch die Zahlen. So betrug der Gesamtschaden, laut dem Cyber-Report, in den zurückliegenden zwölf Monaten bei großen deutschen Unternehmen – für alle Angriffe zusammen – pro Unternehmen rund 342.000 Euro. Bei den KMUs im Schnitt: 46.000 Euro.

Am häufigsten erlebt: Externe Attacken (24 Prozent) direkt auf die eigene Firma. 14 Prozent berichten von Angriff auf Geschäftspartner. Aber Hackerangriffe und Cybergefahren nicht genug.

Denn laut einer Statistik des Ponemon Institute, betrugen die Pro-Kopf-Kosten für Unternehmen aufgrund von Datenpannen in Deutschland 2014 noch 194 US-Dollar. 2016 waren es bereits 213 Dollar. Letztes Jahr allerdings ist es auf 160 US-Dollar pro Kopf gesunken.

Cyberschutz: Hätten, könnten, wollten…

Die gute Nachricht ist: 25 Prozent der Firmen wollen einen Cyberschutz. Die schlechte Nachricht: Keiner macht aktiv irgendwas. So berichteten zwar 48 Prozent der über 1.000 befragten Unternehmen in Deutschland von mindestens einem Zwischenfall im vergangenem Jahr. 45 Prozent dieser Firmen gaben an, nach einer Attacke an ihrem Schutz nichts geändert zu haben.

Und das kann und wird im schlimmsten Fall fatal Enden. Denn laut der Gothaer KMU-Studie 2017 sehen rund ein Drittel der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland Cyber-Risiken als eine der größten Gefahren (32 Prozent). 35 Prozent sind sogar davon überzeugt, konkret betroffen zu sein. 2015 waren es noch 30 Prozent.

Die Gründe dafür: Fehlender Cyberschutz. So verzichtet jedes fünfte KMU beispielsweise auf die Installation von Virenschutzprogrammen. Jedes Vierte hat keine Firewall. Und ein Drittel führt keine professionelle Datensicherung durch.

Haus, Mitarbeiter und Daten

Die eigenen Mitarbeiter und das Unternehmensgebäude versichern – selbstverständlich. Ebenso selbstverständlich muss das für die eigenen Unternehmerdaten sein. So richtet sich die Cyber-Versicherung der Gothaer zum einen an kleine und mittelständische Unternehmen und zum anderen an Unternehmen des Industriesegments.

Dabei gibt es zwei Produkte der Gothaer Cyber-Versicherung:

1.) Als Antragsmodell: Mit vereinfachter Risikoprüfung für Gewerbekunden (mit einem Umsatz bis fünf Millionen Euro)
2.) Mit individuellem Deckungsumfang: Für Unternehmen mit einem Umsatz ab fünf Millionen Euro.

Die Gothaer Cyber-Versicherung leistet bei Dritt- und Eigenschäden, die auf einer Datenrechtsverletzung, einer IT-Sicherheitsverletzung oder einem Hacker-Angriff beruhen.

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