Rechtzeitig zu den Sommerferien sagen Meteorologen eine Woche mit Traumwetter voraus. Temperaturen über 30 Grad, keine Wolke am Himmel, strahlender Sonnenschein – in ganz Deutschland! Doch was den einen freut, ist des anderen Leid. Denn besonders im Büro kann die Hitze schnell zum Problem werden. Knallende Sonne, stickige Luft und aufgeheizte Laptops. Eine Abkühlung muss her! Wir haben Tipps zusammengestellt, wie Sie auch im Hochsommer einen kühlen Kopf bewahren!

Nach oben keine Grenzen?

Was die Temperatur betrifft, gibt es sie: Die Hitze-Grenze. Denn steigt das Thermometer im Büro über 35 Grad, ist der Raum laut dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) nicht als dauerhafter Arbeitsplatz geeignet. Über 30 Grad Celsius ist der Raum zwar nutzbar, jedoch ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, geeignete Maßnahmen zur Entlastung der Mitarbeiter zu treffen. Technische Geräte wie Klimaanlagen, Rollos oder Ventilatoren können für die nötige Kühlung sorgen. Aber auch personenbezogene Kühlungsmethoden wie die Lockerung der Kleiderregel sind denkbar. Im Übrigen: Die ideale Temperatur im Büro beträgt 20 bis 22 Grad Celsius. Bereits ab 26 Grad Celsius konnten Wissenschaftler einen erheblichen Konzentrations- und Leistungsverlust feststellen.

Morgenstund’ hat…

Gold im Mund! Oder zumindest kühlere Luft. Denn im Sommer lohnt es sich die frischen Temperaturen in den Morgenstunden auszunutzen, bevor sich mittags die Hitze anstaut. Im Büro angekommen heißt es deshalb erst einmal: Fenster auf und Räume abkühlen lassen! Wer flexible Arbeitszeiten hat, kann auch früher ins Büro kommen, um nachmittags der Hitzewelle zu entkommen. Für Frühaufsteher kein Problem. Wer lieber länger schlafen will oder feste Arbeitszeiten hat, für den gilt eins: Durchhalten und die nächsten Tipps befolgen!

Durchatmen und abkühlen!

Auch wenn der stressige Arbeitsalltag vor der Hitze keinen Halt macht, gilt es an heißen Sommertagen regelmäßig kürzere Pausen einzulegen. Ein kurzer Spaziergang an der Luft oder ein kühles Getränk im Schatten sorgen für die kleine Erfrischung zwischendurch. Das bringt die Konzentration zurück und steigert die Leistungsfähigkeit. Vielleicht spendieren Sie sich und ihren Arbeitskollegen auch ein Eis aus der nächstgelegenen Eisdiele?

Ab ins kühle Nass

Auch wenn ein Besuch im Schwimmbad während der Mittagspause natürlich verlockend ist, die meisten Arbeitnehmer haben dafür keine Zeit. Die Arbeit ruft, es müssen Alternativen her. Bei Erfrischungsbedarf verschafft bereits das Abwaschen der Hand- und Ellenbogengelenke mit kaltem Wasser kurzfristig Linderung. Ungewöhnlich, aber besonders wirksam ist auch ein kühles Fußbad. Eine Schüssel mit kaltem Wasser (kein Eiswasser!) befüllen und die Füße kurz darin baden. Zugegeben, die Methode ist eher für Einzelbüros geeignet, dennoch erfrischt das Fußbad den gesamten Körper in nur wenigen Minuten.

Obst ist gesund und erfrischend!

Im Sommer sollte man mittags unbedingt auf deftige Speisen verzichten. Schweinebraten, Spaghetti Carbonara oder Pizza sind tabu. Denn das Mittagstief nach dem Essen setzt bereits bei mittleren Temperaturen dem Körper enorm zu. Bei besonders hohen Temperaturen drücken herzhafte Speisen die persönliche Leistungskurve nur noch mehr nach unten. Der Grund: Die Hitze führt dazu, dass der Körper die Energieproduktion herunterfährt. Ein ausgiebiger Verdauungsprozess führt zur zusätzlichen Anstrengung. Um genau dieses Trägheitsgefühl zu vermeiden, helfen Obst und leichte Kost. Ein Salat, ein Fruchtjoghurt oder eine Wassermelone sind genau das Richtige für zwischendurch.

Nicht genug!

An heißen Tagen wie diesen ist viel trinken selbstverständlich. Doch die üblich empfohlenen zwei Liter Flüssigkeit reichen bei der Hitze oft nicht aus. Damit der Körper nicht dehydriert und das Gehirn lange Konzentrationsphasen bewältigen kann, empfehlen Ärzte mindestens drei Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Doch Vorsicht mit eiskalten Getränken. Diese schaffen zwar im ersten Moment Kühlung, doch nach kurzer Zeit versucht der Körper wieder einen Wärmeausgleich zu generieren. Deshalb lieber auf Eiswürfel & Co. verzichten. Und wer nicht die ganze Zeit Wasser trinken möchte, sollte auf fruchtige Alternativen zurückgreifen. Wie wäre es beispielsweise mit einem kühlen selbstgemachten Eistee?

Luftig locker!

Wenn draußen die Hitzewelle tobt, haben viele Vorgesetzte kein Problem mit der Lockerung des Dresscodes. Atmungsaktive Kleidung raus aus dem Schrank, stattdessen bleibt die Krawatte zu Hause. So ist der Büroalltag bei hohen Temperaturen schon wesentlich angenehmer. Doch auch die größte Toleranz hat Grenzen: Flip-Flops, kurze Hosen oder durchsichtige Blusen werden schnell zum Dorn im Auge des Chefs. Was beim Sommer-Dresscode zu beachten ist, erfahren Sie hier.

Wenn gar nichts gegen die Hitze hilft?

Eine Hitzewelle von mehreren Wochen steht uns bevor. Eine dauerhafte Belastung für den Körper. Manchmal hilft da nur eins: einen Tag Urlaub nehmen. Denn zwischendurch eine kurze Erholungsphase einzulegen, kann viel bewirken. Wer sich keine Freiräume schaffen kann, der hat nur noch eine Option, nämlich sich auf das sonnige Wochenende zu freuen!

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