Egal, ob „Plant Based Food“, bei dem proteinreiche Pflanzen als Ausgangspunkt und Alternative für tierische Nahrungsmittel dienen, „Transparency“, das das wachsende Informationsbedürfnis der Konsumenten über Herkunft, Verarbeitung und Nährwerte der Lebensmittel im Sinn hat, oder „Healthy Hedonism“, die Verschmelzung zwischen gesund und genussvoll: Es tut sich viel in und um die deutsche Esskultur. Das zeigt die Food-Trend-Map im Report 2019. Der neuste Trend: Vertical Farming.

Eine visionäre Idee eines Berliner Start-ups, Gewinner der „Silbernen Palme“ des Leaders Club Awards 2017, Gewinner im Bereich „Innovation“ des Gastro-Gründerpreises 2017. Good Banks Co-Founderin Ema Paulin erklärt die Hintergründe.

Sichtweise verändern

Vertical Farming ist als Fusion eines visionären Konzeptes und der Idee autarker Städte konzipiert. Der Gedanke dahinter: Dank urbaner Landwirtschaft mit vertikalen Farmen können sich diese völlig selbst versorgen. Und so baut die Good Banks direkt im Restaurant Gemüse und Salate an. Dabei vermeidet sie den Einsatz von Pestiziden, verwendet kein gentechnisch-verändertes Saatgut und schont die Umwelt durch den Wegfall von langen Kühlketten, Transportwegen und Verpackungsmüll.

Green Gym

Auf der Speisekarte von “Good Bank”: Bowls und Salate aus Quinoa, Süßkartoffeln und Spinat, Suppen, Sandwiches und auch verschiedene Fleischvarianten. Einige Kunden halten die vertikalen Salatfarmen inmitten des Restaurants dabei für eine kunstvoll-moderne Inneneinrichtung, statt für den Hauptgang.

“Viele Leute denken erst, das hier sei eine Kunstinstallation. Dabei sind vertikale Farmen auch ein guter Weg, als Großstädtler mit der Natur in Berührung zu kommen“, so Ema Paulin. Dabei fühlen sich die meisten Besucher wohl und erfrischt, erklärt die Co-Gründerin weiter.

Obwohl das Ambiente des Restaurants futuristisch anmutet, so geben die kleinen Salatpflanzen dem Raum eine angenehme, lebendige Atmosphäre. Und den Besuchern schmeckt’s.

“Es ist eher selten, dass jemand sagt, der Raum fühle sich kalt und unbehaglich an. Ganz im Gegenteil: Die Leute lieben es hier. Es ist vergleichbar mit einem Fitnessstudio. Natürlich würden wir alle gerne täglich im Grünen joggen gehen, da wir aber nicht immer die Zeit dafür haben, nehmen wir mit einer Stunde Laufbandjoggen vorlieb und fühlen uns danach trotzdem großartig. Es ist eben ein urbanes Phänomen, eine urbane Erfahrung.”

Der Chef empfiehlt

Nicht nur die Food-Trends werden heute immer ausgefallener und kreativer. Auch geben die Deutschen auffallend mehr für ihre Küche aus. Teure Möbel, hochwertige Oberflächen und High-Tech-Geräte. Spätestens seit Jamie Oliver und Lafer! Lichter! Lecker! geht der Trend zum selber Kochen. Doch gleichzeitig boomen Fastfood und Tiefkühlkost. Das Menü spielt eben eine große Rolle, auch beim Good Bank Vertical Farming Restaurant.

„Das richtige Menü zusammenzustellen hat eine Weile gedauert. Dem finalen Produkt ist ein langer Prozess vorausgegangen. Wir haben Food Blogger und Köche involviert und mehrere Ideen getestet. Am Ende haben wir uns für eine australische Köchin entschieden, mit der wir gemeinsam ein modulares System entwickelt haben. Viermal im Jahr ändern wir die drei saisonalen Gerichte, der Rest der Karte bleibt gleich. Eine gute Mischung aus Beständigkeit und Abwechslung.”

Küchentrends

Küchentrends; Quelle: Statista

Mehr Ideen, mehr Innovation, mehr Genuss

Rund 1.840 Start-ups verzeichnete Deutschland noch letztes Jahr, laut dem Deutschen Startup Monitor 2017 der KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. 4,3 Prozent aller gegründeten Unternehmen sind dabei im Bereich Nahrungsmittel und der Gastro tätig. Doch Lebensmittelvergiftungen, Klagen und Unfälle können den Traum vom eigenen Restaurant schnell platzen lassen. Denn nur mit der richtigen Absicherung durch eine Gewerbe-Haftpflichtversicherung schützt sich der Betreiber vor den Forderungen Dritter. Mehr zum passenden Versicherungsschutz für Unternehmerkunden gibt es hier.

Titelbild: © alphaspirit / Fotolia.com