Die deutsche Wirtschaft ist so erfolgreich wie nie zuvor. Der Exportüberschuss war enorm. Allein im ersten Halbjahr gingen Waren „made in Germany“ im Wert von 662,8 Milliarden Euro ins Ausland. Auch wenn die Geschäftsgründungen rückläufig sind: Das Kleingewerbe und die freiberuflichen Existenzgründungen sind auf dem Vormarsch. Gründer sind ideengetriebener, wachstumsorientierter und innovativer. Herkömmliche Geschäftsmodelle verändern sich im Zuge der Digitalisierung. Flexibilität und Innovation sind gefragt, um im Markt zu bestehen.

Kein Unternehmer ist wie der andere

Es macht einen erheblichen Unterschied, ob ein traditioneller Handwerksbetrieb versichert werden soll oder ein innovatives Start-up. Hier geht es um Maschinen und Material, dort um Daten und Server. Und wenn sich beides verbindet? Frischblumen im Onlineshop. Bungee-Jumping per Gutschein. Designerschuhe im Flagshipstore und im Internet. Oder Immobilienvermietung mit Start-up-Förderung. Hier einige Beispiele erfolgreicher Unternehmer, die die ganze Bandbreite von Gewerbebetrieben zeigen.

Jochen Schweizer. Bungee-Jumping und Erlebnisgutscheine.

1985 gründete Jochen Schweizer sein erstes Eventunternehmen Kajak, das zur Unternehmensgruppe Jochen Schweizer heranwuchs. Erfolgreich wurde der Adrenalinjunkie durch das populäre Bungee-Springen, für das er mehrere Anlagen in Deutschland baute. Nach einem schweren Unfall in einer dieser Anlagen verschob er den Schwerpunkt. Fast 2.000 verschiedene „Erlebnisse“ werden per Gutschein online angeboten. Die Unternehmensgruppe hat rund 500 Mitarbeiter und erzielte 2015 einen Umsatz von 70 Millionen Euro jährlich.

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Uwe Ahrendt. Nomos Glashütte. Uhren vom Feinsten.

2014 wurde Uwe Ahrendt zum Unternehmer des Jahres gewählt, 2017 ist gewinnt er mit seiner Uhr „Tangomat“ die „Goldene Unruh“ und den iF Design Award für das Modell Tangente neomatik nachtblau.  Die Nomos Glashütte wächst und legt eine Traumbilanz für das Jahr 2016, das umsatzstärkste Jahr in der Geschichte der Manufaktur hin. “Dass es für uns in diesen Zeiten so gut läuft, macht uns doppelt glücklich,” sagt Ahrendt. 300 Mitarbeiter hat das Unternehmen und schreibt gerade neue Stellen aus.

Bild: © Nomos Glashütte

Floris van Bommel. Niederländischer Guerilla-Schuhmacher.

Floris van Bommel stellt Schuhe her. In guter Familientradition. Seit 280 Jahren gibt es die Marke van Bommel. Seit 1997 hat sie diesen ziemlich unkonventionellen Creative Director. Und die Untermarke „Floris van Bommel“, deren Umsatz er binnen zwei Jahren verdoppelte. Mit ungewöhnlichen Mediastrategien und ziemlich abgefahrenen Schuhdesigns hat er es bis zum Hoflieferanten des niederländischen Königshauses gebracht. In Deutschland hat er, zusätzlich zum Online-Verkauf, inzwischen einige Flagship-Stores eröffnet. Angeblich kauft jeder 20. männliche Holländer einmal im Jahr ein Paar seiner Schuhe. Das macht etwa 300.000 Paare. Immerhin verlost sogar das Rockmagazin Rolling Stone seine Schuhe. Und das hat einen Ruf zu wahren.

Bild: © Floris van Bommel

Gregor Gebhardt. Friendsfactory: „Arbeiten unter Freunden.“

2004 startet Gregor Gebrhardt damit, leerstehende Büroetagen und -häuser anders als üblich zu vermarkten. „Einzelne flexibel gestaltet Büros mit gemeinschaftlich nutzbaren Räumen.“ Dazu gleich das passende Netzwerk dazu. Das läuft. 2015 gab es den Schlüssel für den 1.500sten „Friend“ = Mieter. Dahinter stecken faire Mietverträge mit kurzen Kündigungsfristen und faire Preise. Und die Überzeugung, dass reines Co-Working ohne eigenen Schreibtisch tot ist. Seit 2016 gibt es ein Joint Venture mit etventure. Flexible Büroräume und Start-Up-Förderung in einem. Der Standort: die Parkstadt Schwabing in München.

Bild: © Friendsfactory

Michael Käfer. Partykönig, Gastronom und Caterer.

 

Gerade hat sich Michael Käfer einen Traum erfüllt: Er ist jetzt Besitzer eines Hotels, des Preysing in München. Aus seinem Gründungsprojekt, dem bekannten Promi-Club P1 in München, hat er sich gerade zurückgezogen. 1988 trat er im Familienunternehmen Feinkost Käfer in die Geschäftsleitung ein. Als Vater und Onkel an einen Investor verkaufen wollten, übernahm er selber das Unternehmen. Feinkosthandel, Party-Service und Gastronomie machte er zu einem Gourmet-Imperium. Mit Internetshop seit 2000. Knapp 140 Millionen Umsatz macht die Käfer Gruppe im Jahr. Besonderer Coup: Die Verköstigung der Bundestagsabgeordneten in Berlin.

Bild: © Käfer Gruppe

Wirtschaftskraft durch Heldenmut und Einfallsreichtum

3,46 Millionen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gibt es in Deutschland. Die Zahlen des Instituts für Mittelstandsforschung zeigen: Diese machen im Jahr 2016 99,5 Prozent aller Unternehmen in Deutschland überhaupt aus. Eine tragende Säule der deutschen Wirtschaft. Insgesamt rund 35,3 Prozent des gesamtdeutschen Firmenumsatzes wurden 2016 von den KMUs erwirtschaftet, bei der Wertschöpfung lag ihr Anteil sogar bei rund 53,5 Prozent.

2017 haben 557.000 Personen eine neue, beruflich selbständige Tätigkeit begonnen. Der KfW Gründungsmonitor zeigt klar: Gründer sind ideengetriebener, wachstumsorientierter und innovativer. Die Zahl der Chancengründer, also Personen, die aufgrund einer Geschäftsidee gründen, ist im Jahresvergleich auf 60 Prozent gestiegen. Der Anteil von Gründern mit Marktneuheiten ist auf 15 Prozent gestiegen. Das können Ideen wie das Vertical Farming Restaurant in Berlin sein. Dort werden die Lebensmittel direkt im Restaurant gepflanzt, gepflegt und geerntet. Oder aber innovative Ideen der Millennials, die ihr eigener Chef sein wollen und sich etwas Eigenes aufbauen wollen.

Individuelle Gewerbelandschaft. Vielfältige Risiken

Sie alle brauchen von Anfang an die Möglichkeit, sich auf ihre Geschäftsidee zu konzentrieren. Denn so manche Widrigkeit kann den Traum der eigens aufgebauten Existenz jäh beenden. So machten in den vergangenen zwei Jahren neun von zehn Unternehmern Erfahrung mit Cyberkriminalität. Das Alarmierende: Nur 30 Prozent der befragten KMU haben diese Bedrohung überhaupt erst wahrgenommen. Diese Zahlen veröffentlichte CyberDirekt in ihrer Studie „Cybersicherheit in klein- und mittelständischen Unternehmen“.

„Alle gemeinsam sollten dann im Gespräch klären, welche Risiken transferiert werden sollen“, so Sven Ratzke, Versicherungsmakler bei der Ratzke & Ratzke Versicherungsmakler GmbH und Geschäftsführer der for broker GmbH, im Interview.

Die Gewerbelandschaft ist individuell und vielfältig. Genauso unterschiedlich sind aber auch die Bedrohungen und Risiken. Im Dschungel der Gewerbeversicherungen nach den passenden suchen, dafür fehlt jedoch den meisten Unternehmern die Zeit. Das Resultat: Viele große und kleine Betriebe und auch viele Freiberufler sind nicht ausreichend oder passend versichert.

Alle Bedürfnisse in einem: Gothaer GewerbeProtect

Um die Vielfalt der deutschen Unternehmenslandschaft abzubilden und neue Gefahren zu bannen, hat die Gothaer im vergangenen Jahr eine neue Produktlandschaft entwickelt. In einem multi-flexiblen Baukastensystem. Hier nur ein paar kleine Highlights: Mehr als 2 Millionen mögliche Kombinationen. Jeden Monat neu konfigurierbar. Damit sich die Police anpasst, wenn sich das Geschäft ändert. Nur ein Versicherungsschein, ein Beitrag, ein Fälligkeitsdatum. Ein völlig neu konfigurierter Rechner, der Tarifrechner GGP, der intuitiv durch den Beratungsprozess führt.

 

Fertig geschnürt: Das Heldenpaket

Finden Sie weitere interessante Details in unserem Berater Spezial: Gewerbeversicherung hier im Maklerblog.

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