Online Beratungstools gibt es viele. Aber welches ist das Richtige? Oder besser gefragt: Wie findet der Makler das Tool, das zu ihm passt? Welche Kriterien sind entscheidend? Worauf ist zu achten? Wir haben mit dem digitalen Vorreiter Bastian Kunkel (Versicherungen mit Kopf) über seine Suche nach dem passenden Beratungstool gesprochen.

Redaktion: Bastian, welche digitalen Beratungstools hast du genau getestet?
Bastian Kunkel

Bastian Kunkel

Bastian Kunkel: Die letzten Monate habe ich die verschiedensten Tools zur Online-Beratung getestet. Von sehr bekannten Anbietern wie Skype oder GotoMeeting bis hin zu eher unbekannteren Anbietern war alles dabei. Meine wichtigsten Kriterien, welche das Tool unbedingt erfüllen muss, waren hierbei klar definiert.

Redaktion: Und welche wären das?

Bastian Kunkel: Zunächst muss Videoübertragung in beide Richtungen möglich sein, sprich der Kunde kann mich sehen und ich den Kunden. Außerdem sollte es eine Chat-Möglichkeit geben. Denn manchmal klappt es mit dem Ton oder Bild nicht auf Anhieb, dann kann man über den Chat kommunizieren oder einfach mal einen Link versenden.

Für einen einfacheren Antragsprozess wollte ich die Möglichkeit einer E-Signatur innerhalb des Tools haben. Um dem Kunden Dinge zu veranschaulichen hilft die Möglichkeit zur Bildschirmübertragung. In Zeiten der DSGVO war natürlich auch das ein Thema. Deshalb sollte das Ganze am besten über deutsche Server laufen. Hier waren viele Anbieter gleich raus. Und nicht zu vergessen: Der Preis.

Redaktion: Was muss aus deiner Sicht auf jeden Fall gewährleistet sein?

Bastian Kunkel: Der Kunde sollte nichts installieren müssen. Hier sind dann die meisten Anbieter direkt rausgefallen. Für den Kunden ist es eine Hürde, wenn er eine Software oder ein Plug-in installieren muss. Ein einfacher Klick auf einen Link und los geht’s – so war meine Wunsch-Vorstellung. Außerdem ganz wichtig: Eine sichere Datenübertragung. Damit während der Online-Beratung der Antrag ganz einfach an den Kunden geschickt werden kann, ohne das Email-Programm bemühen zu müssen.

Redaktion: Du hast viel getestet. Aber wo unterscheiden sich die Tools denn jetzt? Was sind die Vor- und Nachteile?

Bastian Kunkel: In vielen verschiedenen Punkten. Vom Leistungsumfang bis hin zum Preis. Nachteil war wie gesagt immer, wenn eine Software oder ein Plug-in installiert werden musste. Denn das muss man dem Kunden im Vorfeld erklären. Für mich war aber auch nachteilig, wenn der Funktionsumfang zu groß war. Oftmals hat auch ein entscheidendes Kriterium gefehlt. Wie etwa die Chat-Möglichkeit oder das sichere Übertragen von Dateien.

Redaktion: Für welchen Typ Vermittler lohnt sich der Einsatz beziehungsweise die Beschaffung so eines Tools? Ist das richtige Tool generell eine Typfrage?

Bastian Kunkel: Jeder Vermittler, der gerne mehr Termine und mehr Zeit haben möchte, sollte sich mit dem Thema Online-Beratung auseinander setzen und das passende Tool für sich selbst finden. Vor allem jährliche Betreuungstermine lassen sich dadurch perfekt abwickeln. Am Ende ist es natürlich auch Typsache, welches Tool man nutzen möchte und wie man selbst seine eigenen „wichtigsten Kriterien“ festlegt. Das muss schon jeder selbst entscheiden.

Redaktion: Jetzt die Gretchenfrage: Wer hat den aus deiner Sicht gewonnen?

Bastian Kunkel: Ich muss zugeben, dass ich schon kurz vorm Aufgeben war und mich damit abgefunden hatte, dass es einfach aktuell kein Tool zur Online-Beratung gibt, das genau meinen Wünschen entspricht. Zum Glück bin ich dann aber durch einen Kollegen auf flexperto aufmerksam geworden und hab die Jungs dort direkt kontaktiert und um eine kostenlose Testversion gebeten.

Der erfolgreiche Test und der Funktionsumfang, der genau meinen Kriterien entsprochen hat, haben mich überzeugt, künftig dieses Tool zur Online-Beratung einzusetzen. Alle Interessierten können sich hier eine kostenlose Testversion holen: https://maklerportal.flexperto.com/. Aber ich möchte es nochmal betonen: Am Ende muss jeder selbst herausfinden, welche Funktionen und Kriterien ihm wichtig sind. Meine sind sicher nicht allgemeingültig.

Redaktion: Kann ich mit so einem Tool einfach loslegen und bin direkt „digitaler Makler“? Oder muss ich mich darauf speziell vorbereiten?

Bastian Kunkel: Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Klar, die Beratung an sich ist dann „digital“. Aber auch daran muss man sich wohl erst mal gewöhnen, wenn man sonst immer „offline“ beraten hat. Hier kann ich aber nur empfehlen, einfach loszulegen und zu testen. Keine Scheu. Die ersten Termine werden wohl suboptimal laufen. Aber das war damals mit den ersten „Offline-Terminen“ auch nicht anders. Eine spezielle Vorbereitung, außer einen Internet-fähigen PC oder Laptop mit Kamera, braucht es nicht.

Redaktion: Bastian, vielen Dank für die Einblicke!
Titel- Beitragsbild: © Bastian Kunkel