Ist Arbeitskraftsicherung gleichbedeutend mit Berufsunfähigkeitsversicherung? Häufig gewinnt der Beobachter den Eindruck, dass dem so ist. Aber dass die BU nur ein Teil der Arbeitskraftabsicherung darstellt, wird zu oft vernachlässigt. Warum ist das so problematisch? „Dem Konstrukt BU wird es nie gelingen, dem Bedarf aller Berufsgruppen gerecht zu werden“, erklärte Andre Schröter, Vertriebskoordinator Leben der Gothaer Lebensversicherung, im Rahmen seines Vortrags auf der DKM.

Konzept- statt Produktberatung

„Wenn wir unseren eigenen Bestand auswerten, dann ist der Anteil an Handwerkern gering“ legte Schröter offen. Deshalb müsse man loskommen vom „Silo-Gedanken“, bei dem die BU über allem stehe. Stattdessen sei es umso wichtiger, sich innerhalb der Beratung lange genug alle Optionen innerhalb der AKS offen zu halten. Statt ein Produkt als den Mittelpunkt der Biometrie-Beratung zu sehen, müsse es ein Konzept für den Kunden geben. Ein Konzept, das auch auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden eingeht.

„Wenn Sie einen Straßenbauer, einen Dachdecker oder Elektriker fragen: ‚Was ist Dir wichtig in Sachen Arbeitskraftabsicherung?‘ werden Sie ganz andere Antworten bekommen als von einem Architekten, Juristen oder Steuerberater.“

Für den Handwerker, der körperlich tätig ist, sei der Erhalt der körperlichen Leistungsfähigkeit deutlich relevanter als bei anderen Berufsgruppen, führt Schröter aus. Deshalb bietet die Gothaer mit dem Grundfähigkeitenschutz eine Alternative, die gerade in der Beratung dieser Kunden eine wichtige Rolle spielt. Aber auch die AKS Komponente Krankentagegeld dürfe keinesfalls vergessen werden. Denn: „Die eigentliche Lücke beginnt viel früher. Keine BU dieser Welt schafft es, die erste Leistungslücke nach sechs Wochen abzudecken.“

Keine Lücken zulassen

Denn nur sechs Wochen lang hat der Arbeitnehmer den gesetzlichen Anspruch auf volle Lohnfortzahlung. Ab der siebten Woche Arbeitsunfähigkeit muss der Kunde auf 20 Prozent seines Gehalts verzichten. Gerade bei Geringverdienern kann diese Einbuße empfindliche Folgen haben. Und: Bisher verfügten nur acht Prozent aller Arbeitnehmer über eine private Zusatzversicherung für ein Krankentagegeld, gibt Schröter zu bedenken.

Die Gothaer bietet mit ihrem neuen Konzept zur AKS jetzt beide Lösungen aus einer Hand. Für den Vermittler bedeutet das: Eine Antragsstrecke und aufeinander abgestimmte Versicherungsbedingungen, die einen ineinandergreifenden Schutz für den Kunden gewährleisten. Ein weiterer Vorteil: Nur eine Gesundheitsprüfung für alle AKS-Produkte. Das spart sowohl dem Makler als auch dem Kunden wertvolle Zeit in der Beratung.

Wer den ganzen Vortrag von Andre Schröter auf der DKM anhören möchte, für den haben wir den Mitschnitt live vom Kongress Arbeitskraftabsicherung als Video vorbereitet.

Titelbild und Video: ©NewFinance Mediengesellschaft