Nachhaltigkeit: Zu verdanken haben wir diesen Begriff Hans Carl von Carlowitz, einem sächsischen Oberberghauptmann. 1713 verfasste er eine Schrift namens „Sylvicultura oeconimica“, die den Grundstein für deutsche Nachhaltigkeit legte. Denn in dieser argumentierte von Carlowitz, es sollte stets nur so viel Holz gehackt werden wie wieder nachgeforstet werden könne. 300 Jahre später gilt Deutschland als ein Vorbild für “grünes” Bewusstsein. Land- und Forstwirtschaft sind maßgeblich daran beteiligt.

Landwirtschaft ist Familiensache

Wie wichtig diese Zielgruppen nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für Klima und Kultur sind, zeigt ein Blick auf die Zahlen. Aktuell gibt es in Deutschland laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) 275.400 landwirtschaftliche Betriebe. Sie bearbeiten eine Fläche von 16,7 Millionen Hektar, was mehr als die Hälfte der Gesamtfläche Deutschlands ausmacht. Insgesamt sind 940.000 Arbeitskräfte in landwirtschaftlichen Betrieben angestellt. Familienbetriebe sind hierbei deutlich in der Überzahl.

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Quelle: Statista

Rein rechnerisch ist Deutschland in der Lage, durch Eigenerzeugnisse neun Zehntel seines Bedarfs an Lebensmitteln selbst abzudecken. Das durchschnittliche Einkommen eines landwirtschaftlichen Betriebs beträgt 32.000 Euro, wobei Klein- und Nebenerwerbsbetriebe mit einem Jahreseinkommen von 15.100 Euro pro Arbeitskraft unter dem Durchschnitt liegen. Landwirte erbringen vielfältige Leistungen für die Gesellschaft, können den Einsatz aber nicht nur durch den Verkauf ihrer Erzeugnisse kompensieren. Aus diesem Grund unterstützt der Staat dieses Gewerbe: Jedem Betrieb steht eine Pauschale zu, die sich anhand der bewirtschafteten Fläche berechnet.

Die grüne Lunge

Wälder sind, neben ihrer Rolle als Rohstofflieferanten, vor allem für das Weltklima wichtig. Darum wird der Wald nicht nur per Gesetz geschützt, aktuell soll außerdem die „Waldstrategie 2020“ für eine Stärkung der Wälder sorgen, um der zunehmenden Klimabelastung entgegenzuwirken. Dem Waldkulturerbe zufolge ist knapp ein Drittel Deutschlands bewaldet. Davon befindet sich fast die Hälfte der Fläche in Privatbesitz, 29 Prozent gehören den Ländern. 19 Prozent stehen unter der Aufsicht von Städten und Kommunen. Der Bund teilt sich die restlichen vier Prozent mit Treuhandgesellschaften. 29.408 Forstbetriebe kümmerten sich 2016 laut dem Statistischen Bundesamt um die Wälder. Mehr als zwei Drittel davon (19.840) arbeiten auf einer Waldfläche von weniger als 50 Hektar.

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Quelle: Statista

Risiken in Feld und Wald

Ralf Dietrich Forstwirtschaft

Ralf Dietrich

Die Arbeit von Land- und Forstwirten unterliegt gewissen Risiken, vor denen es sich abzusichern gilt. So kann zum Beispiel das Abholzen eines Baums Menschen verletzen oder Gebäude in Mitleidenschaft ziehen. Laut Ralf Dietrich, Vertriebskoordinator Komposit der Gothaer, deckt die GewerbeProtect in diesem Fall gesetzliche Haftpflichtansprüche Dritter durch Tätigkeiten und Risiken des versicherten Betriebs ab. Sollte der Land- oder Forstwirt Sachschäden (etwa an einem Gebäude) zahlen müssen, leistet die GewerbeProtect ebenfalls. In dem Fall übernimmt sie den Schadenersatz. Allerdings sind Waldschäden, die zum Beispiel durch Käfer- oder Pilzbefall entstehen, oder Umsatzausfall durch Dürre nicht versichert.

“Im Rahmen der GGP bieten wir hier für die Betriebshaftpflichtversicherung umfassenden Versicherungsschutz für diese Zielgruppe der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe.” – Ralf Dietrich, Vertriebskoordinator Komposit

Level Up!

Die Gothaer GewerbeProtect ist eine flexible Lösung für Land- und Forstwirte. Mit der neuen Ausbaustufe bietet sie höhere Produktgrenzen für viele Einzelbausteine der GGP. Ferner versichert der Betriebshaftpflicht-Baustein nun Unternehmen bis zu einem Umsatz von zehn Millionen Euro.

Weitere Informationen zur Gothaer GewerbeProtect gibt es hier.

Titelbild: © Kevin Carden / Fotolia.com, Beitragsbild: © Gothaer, Infografiken: © Statista