Endlose weiße Pisten, Schneegestöber, blauer Himmel und der Geschwindigkeitsrausch auf Brettern: Skifahren ist für viele Deutsche eines der höchsten Gefühle überhaupt. Der Ruf des Berges lockt nicht ohne Grund jedes Jahr Millionen Skifahrer hinaus ins Freie.

In grauer Vorzeit waren Skier allerdings nur als Fortbewegungsmittel für Familien im nordeuropäischen Raum gedacht, die sich keine Pferde leisten konnten. Damals nutzten sie einfache Holzbretter. Skifahren als Sport geht Skiinfo.de zufolge auf den Norweger Sondre Norheim zurück. Der Polarforscher Fridtjof Nansen zeigte, dass man auf den Brettern sogar ein ganzes Land durchqueren kann: In seinem Fall war es Grönland.

So schön, so gefährlich

Nach den Vereinigten Staaten von Amerika (mehr als 25 Millionen Skifahrer) gilt Deutschland als größte Skifahrernation des Planeten. Zu diesem Schluss kommt der 2018 International Report on Snow & Mountain Tourism. Auf knapp 500 Skigebiete kommen 14,6 Millionen Skibegeisterte in ganz Deutschland. Gleichzeitig ist der Skisport mit Risiken behaftet. Wie die statistische Auswertungsstelle für Ski-Unfälle (ASU) berichtet, verletzten sich in der Skisaison 2017/18 zwischen 42.000 und 44.000 deutsche Skifahrer.

But then I took a ski to the knee

Damit stieg die Anzahl der Verletzten im Vergleich zur Vorsaison um drei Prozent. Dabei bezog die ASU jedoch nur die Fälle ein, bei denen das Unfallopfer sich anschließend ärztlich behandeln lassen musste. Zwischen 7.400 und 7.600 Skifahrer mussten sogar in stationäre Behandlung. In der Saison 2016/17 waren es noch 7.000. Besonders groß sei das Risiko für Schulter- (22,8 Prozent) und Knieverletzungen (32,4 Prozent). Mit 16 Prozent waren Kollisionsunfälle für die meisten Verletzungen verantwortlich.

infografik skifahrer snowboarder

Quelle: Statista

Im Ausland wird es teuer

Sollte sich ein Kunde am Hang verletzen, so kommen je nach Standort massive Kosten auf ihn zu. Denn auch wenn Rettungseinsätze in Deutschland von den Krankenkassen übernommen werden, so gilt dies zum Beispiel nicht für Hubschraubereinsätze. Bei der Bergwacht Bayern kostet ein solcher Einsatz 980 Euro. Und wenn der Skifahrer sich im Ausland verletzt, etwa in Österreich, so leisten die Krankenkassen nur in dem Umfang, den die Krankenkassen des jeweiligen Landes übernehmen würden. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) rät daher zum Abschluss einer zusätzlichen Unfallversicherung.
Und sollte ein Kunde selbst einmal für einen Unfall verantwortlich sein, bei dem ein Dritter zu Schaden kommt, so kann er sich mit der Haftpflichtversicherung vor finanziellen Folgen schützen.

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