Fragte sich Regisseur Michael Bay 2011 in einem Interview mit der GQ. Und fand für sich und seiner Filme die perfekte Lösung: VFX. Sogenannte visual effects, wobei neben all den 3D-Modellen, Greenscreen-Aufnahmen und Rendergrafiken der praktische Bombast auch heutzutage nicht zu kurz kommen darf. Spezialeffekte (SFX) wie Explosionen, Helikopterabstürze und wilde Verfolgungsjagden sind spannend, mitreißend und gefährlich. Und das nicht nur als Eindruck beim Zuschauer. Denn immer wieder kommt es beim Dreh zu einer Vielzahl an Unfällen – nicht wenige enden tragisch. Oder gar tödlich. In den USA alleine ereigneten sich zwischen 1990 und 2014 rund 200 Unfälle an Film- und TV-Sets. Und nicht nur für Stuntleute, auch für Requisiten, Kostümen, Bühnenbilder, Komparsen, Kamera- und Filmequipment ist der Abschluss einer Filmversicherung ein Muss. Und auch wenn die Sicherheitsvorkehrungen an Drehsets heutzutage so hoch sind wie nie zuvor, enge Zeitpläne und die Forderung nach mehr Action fordern ihren Tribut.

The Crow – Die Krähe

Womöglich der bekannteste Set-Unfall mit tödlichem Ausgang in der Filmgeschichte. So wurde durch einen fatalen Fehler Brandon Lee, der Sohn der berühmten Martial-Arts-Legende Bruce Lee, im Alter von 28 Jahren 1993 beim Dreh von The Crow erschossen. Für den Drehen einer Nahaufnahme eines 44er-Magnum Revolvers wurden echte Patronenhülsen verwendet, denen zuvor der Requisiteur das Schießpulver entnahm. Unglücklicherweise bliebt eine dieser Hülsen jedoch nach dem Abfeuern im Lauf stecken – unbemerkt. Als dann einer der Akteure mit der Waffe, diesmal nur mit Platzpatronen, in der nächste Szene auf Brandon Lee feuerte, katapultierte der Druck die echte Kugelhülse heraus. Sie traf Lee mit Wucht in den Bauch. Er wurde zwar sofort behandelt und ins Krankenhaus gebracht, verstarb aber nur wenig später an seiner Schussverletzung.

Die Folgen:

Kultstatus. Der Unfall wurde als tragischer Unfall eingestuft und mit dem Einverständnis von Lees Verlobter und seiner Mutter wurde der Dreh zu The Crow fortgesetzt und abgeschlossen. Der Film entwickelte sich, auch wegen der Tragik, die ihn umgibt, zum Kassenschlager.

Unheimliche Schattenlichter – Twilight Zone

Vom bekanntesten Unfall der Filmgeschichte zum tragischsten. Durch einen Helikopterabsturz beim Dreh zur von Steven Spielberg produzierten Verfilmung der beliebten TV-Serie Twilight Zone starben der Schauspieler Vic Morrow und die beiden Kinderdarsteller Myca Dinh Le (7) und Renee Shin-Yi Chen (6). Der Vorfall simpel wie fatal. Der Hubschrauber flog bei einer von der Pyrotechnik gezündeten Explosion zu tief, verlor die Kontrolle und stürzte auf die am Boden stehenden Schauspieler.

Die Folgen:

Nach mehr als zehn Jahren Gerichtsverhandlungen führte dieser schreckliche Unfall zu massiven Änderungen der Sicherheitsvorschriften bei Filmdrehs. Insbesondere die Anwesenheit von Kindern bei Nachtdrehs sowie bei effektreichen Szenen.

The Dark Knight

Nicht nur der Tod des Joker-Darstellers Heath Leader überschattete Christopher Nolans The Dark Knight. So wurde bei den Aufnahmen einer Verfolgungsjagd der Kameramann Conway Wickliffe durch einen Autounfall getötet. Er selbst saß in einem Auto, das parallel zu dem Stunt-Fahrzeug fuhr. Als sein Fahrer eine 90-Grad-Kurve verpasste, krachte der Wagen mit etwa 30 km/h in einen Baum. Wickliffe, der sich zum Filmen aus dem Fenster lehnte, verstarb noch am Unfallort.

Die Folgen:

Wegen Verstößen der Sicherheitsauflagen wurde Stunt-Koordinator Chris Corbould wurde angeklagt. Die polizeilichen Untersuchungen bewerteten den Todesfall als tragischen Unfall und Corbould wurde freigesprochen.

Mission Impossible 6

Ein weitaus harmloser Unfall ereignete sich am Set zu Christopher McQuarries Film Mission Impossible 6. Der Hollywood-Star Tom Cruise brach sich bei einem Stunt-Sprung den Fuß. Der 55-jährige US-Filmstar, der dafür bekannt ist, seine Stunts selber auszuführen, unterschätzte die Länge des Sprunges über zwei Dächer hinweg.

Die Folge:

Die Dreharbeiten wurden für kurze Zeit unterbrochen, damit sich der Schauspieler wieder vollständig erholen konnte. Zum Glück hatte die Produktion eine gute Filmversicherung samt Gruppenunfallversicherung, sodass der Film keinen finanziellen Schaden oder eine Änderung des Drehplanes hinnehmen musste. Der Film kam sogar pünktlich in die Kinos.

Filmversicherung: Nicht nur für Hollywoodstars!

Nicht nur das Leben als Schauspieler und Stuntman ist am Set gefährlich, auch Bild- und Tonträger, Kostüme, Requisiten, Komparsen und die Filmapparatur muss abgesichert sein. Film- und Fernsehproduzenten, Werbeagenturen und Sender, die rundum abgesichert sein möchten, sollten daher auf eine passende Filmversicherung setzten. Sowohl Personal und Equipment als auch Vermögensschäden als Folge von Störungen oder Unterbrechungen der Film-, Fernseh- oder Fotoproduktion im Rahmen des jeweils vereinbarten Deckungskonzeptes sollten versichert sein.

Titelbild: gnepphoto /stock.adobe

Nikita Mitryaev

Geboren in Moskau, in London studiert und in einem Münchner Medienhaus gelandet. Als Online- und Multimedia-Redakteur der NewFinance verantwortlich für Videos, Podcasts und Beiträge rund ums Digitale.

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