Altersvorsorge aus dem Hause Disney ist leicht: Die alternde Mother Gothel etwa konnte das magische Haar der entführten Rapunzel benutzen, um sich jung zu halten. In der Realität sieht es anders aus. Karriere und Kind lassen sich oftmals nur schwerlich miteinander verknüpfen. Für die Mutter bedeutet die Geburt zumeist einen Karrierestopp, der tendenziell erst mit dem zweiten Lebensjahr des Kindes endet. Dies zehrt an der Altersvorsorge.

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Quelle: Statista

Warum ist die Altersvorsorge für Mütter gefährdet?

Ein beinahe schon traditionelles Bild: Kaum kündigt sich ein Kind an, stellt die Mutter ihre eigene Karriere hintenan. 80 Prozent aller Väter mit einem Kind unter drei Jahren sind berufstätig. Bei den Frauen ist es lediglich ein Drittel. Sie nehmen bestenfalls eine Teilzeitstelle an, sobald das Kind ein gewisses Alter erreicht hat. Eine Vollzeitstelle kommt erst spät infrage. Für die Altersvorsorge hat das negative Auswirkungen. Denn bei geringerem Einkommen zahlen Frauen weniger in die Altersvorsorge ein oder legen sie sogar vorläufig auf Eis. Ein Resultat: Die Altersvorsorge für Mütter schrumpft.

„Alleinerziehende und ihre Kinder sind überdurchschnittlich häufig armutsgefährdet. Finanziell stehen sie nach wie vor oftmals schlechter da als Menschen, die in anderen Familienformen leben.“ – Dr. Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes (Destatis), in einer Pressemitteilung

Wann beginnt die Altersvorsorge für Mütter bestenfalls?

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rät zu einem frühen Start. Je früher die Altersvorsorge für Mütter beginnt, umso eher vermeiden Frauen finanzielle Engpässe. Besonders wichtig ist das, weil Frauen erstens eine höhere Lebenserwartung haben als Männer und zweitens nach der Veränderung der Unterhaltsreform von 2008 finanzielle Nachteile nach einer etwaigen Scheidung in Kauf nehmen müssen. Ein Faktor, der bei einer Scheidungsrate von knapp 40 Prozent (laut scheidung.org) viele Frauen in der Bundesrepublik betrifft. Trotzdem legen dem GDV zufolge etwa 30 Prozent aller sozialversicherungspflichtig arbeitenden Frauen nichts fürs Alter auf die Seite.

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Quelle: Statista

Von Hürden und Lücken

Laut dem Mikrozensus 2017 wünscht sich mehr als die Hälfte aller alleinerziehenden Mütter ohne Anstellung zurück in ein Arbeitsverhältnis. Verwunderlich ist das kaum: Ohne ein festes Einkommen kann der Nachwuchs nicht ernährt, die Wohnung nicht bezahlt und das Leben nur schwerlich gemanagt werden. Aber auch mit einem Job besteht eine Lücke. Wie Statista berichtet, verdienen Erwachsene mit Kind durchschnittlich 1.175 Euro, wenn diese Erwachsenen sich in einer Partnerschaft befinden. Alleinerziehende dagegen verdienen im Schnitt nur 967 Euro. Allerdings gibt es laut dem Statistischen Bundesamt (DESTATIS) für viele Frauen familiäre oder persönliche Hürden, die die Wiederaufnahme ihrer Arbeit verhindern.

Risikofaktor Berufsunfähigkeit

Ein weiterer Risikofaktor für Mütter, egal ob alleinerziehend oder nicht, ist die Berufsunfähigkeit. Damit ist nicht nur eine Berufsunfähigkeit der Mutter durch Krankheit oder körperliche Einschränkungen gemeint, sondern auch eine Krankheit des Kindes.  Denn eine solche sorgt dafür, dass ein Elternteil sich zu Hause um das Kind kümmern muss und somit den Beruf nicht mehr in Gänze ausführen kann. Sollte das Einkommen der womöglich alleinerziehenden Mutter wegfallen, steht die Existenz der gesamten Familie auf dem Spiel. In dem Fall leistet die Berufsunfähigkeitsversicherung. Weitere Informationen zur BU für Familien finden Sie auf unserem Blog. Bei Interesse an weiteren Zielgruppen folgen Sie diesen Links:

Beitragsbilder: ©lassedesignen / Fotolia.com, Titelbild: © Sergey Nivens / Fotolia.com

Lars Nievelstein

Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl im Beruf als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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