Im Beruf stehen sie mitten im Leben, doch kaum ist das erste Kind da, stecken sie in einem echten Dilemma: Junge Frauen, die den Spagat zwischen Kind, Familie und Karriere schaffen wollen. Ein wichtiger Aspekt gerät dabei oft in Hintergrund: die eigene Altersvorsorge.

Gerade für Mütter mit Kleinkindern ist es oft eine schwere Entscheidung, die eigene Zukunft zunächst einmal für ein paar Jahre hintenan zu stellen. Tatsächlich arbeitet nur ein Drittel aller Frauen weiter, sobald das erste Kind da ist. Und wenn, dann in der Regel nur in Teilzeit. Das Problem: An ihre Altersvorsorge denken in diesem Moment die wenigsten Mütter – obwohl sie um die Wichtigkeit dieses Themas wissen, wie unsere Straßenumfrage zeigt:

Mütter in Deutschland – statistisch gesehen

Ein Blick auf die Statistik offenbart: In Deutschland ist die Zahl der Geburten dann am höchsten, wenn die Mütter um die 30 sind. Im Umkehrschluss heißt das aber zugleich, dass ein Großteil dieser Frauen bereits über längere Zeit berufstätig ist, bevor das erste Kind kommt. Frauen, die in dieser Zeit gut verdienen, haben womöglich schon etwas Geld für das Alter beiseite gelegt. Eigentlich eine beruhigende Perspektive.

Auf der anderen Seite zeigt sich aber auch: Frauen verdienen generell, also auch schon bevor sie Mütter werden, weniger als ihre männlichen Kollegen – und zahlen somit auch weniger in die Rentenkasse ein. Kommen dann durch Geburt und Kindeserziehung längere Teilzeitarbeiten oder ganze Auszeiten hinzu, erwerben sie im Schnitt oft deutlich geringere Rentenansprüche. Laut Bundesregierung erhalten Frauen im Durchschnitt 729 Euro Altersrente pro Monat, Männer hingegen 1.046 Euro. So die Zahlen für 2018.

Großer Respekt vor einer möglichen Altersarmut

Laut einer repräsentativen Umfrage fürchten 81 Prozent der Frauen, durch Erziehungszeiten und Teilzeitarbeit im Alter finanziell abgehängt zu werden. Die Angst vor Altersarmut ist also konkret. Dennoch ist eine eigenständige Altersvorsorge noch nicht verbreitet.

48 Prozent der befragten Frauen sorgen gemeinsam mit dem Partner vor, nur knapp ein Viertel nimmt die Altersvorsorge selbst in die Hand. Über 40 Prozent der Befragten, die trotz Partnerschaft noch gar nichts für ihre finanzielle Absicherung im Alter getan haben, geben an, dass dafür die finanziellen Mittel fehlen. Diese Zahlen decken sich auch mit einigen Aussagen unserer Straßenumfrage.

Noch beunruhigender sind die Zahlen bei alleinerziehenden Frauen. Nur etwa ein Drittel sorgt für das Alter vor, 68 Prozent der unter 46-Jährigen jedoch haben diesbezüglich noch gar nichts unternommen.

Aufschieben auf den Sankt-Nimmerleinstag?

Resignieren diese jungen Frauen und fahren sie ihre Zukunft deshalb sehenden Auges an die Wand? Die Aussagen von Expertinnen wie Astrid Hastreiter klingen wie ein Weckruf:

„Selbst Frauen, die gut ausgebildet sind, wissen nicht, ob sich der Verdienst durch Kinder oder Teilzeitarbeit einmal ändert. Sie können deshalb schwerer langfristige Verträge abschließen. Zum zweiten kümmern sich Frauen weniger gern um das Thema Geld und schieben es auf – so vergeht Jahr um Jahr.“

Nicht in Panik verfallen

Doch sieht es wirklich so düster aus um die Altersvorsorge von Frauen, die jetzt um 30 sind? Nein, das Gegenteil ist der Fall. Denn es gibt viele Möglichkeiten insbesondere für Mütter, über die gesetzliche Rente und die seit kurzem erst eingeführte Mütterrente II hinaus vorzusorgen. Die Riester-Rente beispielsweise ist in den Augen mancher Experten durchaus empfehlenswert, weil sie die maximale staatliche Förderung bietet – und deshalb vor allem für Frauen mit wenig Einkommen und vielen Kindern mehr als sinnvoll ist. Laut Aussage des GDV sei Riester für Frauen häufig die einzige Chance, um überhaupt staatlich gefördert fürs Alter vorzusorgen.

Wie unsere Straßenumfrage zeigt, steht aber auch ein weiteres Vorsorgeprodukt im Fokus junger Mütter: die Berufsunfähigkeitsversicherung. Denn diese greift unter anderem auch dann, wenn ein Kind über einen längeren Zeitraum hinweg krank ist und die Mutter infolgedessen nicht mehr in die Arbeit gehen kann. Gerade für Familien alleinerziehender Mütter, bei denen womöglich die gesamte Existenz gefährdet ist, eine fast unabdingbare Absicherung.

Geringe Risikobereitschaft bei der Geldanlage

Für Makler und Versicherer ist die Zielgruppe der jungen Frauen und Mütter im Bereich Altersvorsorge mehr als interessant. Denn dieser Kundenkreis kann bereits ab Mitte 20 über einen langen Zeitraum beraten und betreut werden. Und das nicht nur in Bezug auf die genannten Altersvorsorgeprodukte, sondern auch bei der Geldanlage. Egal ob Aktien oder fondsgebundene Vorsorgeprodukte – im weiblichen Teil der Bevölkerung ist die Risikobereitschaft deutlich geringer, wenn es darum geht, bei der Geldanlage eine höhere Rendite zu erzielen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie zum Anlageverhalten der Deutschen, die von der forsa Politik- und Sozialforschung vor wenigen Monaten im Auftrag der Gothaer Asset Management AG erstellt worden.

Weitere Informationen zur Gothaer Anlegerstudie stehen hier zum Download bereit.

Titelbild: © Sergey Nivens/fotolia.com; Beitragsvideo: NewFinance Mediengesellschaft

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