Eine ganze Welt ändert sich, wenn ein Kind geboren wird. Auf einmal bestimmt ein kleines schreiendes Wesen den Tagesablauf, dreht sich alles um Windeln, stillen, das neue Kinderzimmer. Einer bleibt erst einmal zu Hause. Der andere fühlt sich noch mehr gefordert, erfolgreich zu sein und die neue Familie zu versorgen.

 „Zeitgleich mit der Geburt unseres Kindes“, so die Redaktionsmitarbeiterin Gaby M. „machte sich mein Mann selbständig. Da hatte er kaum Zeit, sich um das Baby oder sonst etwas zu kümmern. Das musste ich völlig allein tun.“

Der Trubel, das Machen, das Versorgen, lenken oft von wirklich wichtigen Dingen ab. Denn wer will sich schon mit Versicherungsverträgen beschäftigen, wenn das Baby gerade mal wieder zahnt und schlaflose Nächte hinter einem liegen? Oder wenn es schreit und man weiß nicht warum? Ein Artikel in der Welt spricht von Panikeltern. Vorher selbstbewusst im Beruf, jetzt völlig verunsichert in Hege und Pflege des Nachwuchses.

Schuften, ackern – und dann?

Gleichzeitig droht ein neuer Kunde mit Auftrag und die gesamte Kapazität, die noch übrig ist, geht in dieses Projekt. Denn die Familie muss ernährt, Haus und Auto bezahlt sein. Daran, dass dieses Ackern plötzlich zu Ende sein kann, wird oft nicht gedacht. Doch was dann? Wie steht die Familie da, wenn der Ernährer von jetzt auf gleich ausfällt? Ein prominentes Beispiel dafür ist Klaus Pleil, gelernter Schuhmachermeister aus Fürstenfeldbruck, und die Hoffnung im dortigen Oberbürgermeisteramt. Mitten im ersten wohlverdienten Urlaub nach Amtsantritt erlitt er einen Herzinfarkt, der Beruf und Berufung jäh ein Ende machte. Niederschmetterndes Fazit: Berufsunfähigkeit!

Unbezahlbar: Mütter und Väter

Eigentlich könne er sich seine Frau als Hausfrau und Mutter nicht leisten, schreibt Steven Nelms in seinem Blog. Und tatsächlich verdient eine Vollzeit-Haushälterin zwischen 1.800 und 3.000 Euro pro Monat, je nach Bundesland. Zuzüglich der Sozialabgaben, die ein Arbeitgeber zu leisten hat und der Sonderzulage für die Kinderbetreuung. Etwa 5.000 Euro würde es also pro Monat kosten, wenn die Hausfrau oder der Hausmann ausfällt.

Und was ist mit den Kindern?

Wenn Kinder erkranken, länger und schwer, wollen Eltern sich selber kümmern – und müssen dies oft auch. Ganz abgesehen davon, dass sie selber vor Sorge ganz krank sind.

Gaby M. hat auch damit leidvolle Erfahrung machen müssen: „Meine Tochter war über vier Jahre hinweg chronisch schmerzkrank. Der Schulbesuch war nur mit großen Unterbrechungen möglich und es dauerte ewig, bis wir eine Diagnose bekamen. Im Vorfeld standen zahlreiche Arzt- und Krankenhausbesuche an, Lehrer wollten beschwichtigt werden und auch das Schulamt schaltete sich ein. Ich musste Vollzeit arbeiten und wäre an den Sorgen und der Jongliererei mit den Terminen fast selber kaputtgegangen.“

Wie erleichternd, wenn die Berufsunfähigkeitsversicherung auch dann da ist, wenn ein Kind schwer erkrankt. So werden wenigstens die finanziellen Sorgen gemindert.

Titelbild: © lassedesignen

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