Cyberangriffe breiten sich immer weiter aus. Besonders Ransomware ist deutlich auf dem Vormarsch. Kunden brauchen einen passenden Schutz.

Die digitale Bedrohung

Cybercrime gibt es bereits seit der Entstehung des Internets. Über mehrere Jahrzehnte hinweg hat sich diese Bedrohung stetig ausgeweitet und dabei fortentwickelt. Der Begriff „Cybercrime“ umfasst dabei eine Bandbreite verschiedenster Gefahren. Hackern und anderen Angreifern aus dem Netz ist es beispielsweise möglich, Daten zu stehlen, Geld zu erpressen oder ganze Unternehmen auszuspionieren. Dabei greifen die Angreifer unter anderem auf die folgenden Methoden zurück:

  • DDoS-Angriffe (Distributed-Denial-of-Service): Der Angreifer führt mutwillig eine Überlastung der IT-Infrastruktur seines Opfers herbei. Dies resultiert darin, dass ein angeregter Dienst nicht mehr (oder nur noch stark eingeschränkt) verfügbar ist. In manchen Fällen kann es sein, dass die Opfer über einen längeren Zeitraum nicht mehr auf ihre Daten zugreifen können.
  • Phishing: Hier greifen die Cyberkriminellen vorrangig auf Websites oder E-Mails zurück, mittels derer sie Links an Opfer verschicken. Dann hoffen sie, dass das Opfer den Link anklickt – und dadurch ein Einfallstor für Malware oder ähnliches öffnet.
  • Ransomware: Eine gängige Art der Ransomware ist eine Schadsoftware, die die Informationen oder Teile der digitalen Infrastruktur des Opfers verschlüsselt. Danach fordern die Angreifer Lösegeld, andernfalls werden sie die Daten nicht wieder freigeben.

Bundeslagebild Cybercrime offenbart Schwachstellen

Das Bundeslagebild Cybercrime des Bundeskriminalamts (BKA) hat im Jahr 2021 einen neuen Höchstwert an Cyber-Straftaten gemessen. Insgesamt zählte das Amt im Phänomenbereich Cybercrime 146.363 Delikte – ein Anstieg von mehr als zwölf Prozent gegenüber 2020. Insgesamt seien Cybercrime-Schäden für Schäden an der Wirtschaft in Höhe von 223,5 Milliarden Euro verantwortlich. Schon in den vergangenen Jahresberichten hatte das BKA ein stetes Wachstum bei der Cyberkriminalität festgestellt. Der Trend des Bedeutungszuwachses setzt sich damit fort. Außerdem verlegt sich die Kriminalität zunehmend in den digitalen Raum. Cyberkriminelle sollen durch die zunehmende Verzahnung internationaler Lieferketten und der immer schnelleren Digitalisierung immer neue Chancen erhalten, warnt das BKA. Die Aufklärungsquote lag bei 29,3 Prozent. Sowohl die verstärkte Anonymisierung im Netz als auch die komplexe Ermittlung von Taten, die aus dem Schutz des Auslands heraus geschehen, erschweren den Ermittlern die Arbeit. Sehr häufig zeigen Betroffene Cybercrime auch nicht an, was zu einer hohen Dunkelziffer führt.

Ransomware sorgt für Milliardenschäden

Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine habe darüber hinaus das Aufkommen von Cyberangriffen im neuen Jahr verstärkt. Denn neben der Invasion sei auch eine hohe Anzahl von Cyberakteuren am Krieg beteiligt, die auf hybride Angriffsformen setzen. Diese könnten auch über die Konfliktparteien hinaus Wirkung entfalten.

Besonders deutlich nahmen die sogenannten Ransomware-Angriffe im Jahr 2021 zu. Diese sorgten für Schäden in Höhe 24,3 Milliarden Euro, was im Vergleich zur vorigen Befragung eine Verfünffachen der Schadenhöhe bedeutet. „Das Bundeslagebild zeigt, dass die Bedrohungslage durch Cybercrime weiterhin sehr hoch ist. Neben den rein monetären Schäden beeinträchtigten Ransomware-Angriffe auf Unternehmen, Kritische Infrastrukturen und die öffentliche Verwaltung oder ganze Lieferketten auch die Funktionsfähigkeit des Gemeinwesens im In- und Ausland. Insbesondere im Bereich Ransomware ist damit das Bedrohungspotential im Jahr 2021 nochmals deutlich angestiegen“, sagte BKA-Vizepräsidentin Martina Link in einer entsprechenden Pressemeldung dazu. Der Branchenverband Bitkom fordert angesichts der wachsenden Bedrohung aus dem Netz eine „Cyber-NATO“.

Cyber-Absicherung

Laut der BKA-Vizepräsidentin Link kann die Bekämpfung von Cybercrime nur mit dem Zusammenspiel dreier Pfeiler gelingen:

  • Gefahrenabwehrende und repressive Maßnahmen
  • Präventive IT-Sicherheitsvorkehrung
  • Eine ausreichende Sensibilisieren von Bürgern und Unternehmen hinsichtlich der Gefahren von Cybercrime

Zuletzt stellt die Gothaer mit der Cyber-Versicherung ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem Vermittler vorrangig kleine und mittelständische Unternehmen absichern können. Sie sichert Dritt- und Eigenschäden ab, die auf einer Datenrechtsverletzung, einer IT-Sicherheitsverletzung oder einem Hacker-Angriff beruhen. Weitere Informationen dazu gibt es im Gothaer PartnerPortal.

Titelbild: ©nuttawutnuy/ stock.adobe.com

Lars Nievelstein

Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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