Wenn am 24. September die Wähler an die Urnen gerufen werden, stimmen sie auch über die künftigen Entwicklungen für die Versicherungsbranche ab. Es sind Entscheidungen, die die Branche direkt betreffen. Was also wollen die Parteien? Was planen CDU, SPD & Co.? Was ändert sich in Sachen Rentenversicherung, privater Altersvorsorge und Krankenversicherungsschutz?* Der erste Teil unserer Serie beschäftigt sich mit dem Rentenniveau.

Anhebung des Rentenniveaus: Mehr Geld – ja oder nein?

Eine Anhebung des Rentenniveaus kann nach Meinung der CDU nicht die Lösung sein. Vielmehr müsse die Entwicklung in Abhängigkeit von Beiträgen und Löhnen betrachtet werden. Ausnahme: Bis 2030 dürfen 43 Prozent nicht unterschritten werden.
 


 
Ziel ist es, das Leistungsniveau der gesetzlichen Rente stabil zu halten. Dabei sei klar, dass die Rentenversicherung den demografischen Wandel nicht alleine schultern kann, die Stabilisierung also Aufgabe der gesamten Gesellschaft sei. Das Gesamtkonzept der SPD sieht deshalb einen Demografie-Zuschuss aus Bundesmitteln vor. Die Hauptrisiken, im Alter auf Grundsicherung angewiesen zu sein, liegen nach Sicht der Sozialdemokraten in der Erwerbsminderung und in generell fehlenden gesetzlichen Rentenansprüchen.
 


 
Aus Sicht der FDP war die Rentenniveau- Festsetzung ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Rente. Ein sinkendes Rentenniveau bedeute außerdem nicht, dass die Renten sinken, sondern dass sie langsamer steigen als die Löhne. Die gesetzliche Rente werde auch künftig ein wichtiger Bestandteil der Altersvorsorge sein, angesichts des demografischen Wandels ist private Altersvorsorge aus liberaler Sicht jedoch unverzichtbar, um die nachfolgenden Generationen nicht über Gebühr zu belasten.
 


 
Bündnis 90/Die Grünen sehen das Problem allgemeiner: Besonders Frauen droht Armut im Alter. Für Menschen, die den größten Teil ihres Lebens gearbeitet, Kinder erzogen, andere Menschen gepflegt oder sonstige Anwartschaften in der Rentenversicherung erworben haben, soll deshalb eine Garantie-Rente eingeführt werden, die oberhalb der Grundsicherung liegt – ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Anrechnung von betrieblicher und privater Altersvorsorge. Gerade Geringverdiener haben auch bei einem stabilen Rentenniveau keine Chance, sich eine Rente oberhalb des Grundsicherungsniveaus zu erarbeiten. Eine Stabilisierung des Rentenniveaus sei deshalb zwar notwendig, Rentenniveau und Beitragssatz müssen aber in einem angemessenen Verhältnis stehen, sodass auch die junge Generation weiter in die gesetzliche Rente vertrauen kann.
 


 
Die Linke möchte per Rückkehr zu einem Rentenniveau von 53 Prozent und mit Hilfe eines gesetzlichen Mindestlohns in Höhe von zwölf Euro brutto garantieren, dass man in Zukunft nach 45 Jahren Arbeit nicht zum Sozialamt gehen muss. Ihre Forderung: eine einkommens- und vermögensgeprüfte „Solidarische Mindestrente“ von mindestens 1.050 Euro netto.

 

*Stand Mai 2017. Wahlprogramme können sich noch ändern.

 

Titelbild: (c) JFL Photography
 

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