Wenn am 24. September die Wähler an die Urnen gerufen werden, stimmen sie auch über die künftigen Entwicklungen für die Versicherungsbranche ab. Es sind Entscheidungen, die die Branche direkt betreffen. Was also wollen die Parteien? Was planen CDU, SPD & Co.? Was ändert sich in Sachen Rentenversicherung, privater Altersvorsorge und Krankenversicherungsschutz?* Und sollen Selbständige verpflichtet werden, in die gesetzliche Rentenkasse einzubezahlen? Hier die Meinungen der Parteien zum Thema im vierten Teil unserer Serie zur Bundestagswahl 2017.

Kommt die Pflicht-Altersvorsorge für Selbstständige?

Alle Parteien im Bundestag sehen hier Handlungsbedarf, weil viele Selbstständige nicht über Versorgungswerke abgesichert sind, sondern allein für das Alter sparen (müssen). Da gerade Solo- Selbstständige dies häufig nicht schaffen, ist nun wieder eine Altersvorsorgepflicht im Gespräch. Doch anders als in früheren Wahlkämpfen scheint diesmal eine gewisse Einigkeit unter den Bundestagsparteien zu herrschen. Allerdings gibt es sehr unterschiedliche Meinungen darüber, wie Selbstständige besser abgesichert werden können. Zumindest wollen alle Parteien eine Öffnung der gesetzlichen Rentenversicherung.


Die Union sträubt sich gegen einen vollständigen Zwang zur gesetzlichen Rentenversicherung und will den Selbstständigen lieber die Option offenhalten, sich gegebenenfalls anderweitig abzusichern – eine Versicherungspflicht mit Wahlfreiheit also.


Die SPD sieht einen obligatorischen Schutz über die gesetzliche Rentenversicherung als das Mittel der ersten Wahl. Der Vorteil hierbei wäre nicht nur eine finanzielle Absicherung im Alter. Die Rentenversicherung würde zudem sowohl bei Erwerbsminderung als auch bei notwendigen Reha-Maßnahmen für die Selbstständigen aufkommen.


Die FDP möchte Selbstständige verpflichten, künftig für eine Basisabsicherung im Alter vorzusorgen – allerdings inklusive Wahlrecht der Vorsorgeform. Wer nicht Pflichtmitglied in einem berufsspezifischen Alterssicherungssystem ist, soll frei wählen können unter privaten Rentenversicherungen, Fonds, Immobilien oder der freiwilligen Vorsorge in der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Pflichtversicherung einzelner Selbstständiger in der gesetzlichen Rentenversicherung will die FDP hingegen abschaffen.


Bündnis 90/Die Grünen wollen im Wesentlichen den obligatorischen Schutz, den auch die SPD anstrebt.


Auch die Linke setzt, wie SPD und Bündnis 90/Die Grünen, auf den obligatorischen Schutz.

*Stand Mai 2017. Wahlprogramme können sich noch ändern.

 

Titelbild: (c) JFL Photography

 

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