Wenn am 24. September die Wähler an die Urnen gerufen werden, stimmen sie auch über die künftigen Entwicklungen für die Versicherungsbranche ab. Es sind Entscheidungen, die die Branche direkt betreffen. Was also wollen die Parteien? Was planen CDU, SPD & Co.? Was ändert sich in Sachen Rentenversicherung, privater Altersvorsorge und Krankenversicherungsschutz?* Und was diskutieren die Parteien bei Riester- und Basis-Rente? In Teil 3 der Serie zeigen wir, welche Zukunft die Parteien für die geförderten Rentenversicherungen sehen.

Was wird aus Riester- und Basis-Rente?

Die Union hält die Riester-Rente nicht für gescheitert, ein Nachjustieren lohne sich. Wie das genau aussehen kann, darüber gehen die Meinungen in der Union aber auseinander. Noch im April fand Horst Seehofer, mehr Eigenvorsorge als Pflicht reiche nicht aus. Wenig später lag der Schlüssel zum Erfolg in einer deutlichen Erhöhung der staatlichen Förderung. Eine weitere Überlegung: die Abschaffung der Beitragsgarantie zugunsten höherer Ertragschancen.


 
Für die SPD haben sich die Erwartungen an die steuerlich geförderte private Altersvorsorge nicht erfüllt. Ihr Gesamtkonzept sieht deshalb vereinfachte und transparentere Riester-Produkte und eine Erhöhung der Grundzulage vor.


 
Die FDP hält die geförderte private Vorsorge hingegen für essentiell und einen wichtigen Baustein eines zukunftsfesten Rentensystems. Ihre Lösung: mehr Verbraucherfreundlichkeit und Vergleichbarkeit der Produkte. Die Riester-Förderung soll künftig allen zur Verfügung stehen, also auch Selbstständigen oder Mitgliedern in berufsständischen Versorgungswerken. Außerdem wollen die Liberalen die Möglichkeit schaffen, sich über ein datenschutzsicheres Online-Vorsorgekonto jederzeit einen Überblick über die bisherigen Ansprüche zu verschaffen.


 
Bündnis 90/Die Grünen setzen der Riester-Rente als Alternative – nicht als Ablösung – die Idee eines Bürgerfonds entgegen. Beweise, dass ein öffentlich verwaltetes, einfaches, kostengünstiges und sicheres Basisprodukt eben genau das sein kann – einfach, kostengünstig und sicher –, bleiben Bündnis 90/Die Grünen aber schuldig. Des Weiteren soll sich die öffentliche Förderung in Zukunft vor allem auf Geringverdienende konzentrieren.


 
Sie hält die staatlich geförderte Rente in ihrer heutigen Form für komplett gescheitert und möchte für Lösungen sorgen, wie Riester-Versicherte freiwillig ihre bisher erworbenen individuellen Ansprüche kostenarm auf das persönliche Rentenkonto bei der gesetzlichen Rentenversicherung übertragen können. Die staatliche Förderung würde dann in Form von Bundeszuschüssen an die gesetzliche Rentenversicherung fließen.
 

*Stand Mai 2017. Wahlprogramme können sich noch ändern.

Titelbild: (c) mdaake

 

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