Viele Bundesländer sind mitten in den Sommerferien und die Deutschen streben nach einem Jahr Lockdown in den Urlaub. Doch was passiert, wenn man im Ausland an COVID-19 erkrankt? Welche Absicherung ist vorab notwendig und welche Länder stehen als Urlaubsziel überhaupt zur Auswahl? Wo gilt derzeit eine Corona-Reisewarnung? Mehr dazu im Beitrag.

Übersicht der Risikogebiete weltweit

Mehr als die Hälfte (59,9 Prozent, Stand 27. August 2021) aller Deutschen ist laut Robert Koch-Institut (RKI) inzwischen vollständig geimpft. Trotzdem ist das Virus noch da, in vielen ärmeren Ländern liegt die Impfquote noch tief im einstelligen Bereich und Menschen erkranken an Virusvarianten. In zahlreichen Hochinzidenz- oder Varianten-Gebieten gilt daher eine Einreisewarnung. Die Karte des ADAC zeigt sehr übersichtlich und tagesaktuell die Bestimmungen der einzelnen Urlaubsziele.

Trotz Corona-Reisewarnung sicher in den Urlaub fahren

Wer also trotzdem ins Ausland reisen möchte, sollte ich vorab für den Fall einer Infektion mit einer Auslandskrankenversicherung schützen. „Für Gothaer Kunden ist COVID-19 als Erkrankung im Rahmen der Auslandsreisekrankenversicherung abgedeckt – wie auch alle anderen medizinisch notwendigen Heilbehandlungen. Damit finden auch Rücktransporte wie tariflich festgelegt statt“, sagt Stefan Koch, Leiter Produktmanagement bei der Gothaer Krankenversicherung AG. Damit sind die Kosten für medizinisch notwendige Heilbehandlungen aufgrund von Krankheit und Unfallfolgen abgedeckt. Covid-19 ist bei der Gothaer als normale Krankheit versichert, unabhängig davon, ob die Weltgesundheitsorganisation diese als Pandemie einstuft. Eine Ausnahme bilden jene, die mit einer bereits ärztlich diagnostizierten Coronaerkrankung ins Ausland reisen und sich dort behandeln lassen.

Achtung! Nicht jede Versicherung deckt COVID-19 ab

Vermittler sollten ihre Kunden vor Reisebeginn über ihren Auslandsreiseschutz genau aufklären, da es Versicherungsunternehmen gibt, die in ihren Vertragsbedingungen Erkrankungen aufgrund von Epidemien und Pandemien ausschließen. Andere Unternehmen grenzen jene Länder aus, für die das Auswärtige Amt eine Corona-Reisewarnung ausgesprochen hat. Im Versicherungsschutz der Gothaer treffen diese beiden Ausnahmen nicht zu.

Stellt sich Urlaubern vor Reiseantritt die Frage: Was müssen sie vor der Abreise beachten? Seit 1. August gibt es nicht nur neue Einreiseregeln, sondern auch neue Klassifizierungen von Risikogebieten. Die Website des Auswärtigen Amts gibt einen Überblick der Risiko- und Varianten-Gebiete.

  • Corona-Hochrisiko-Gebiet

Als Corona-Hochrisiko-Gebiet zählt ein Land oder eine Region, wenn dort eine hohe Inzidenz besteht oder andere Anhaltspunkte vorliegen, die für ein erhöhtes Risiko einer Coronainfektion sprechen. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit sowie nicht ausreichend verlässlicher epidemiologischer Daten spielen bei der Berechnung und Einstufung ebenfalls eine entscheidende Rolle.

  • Virus-Varianten-Gebiet

Ein Land oder eine Region gilt als Varianten-Gebiet, sobald eine bestimmte in Deutschland noch nicht verbreitete Variante des Coronavirus auftritt. Entscheidend ist bei dieser Mutation die Unsicherheit, ob Impfstoffe oder eine überstandene Infektion keinen oder nur einen eingeschränkten Schutz bieten und somit ein schwerer Krankheitsverlauf zu befürchten ist.

Die Risikogebiete weltweit ändern sich regelmäßig

Risikogebiete_Corona

Wer aus einem der beiden Gebiete nach Deutschland zurückkehrt, muss nach derzeitigem Stand eines der drei folgenden Dinge vorweisen können:  Entweder einen aktuellen Corona-Test, einen Nachweis der vollständigen Impfung oder einen Genesenen-Nachweis. Wer nur einen Corona-Test vorzeigen kann, muss nach Ankunft in Deutschland zudem in eine zehntägige Quarantäne. Für eine Rückkehr aus Virus-Varianten-Gebiete fällt sogar eine 14-tägige Quarantäne an. Ein „Freitesten” ist nicht möglich.

Ohne Test ist Urlaub außerhalb Deutschlands unmöglich

Ohne Test ist eine Rückkehr nach Deutschland grundsätzlich nicht möglich. Für Fluggesellschaften, Verkehrsmittel wie Bus, Bahn oder Schiffsunternehmen gilt ein Beförderungsverbot. Ausnahmen gelten lediglich für den Warenverkehr und Transitpassagiere. Für Varianten-Gebiete gilt zusätzlich eine Vorsichtsmaßnahme: Selbst vollständig geimpfte müssen ihren Impfnachweis vorzeigen, um sich von der Quarantänepflicht zu befreien. Die Voraussetzung dafür ist die Einschätzung des RKI, ob der Impfstoff ausreichend wirksam ist. Diese Regeln zählen derzeit (Stand 18. August 2021) aber nur für die Virusvarianten-Gebiete Brasilien und Uruguay. Als Hochrisikogebiet gelten deutlich mehr Länder, wie der Website des Instituts zu entnehmen ist. Ändert sich während der Quarantänezeit der Gebietsstatus, greifen nur noch die Regeln für Hochrisiko-Gebiete.

Urlaubsländer: Hier gilt eine Corona-Reisewarnung

Einen Überblick über beliebte Reiseziele in Europa gibt es auf der Seite des European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC).

Wer in den Sommerferien beispielsweise an der Amalfiküsten urlauben möchte, hat aktuell gute Aussichten. Das RKI hat in diesem Zeitraum für Italien keine Reisewarnung ausgesprochen. Das bedeutet: Urlauber benötigen nur einen negativen PCR-Test oder Schnelltest. Darüber hinaus ist ein Einreiseformular notwendig. Ein wenig komplizierter sieht es für ein anderes beliebtes Urlaubsziel aus: Spanien. Zwar benötigen Einreisende keinen negativen Corona-Test. Da das RKI für das Land jedoch eine Reisewarnung verhängt hat, müssen Rückkehrer in Deutschland anschließend in Quarantäne – können sich nach fünf Tagen aber „freitesten”.

Einige Länder schotten sich vor Touristen ab

Ungeachtet dessen gibt es weltweit Länder, die sich vor touristischem Reiseverkehr schützen möchten. Die Einreise nach Argentinien, Australien, China, Indien oder auch Indonesien ist beispielsweise nicht möglich – backpacking ist in Zeiten einer Pandemie also stark eingeschränkt.

Weitere Information für Vermittler, welche Versicherungen Kunden online abschließen, gibt es hier.

Titelbild: ©bernardbodo/stockAdobe.com

Brigitte Mellert

Ihr Journalismus-Studium und ihre Redakteursausbildung zogen sie vor Jahren aus München weg nach Schwaben. Nun, zurück in der neuen alten Heimat, durchforstet sie als Online-Redakteurin die Finanzwelt nach spannenden Geschichten. Dort fündig geworden, verbringt sie ihre Freizeit am liebsten in der Natur auf dem Rad oder beim Wandern in den Bergen.

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