Höhere Gehälter in der Schweiz und niedrigere Lebenshaltungskosten in Deutschland. Für viele Arbeitnehmer birgt das Grenzgänger-Modell erhebliche Vorteile. Doch kommen auch einige Hürden auf die Grenzgänger zu, allem voran in Bezug auf die Versicherungen. Für Versicherungsmakler in Grenzregionen ist es daher besonders wichtig, dass sie sich mit der Schweizer Krankenversicherung und weiteren sinnvollen Absicherungen für Grenzgänger auskennen. Auf ihrer Plattform informieren Daniel Seeger und sein Team zu allen wichtigen Themen rund um das Arbeiten in der Schweiz. Er weiß somit, worauf es bei der Absicherung von Grenzpendlern ankommt.

Die Krankenversicherung für Grenzgänger

In der Schweiz gilt wie auch in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht. Für Arbeitnehmer mit Wohnsitz in Deutschland sieht diese allerdings einige Besonderheiten vor. Sie haben die Wahl zwischen einer Absicherung in ihrem Arbeitsland, der deutschen gesetzlichen Krankenkasse oder einer privaten Krankenversicherung. Dabei müssen sie lediglich eine dreimonatige Wahlfrist einhalten, in der sie von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen können. Damit lassen sie sich von der Schweizer Pflichtversicherung befreien und können sich in Deutschland freiwillig gesetzlich oder privat absichern.

Die Schweizer Krankenversicherung

Die Schweizer Krankenversicherung ist die beliebteste und meist auch beste Variante für Grenzgänger. Sie wird auch von Daniel Seeger und seinem Team häufig empfohlen. Denn mit der Krankenversicherung nach KVG können sich Grenzgänger sowohl in der Schweiz wie auch in Deutschland behandeln lassen. Dabei fungiert eine deutsche Krankenversicherung als Aushilfskasse bei der Abrechnung der Leistungen. Daraus resultiert nicht nur der Vorteil, beide Gesundheitssysteme in Anspruch nehmen zu können. Auch ist der Beitrag für die Schweizer Krankenversicherung nicht einkommensabhängig und somit im Regelfall günstiger als eine Absicherung in Deutschland.

Die private oder freiwillige gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland

Grenzgänger können sich ebenso als freiwillig versichertes Mitglied in der deutschen GKV absichern. Gegenüber der Schweizer Krankenversicherung hat diese den Vorteil, dass es keinen obligatorischen Selbstbehalt gibt. Auch bietet die deutsche Krankenkasse die kostenlose Familienversicherung, wohingegen Angehörige im schweizerischen Modell nach dem Pro-Kopf-Prinzip gegen einen geringen Zusatzbeitrag versichert werden müssen.

Eine Absicherung als freiwilliges Mitglied bei einer Krankenkasse kann aufgrund des einkommensabhängigen Beitrags gerade für Geringverdiener vorteilhaft sein.

Auch Familien können von der beitragsfreien Familienversicherung profitieren. Gutverdiener hingegen müssen mit hohen Prämien rechnen und erhalten dafür lediglich die Grundversorgung des gesetzlichen Systems.

Als dritte Option zur Absicherung von Grenzgängern steht die private Krankenversicherung zur Verfügung. Die PKV lohnt sich insofern, dass die Kunden selbst über die Leistungen und die damit verbundene Prämie bestimmen können. Wie aber auch bei deutschen Arbeitnehmern, stehen der privaten Krankenabsicherung die Nachteile für Familien, der erschwerte Wechsel zurück in die GKV und die Gesundheitsprüfung gegenüber.

Sinnvolle Krankenzusatzversicherungen für Grenzgänger

Mit einer Krankenzusatzversicherung lassen sich die Leistungslücken der gesetzlichen beziehungsweise Schweizer Krankenversicherung schließen. Dabei sollten Versicherungsmakler in Grenzregionen ihren pendelnden Kunden grundsätzlich eine Zahnzusatzversicherung anbieten. Denn in der Schweiz besteht kein Leistungsanspruch für Zahnbehandlungen, Prophylaxe und Zahnersatz. Und auch die deutsche GKV bietet in diesem Bereich bekanntlich nur begrenzte Leistungen.

Außerdem ist eine Pflegezusatzversicherung für Grenzpendler ratsam. Denn die Schweiz sieht keine Pflegepflichtversicherung für Grenzgänger vor. Sie erhalten lediglich die Leistungen der deutschen Aushilfskasse.

Für Grenzgänger mit dem Wunsch nach einer besseren stationären Absicherung empfiehlt Daniel Seeger die Krankenhauszusatzversicherung MediClinic der Gothaer. Da der Tarif zunächst auf Altersrückstellungen verzichtet, profitieren gerade junge Kunden von einem günstigen Beitrag zum Einstieg.

Weitere relevante Absicherungen für Grenzgänger

Grenzpendler können mit jeder normalen deutschen Police abgesichert werden. So stellt es kein Problem dar, private Absicherung wie die Privathaftpflicht-, Hausrat-, Glas- und Wohngebäudeversicherung sowie Risiko- und Vorsorgeprodukte anzubieten.

  • Jede in der Schweiz berufstätige Person ist obligatorisch in der Unfallversicherung Die Kosten dafür werden vom Arbeitgeber getragen. Grenzgänger, die mehr als acht Stunden in der Woche im Alpenstaat arbeiten, sind zudem bei Nichtberufsunfällen abgesichert. Die Nichtberufsunfall-Versicherung (NBUV) leistet auch bei Freizeitunfällen. Dabei trägt der Arbeitnehmer die Kosten für die Absicherung selbst. Der Beitrag richtet sich nach der Berufsgruppe.
  • Eine weitere wichtige Absicherung ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Zwar bietet die Schweiz mit der AHV zumindest eine Invalidenrente bei Erwerbsunfähigkeit, allerdings sind die Leistungen vom Invaliditätsgrad abhängig und liegen deutlich unter dem bisherigen Einkommen. Bei der BU-Versicherung für einen Grenzpendler entsteht der Vorteil, dass eine hohe Rentenabsicherung möglich ist. Denn die BU-Rente lässt sich mit bis zu 90 Prozent des derzeitigen Lohnniveaus festlegen.
  • Im Bereich der Altersvorsorge kommen für Grenzpendler alle bekannten Produkte infrage. Mit Ausnahme der Riester Rente. Denn seit 2010 erhalten Grenzgänger keine Förderung mehr.
  • Bei einer Rechtsschutzversicherung ist darauf zu achten, dass diese den Baustein „Arbeitsrechtsschutz Schweiz“ beinhaltet. Ansonsten kann es zu Problemen bei der Kostenübernahme im Fall von Streitigkeiten am Arbeitsplatz kommen.

Generell gibt es bei der Absicherung von Grenzgängern mit Ausnahme von der Krankenversicherung kaum Unterschiede. Sie benötigen wie Arbeitnehmer in Deutschland alle relevanten Privat- und Risikoversicherungen. Auch rät Daniel Seeger von www.grenzgänger-spezialisten.de trotz des höheren Rentenniveaus zu einer zusätzlichen Altersvorsorge für deutsche Arbeitnehmer in der Schweiz.

Titelbild: © Gothaer

Daniel Seeger

Geschäftsführer der Zusatzversicherung Online GmbH
Betreiber der Webseite zahnversicherung-online.de –

Daniel Seeger ist seit Jahren Geschäftsführer der ZVO und dort für den Fachbereich Krankenzusatzversicherungen verantwortlich. Im Schwerpunkt ist er Experte für Zahnzusatzversicherungen und betreut mit seinem Team deutschlandweit über 30.000 Kunden dieser Versicherungssparte.

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