Schadenregulierung im Gewerbe: Das hört sich so einfach an. Kunden melden beschädigte oder gestohlene Gegenstände, Maschinen oder Werkzeug an ihre Versicherung. Und erwarten Ersatz. Doch wie beim Kfz gelten hier, je nach Vertrag, verschiedene Wertgrundlagen. Neuwert, Zeitwert, Wiederbeschaffungswert: Was steckt hinter den Begriffen?

Was ersetzt die Versicherung im Schadensfall und in welcher Höhe? Hier die wichtigsten Begriffe in der Übersicht:

Neuwert = Kosten für eine Neuanschaffung

Der Bildschirm eines Mitarbeiters ist zerbrochen. In einem unvorsichtigen Moment bleibt jemand daran hängen, reißt ihn um. Über die Gewerbeversicherung ist der Schaden abgedeckt. Es gilt der Neuwert. Das bedeutet, es ist nebensächlich, wie viel der Monitor ursprünglich einmal gekostet hat. Der Kunde erhält das, was er jetzt bei der Neuanschaffung für ein Gerät mit denselben Qualitätsmerkmalen und Eigenschaften zahlen müsste.

Zeitwert = Neuwert - Wertminderung aufgrund von Alter und Abnutzung

Anders ist es beim Zeitwert. Hier spielen die Abnutzung und das Alter des Gegenstands eine Rolle. Also der Wert, den der versicherte Gegenstand noch hat. Er wird vom Neuwert abgezogen. Den Zeitwert ersetzen häufig Haftpflichtversicherungen bei Schäden an Gegenständen Dritter. Denn hier zählt der Zustand des Geräts zum Schadenszeitpunkt.

Wiederbeschaffungswert = Kosten für gleichwertigen Gegenstand + eventuelle Beschaffungskosten

Welche Aufwendungen sind nötig, um einen gleichwertigen Gegenstand anzuschaffen? Der Dienstwagen wurde geklaut. Die Versicherung springt ein, zahlt jedoch nur den Wiederbeschaffungswert. Das heißt, je älter der Wagen ist, desto mehr Wert hat er bereits verloren. Diesen Wertverlust aufgrund von Alter und Zustand ermittelt der Versicherer und zahlt die Summe aus.

Der Wiederbeschaffungswert unterscheidet sich deshalb vom Zeitwert eines Fahrzeugs. Letzterer ist der Wert, der beim Verkauf des Wagens erzielt wird. Der Wiederbeschaffungswert steht für den Betrag, den man aufwenden müsste, um ein gleichartiges Fahrzeug zu kaufen und ist meist höher als der Zeitwert. Denn eventuelle Nebenkosten für den Händler oder Garantiekosten werden in der Rechnung berücksichtigt.

Ein weiteres mögliches Problem im Schadensfall: Die Unterversicherung. Im ersten Moment merken viele Gewerbetreibende nicht, dass sie unterversichert sind. Wie auch? Denn solange kein Schaden passiert, gibt es ja keine Probleme mit dem Tarif. Doch im Schadensfall müssen sie mit Abzügen rechnen. Das größte Problem: Unterversicherungen bei Sachverträgen wie Feuer oder Einbruch und zu niedrige Deckungssummen in der Haftpflicht. Das erklärt Gregor Kleinen, Leiter Produktmanagement, Chiefunderwriting Sachversicherung, im Interview.

Titelbild: © lassedesignen

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