The same procedure as every (four) year(s): Die Diskussion um die Zukunft der Krankenversicherung in Deutschland ist im Kontext der anstehenden Bundestagswahl erneut entflammt. SPD, Grüne und Linke wollen eine Bürgerversicherung einführen. Mit verschiedenen Ansätzen. Die Union und die FDP hingegen möchten das alte System behalten. Zeit für einen Überblick über die wichtigsten Positionen.

CDU/CSU: Gegen die Bürgerversicherung

Die Union ist überzeugt: Das derzeitige duale System bestehend aus der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung ist das beste für Deutschland. Denn nur der Wettbewerb zwischen den privaten und den gesetzlichen Krankenkassen garantiert Innovation und eine hohe Qualität in der Versorgung. Deshalb lehnt die Union die Einführung einer Einheitsversicherung grundsätzlich ab. Allerdings befürwortet die Union neue Regelungen zur Beitragsbemessung bei privaten Krankenversicherungen. Damit sollen große Beitragssprünge in Zukunft vermieden werden

SPD: Einheitlicher Versicherungsmarkt

Die SPD macht sich für die Einführung einer Bürgerversicherung stark. In diese würden alle derzeit gesetzlich Versicherten aufgenommen werden. Privat Versicherte hätten die Möglichkeit, sich binnen einen Jahres für oder gegen einen Wechsel zu entscheiden. Die private Versicherung bliebe somit bestehen. Trotzdem ist das erklärte Ziel der SPD die Schaffung eines einheitlichen Versicherungsmarktes in Deutschland. Auch Beamte sollen sich in der Bürgerversicherung versichern können. Zusatzbeiträge sollen komplett abgeschafft werden.

Bündnis 90/Die Grünen: Bürgerversicherung auch bei Privaten

Die Grünen sehen im dualen Krankenversicherungssystem Deutschlands keinen Innovationsmotor. Ganz im Gegenteil: Das duale System führe zu einer ungerechten Lastenteilung, eingeschränkter Wahlfreiheit und schaffe Fehlanreize in der Versorgung. Die Lösung: Eine Bürgerversicherung. Diese soll auch von privaten Versicherungsgesellschaften angeboten werden können. Private Zusatzversicherungen wären weiterhin möglich. Ärzte sollen bei privat und gesetzlich Versicherten in Zukunft keine unterschiedlichen Kosten mehr berechnen.

DIE LINKE: Nur die private Zusatzversicherung bleibt

Eine Versicherung für alle. Wirklich alle, ohne wenn und aber. Das fordert DIE LINKE. In diese Versicherung soll nicht nur mit Lohn und Gehalt eingezahlt werden, sondern mit allen Einkommensarten. So auch mit Kapitalerträgen. Für die privaten Krankenkassen bliebe in diesem Modell nur noch die Sparte der Zusatzversicherungen. Für die bisherigen Beschäftigten der privaten Versicherer will man einen „sozial verträglichen Übergang“ schaffen.

FDP: Wettbewerb und freie Wahl

Die FDP stellt die freie Wahl in den Mittelpunkt ihres Programms zur Krankenversicherung. Deshalb ist sie für die Beibehaltung des dualen Systems. Die privaten Krankenkassen sollen jeden Bürger mindestens im Basistarif versichern, wenn der es wünscht. Auch ein Wechsel zwischen der privaten und der gesetzlichen Krankenversicherung soll in Zukunft vereinfacht werden. Zusätzlich sollen versicherungsfremde Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen entweder auch für die privaten Versicherungen gelten, oder abgeschafft werden. Das betrifft unter anderem die kostenlose Mitversicherung von Familienangehörigen.

AfD: paritätische Finanzierung

Die AfD nimmt in ihrem Wahlprogramm zur Bundestagswahl keine direkte Stellung zur zukünftigen Ausgestaltungen der privaten Krankenversicherung in Deutschland. Sie spricht sich aber für eine paritätische Beitragsgestaltung der gesetzlichen Krankenversicherung aus.

Titelbild: (c)lassedesignen

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