Das deutsche Gesundheitssystem – hohe Qualitätsstandards mit hervorragendem Image im Ausland. Immer mehr gute Ärzte, ihre Anzahl stieg laut Statistischem Bundesamt von 379.000 berufstätigen Ärzten (2016) auf 385.000 (2017) an. Moderne Apparaturen und Eingriffe. Und trotzdem.

Viele Halbgötter in weiß verlassen sich immer noch auf eine Gefahrenquelle: Stift und Papier. Und die Ehrlichkeit und das Gedächtnis ihrer Patienten. In jedem Wartezimmer werden Formulare ausgefüllt, Vorerkrankungen, Allergien, Medikamentendosen und Behandlung wieder ins Gedächtnis gerufen. Ein Fehler und die Behandlung wirkt nicht heilend, sondern gefährlich. Digitale Helfer wie Apps, Gadgets und Datensätze machen und sollen auch in Zukunft den Arztbesuch noch sicherer machen. Einerseits.

Digitale Helfer: Krankheit oder Heilung?

Andererseits sind jene Informationen selbst ein Sicherheitsrisiko. Sollen Hacker neben privaten Passwörtern und Social-Media-Profilen auch noch die Möglichkeit haben, den Gesundheitszustand zu erfahren?

Es gibt kaum einen wichtigeren Bereich als den des Gesundheitswesens, in dem ein Balanceakt zwischen digitalen Fortschritt und Datenschutz gefunden werden muss. Dieser Meinung ist auch Josef Hecken, Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA). Er warnte eindringlich vor einer Euphorie angesichts der Digitalisierung in der Medizin.

“Ich sehe den Einsatz digitaler Medizinprodukte dann kritisch, wenn dies dazu führt, dass sie sich vom Arzt verselbstständigen und die Entscheidung des Arztes ersetzen”, sagte Hecken bei einer Diskussionsveranstaltung im Rahmen des Deutschen Diabetes-Kongresses in Berlin.

Insbesondere gelte dies für selbstlernende Algorithmen (“Künstliche Intelligenz”). Hintergrund: Die Transparenz nach der dahinterstehenden Systematik kann nicht hinreichend beantwortet werden. So geht beim Einsatz solcher Techniken die Haftung und Verantwortung vom Arzt auf den Technikanbieter über. Dies ist von der momentanen Gesetzeslage nicht gedeckt. Ein Symposium des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) am 25. Juni soll sich daher der Frage der Cybersicherheit widmen.

Fitness, Ernährung und Umweltbelastung

Die Stichworte E-Health und Gesundheitsapps nehmen Fahrt auf. Alleine 2016 gab es laut dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VfA) rund 1,3 Millionen (Google Play Amazon) und 1,2 Millionen (iTunes Store) downloadbare Health Apps.

Dabei nutzten die 18 bis 29-Jährigen laut Statista-Umfrage überwiegend:

  • Fitness-Tracker und Apps zur Aufzeichnung sportlicher Aktivitäten (40 Prozent)
  • Apps zur Warnung vor Umweltbelastung (32 Prozent)
  • Ernährungstracker und -berater (31 Prozent)

Die Kohorte der 30 bis 59-Jährigen:

  • Fitness-Tracker und Apps zur Aufzeichnung sportlicher Aktivitäten (23 Prozent)
  • Ernährungstracker und -berater (16 Prozent)
  • Apps für interaktive Fitness- und Trainingsübungen (15 Prozent)

Und die 60-Jährigen und älter:

  • Fitness-Tracker und Apps zur Aufzeichnung sportlicher Aktivitäten (neun Prozent)
  • Apps zur Messung und Verbesserung der körperlichen Gesundheit (acht Prozent)
  • Applikationen für einen leichteren Umgang mit Krankheiten (sechs Prozent)
  • Apps zur Warnung vor Umweltbelastung (sechs Prozent)
  • Ernährungstracker und -berater (sechs Prozent)

„Nehmen Sie das regelmäßig und bald wird es Ihnen besser gehen“

Doch egal, ob nun über digitale Helfer oder mit analogem Händeschütteln in der Praxis. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind eigentlich Pflicht. Und sollten wahrgenommen werden.

So stieg die Anzahl derer, die zu medizinischen Voruntersuchungen gehen laut dem Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) leicht, von 25,4 auf 26 Millionen Personen.

Einige medizinische Früherkennungsmaßnahmen werden von den gesetzlichen Krankenkassen jedoch nicht übernommen. Mit dem Vorsorgetarif Gothaer MediPrävent (als Basis oder Premium) lassen sich die Kosten für Vorsorge- und Präventionsmaßnahmen bedarfsgerecht erstatten.

Titelbild: © sdecoret / fotolia.com

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