In den Augen vieler sind E-Autos die Zukunft. Nicht umsonst steigen immer mehr traditionelle Autohersteller mit ein und bringen neben neuen Verbrennermodellen zunehmend Hybride oder vollständig elektrisch betriebene Wagen auf den Markt. Aber was gibt es beim Kauf eines E-Autos eigentlich zu beachten?

infografik e-auto aufladestation
Quelle: Statista

Auftanken!

Einer der Nachteile, mit denen sich die Hersteller von E-Autos immer wieder konfrontiert sehen, ist die Reichweite der neuen Modelle. Die von Elektroautos.net verglichenen Fahrzeuge kommen auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 290 Kilometer, wobei der Renault Twizy nach 100 Kilometern am schnellsten schlappmacht. Am längsten hält der Tesla Model S 100D durch – erst nach 613 Kilometern braucht er neuen Strom. Das könnte sich aber zuweilen als recht kompliziert herausstellen, schließlich sind sogenannte „E-Tankstellen“ noch lange nicht so weit verbreitet wie „normale“ Zapfsäulen. Der e-Tankstellenfinder hilft aus. Er listet nicht nur die verfügbaren elektrischen Zapfsäulen auf, sondern auch deren Zustand. So lässt sich auf einen Blick feststellen, ob die gewünschte Steckdose in der Nähe belegt, frei oder außer Betrieb ist.

Wo ist mein Parkplatz?

Der Parkplatz ist eine Besonderheit für E-Autos. Er fungiert nicht nur als Abstellplatz, sondern auch oftmals als Tankstelle. Dafür ist nur ein Stromanschluss erforderlich. Der aber ist teuer: Eine Wallbox (der Stromanschluss für das autospezifische Kabel) kostet für gewöhnlich 700 bis 1.000 Euro. Das dazugehörige Kabel ist nicht immer inbegriffen und kostet im Schnitt 300 Euro. Hat das Haus keine Wallbox, ist es laut newcarz auch möglich, eine normale Haushaltssteckdose oder einen Kraftstromanschluss zu benutzen. Für den Ladevorgang wird aber eine „In-Kabel-Kontrollbox“, eine ICCB, notwendig. Der Preis einer ICCB beginnt bei 600 Euro.

Achtung, Feuer

Die Nachteile einer ICCB: Erstens wächst die Gefahr eines Kabelbrands. Denn die erhöhte Ladezeit des Autos sorgt für eine starke Belastung des hauseigenen Stromnetzes. Wie lange genau ein E-Auto braucht, bis die Batterien wieder voll sind, hängt vom Modell, der Batteriekapazität und der Ladetechnik ab. Stichwort Batterie: Bei vielen Elektroautos ist es möglich, die Batterie zu kaufen oder sie nur zu mieten. Dabei muss erwägt werden, welche der beiden Optionen lohnt.

Grüne Städte

Je mehr E-Autos in einer Stadt gefahren werden, umso „grüner“ wird sie. In Zeiten des Klimawandels ein erstrebenswertes Ziel. So will nicht nur die Bundesregierung die Verbreitung von E-Autos mit einer Kaufprämie von 4.000 Euro ankurbeln. Für Hybridfahrzeuge gibt es 3.000 Euro. Auch manche Städte schaffen spezielle Anreize. In Braunschweig dürfen die Elektro-Wagen zum Beispiel täglich drei Stunden lang kostenlos auf normalerweise gebührenpflichtigen Parkplätzen stehen. Ähnliche Maßnahmen führen Hamburg, Stuttgart und Osnabrück durch. Zuletzt profitieren Besitzer von E-Autos von diversen Steuervorteilen. So muss ein Arbeitnehmer, der seinen Strom beim Arbeitgeber zapft, diesen Vorgang nicht versteuern.

Richtig versichert

Es wird deutlich, dass die Städte große Anstrengungen unternehmen, um die Verbreitung von E-Autos zu fördern. Ohne die richtige Versicherung darf das E-Auto jedoch nicht in den Straßenverkehr starten. Mit der Autoversicherung der Gothaer ist nicht nur das E-Auto versichert, sondern auch Zubehör wie das Ladekabel oder die ICCB. Dafür ist der „Top-Schutz“-Zusatzbaustein notwendig. Die Haftpflichtversicherung lässt sich mit einer Kasko- oder einer Vollkaskoversicherung ergänzen.

Titelbild: © lassedesignen / Fotolia.com

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