„Du sitzt lebenslänglich im Gefängnis. Deine einzige Chance ist auszubrechen… Aber die Wache ist einfach zu vorsichtig. Plötzlich gibt es einen Aufstand im anderen Zellenblock. Die Wache hat ihren Posten verlassen… Das ist deine Chance!“

Es ist ein eher klassisches Szenario, mit dem der Escape Room FOX IN A BOX in München hier wirbt. Für den „Gefängnisausbruch“ müssen die Teilnehmer in 60 Minuten mehrere Rätsel lösen. Im Team und ohne Hilfe von außen. Gelingt dies, sind sie frei. Gelingt es ihnen nicht, natürlich auch – nur das Spiel ist dann verloren. Und wer verliert schon gerne! Doch was genau verbirgt sich hinter dem Trend des Rätsellösens? Wo kommen Escape Rooms eigentlich her? Und wer haftet, wenn ein Unfall im „Gefängnis“ geschieht? Wir schauen uns den boomenden Trend genauer an.

„Es ist am Morgen vierfüßig, am Mittag zweifüßig, am Abend dreifüßig.“

Rätsel – schon im Altertum waren sie ein beliebtes Mittel, um Menschen zu unterhalten. So konnte bereits die Sphinx mit ihren Rätseln Heroen herausfordern. Und auch heute sind viele Menschen von Rätseln begeistert. Ist dann noch eine Geschichte mit dem Rätsellösen verbunden und die handelnden Personen müssen unter zeitlichem Druck aus einem Raum fliehen oder etwas finden, befinden wir uns mitten im Abenteuer. Es ist das klassische Adventure-Prinzip, das sich Escape Rooms hier zunutze machen.

Vom virtuellem Game zum Live-Spaß

Escape Games kommen ursprünglich aus der Gaming-Welt. Dort gab es zunächst mehrere Browserspiele wie MOTAS – Mystery Of Time And Space, bei denen sich virtuelle Spieler durch Rätsellösen aus einem Raum befreien mussten. Natürlich bevor der Gegner sie erwischte. Die Live Escape Rooms übernehmen dieses Prinzip. Ein Team an Spielern werden in einem Raum eingesperrt und müssen sich durch Rätsellösen befreien, etwas finden oder ein Geheimnis lüften – je nach Geschichte. Oder vielmehr je nach Room, wie die Escape Gamer sagen. So gibt es heute bei einem Anbieter meist mehrere Spielszenarien. Und die reichen von Sherlock-Holmes-Fällen und Harry-Potter-Räumen bis hin zu Horror-Befreiungen, wie im berühmten Kinofilm Saw.

Escape Room Boom in Deutschland

Die ersten Live Escape Rooms gab es 2010 in Japan. Mittlerweile ist der Trend auch nach Deutschland gekommen. Laut dem Fachverband der Live Escape & Adventure Games (LEAG) gab es 2019 rund 400 Betriebe, die sich gewerblich mit dem Rätsellösen beschäftigten. In diesen Escape Rooms wurden mehr als 1000 Spielszenarien angeboten. Rund 600.000 Vollzeitangestelle bedarf es, um die Spielenden zu unterhalten. Der Erfolg schlägt sich in rund 100 Millionen Euro Jahresumsatz wieder.

Ein Team, ein Rätsel

Der Grund für den Erfolg der Escape Rooms liegt dabei klar auf der Hand: Nur ein Team gewinnt. Denn während beim Online-Gaming das Rätsel alleine gelöst werden kann, muss hier im zusammengearbeitet werden. Und das in einem „realen“ Szenario. Das schweißt zusammen und stärkt den Team Spirit. Deshalb ist der Escape Room nicht nur für Freunde und Familien geeignet, sondern auch für Mitarbeiter im Teambuilding-Prozess.

Die Kehrseite der Medaille

Vor knapp einem Jahr kamen bei einem Feuer in einem Escape Room in Polen fünf Mädchen um. Eingesperrt in dem Rätselraum konnten sie den Flammen nicht mehr entkommen. Dieser Unfall hat auch hierzulande eine Debatte um die Sicherheit der Spielräume angestoßen. Auch, wenn in Deutschland die Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen wesentlich höher sind als im Ausland, sind Sach- und Personenschäden nicht auszuschließen.

Die Gothaer Gewerbe Protect schützt Betreiber nicht nur von Sachschäden, sondern auch vor Ansprüchen aus Unfällen im Escape Room. Ralf Dietrich, Vertriebskoordinator Komposit, erklärt: “Wir haben seit einiger Zeit für ‘Escape Rooms’ eine eigenständige Position in unsere Tarife aufgenommen und konnten schon circa 20 solcher Risiken zeichnen.” Die Schadenbilanz hält sich laut Aussagen Dietrichs aktuell in Grenzen: “Bislang sind wir von großen Schäden verschont geblieben. Aber natürlich haben wir von dem tragischen Fall Anfang 2019 in Polen gehört und dies in unsere Bewertung für derartige Risiken einfließen lassen.”

Titelbild: © Bruno Passigatti / stock.adobe.com

Vanessa Solleder

Münchner Kindl und stets gut gelaunter Sonnenschein der NewFinance-Redaktion. Als Social Media- und Online-Redakteurin schreibt sie über soziale Netzwerke und betreut Facebook, Insta & Co.

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