In Deutschland gibt es rund 38 Millionen Facebook Nutzer, von denen circa 45 Prozent täglich aktiv sind. Wie können Vermittler bei so vielen Nutzern jedoch die für sie passende Zielgruppe in Facebook erreichen? Michael Glorius, Online-Marketing-Experte der Versicherungsbranche, gibt diesen Monat wertvolle Tipps, wie Vermittler die für sie relevante Zielgruppe via Facebook Promotions erreichen.

Klare Zieldefinition: Wer ist eigentlich meine Zielgruppe?

Kennen Sie ihre Zielgruppe? Also so richtig? Laut Michael Glorius ist nämlich das Erreichen der Zielgruppe meist nicht das primäre Problem. Oftmals fehlt die genaue Vorstellung dafür, wie die Zielgruppe überhaupt aussieht. Deshalb ist die klare Zieldefinition der Grundstock für jedes weitere Vorgehen. Folgende Fragen sollte sich jeder Werbetreibende deshalb von Anfang an stellen: Wer möchte, braucht oder will mein Produkt oder meine Dienstleistung eigentlich kaufen? Die Segmentierung in Facebook erfolgt dann mit verschiedenen Kriterien. Je mehr Informationen und Einzelheiten zur Zielgruppe vorliegen, desto detaillierter die Ansprache. Zu wissen, wen der Anzeigetreibende ansprechen möchte, ist auch substanziell für alle Folgemaßnahmen. Die Zielgruppe beeinflusse beispielsweise auch die Text- und Bildgestaltung der Werbemaßnahme maßgeblich, so Glorius.

„Es ist wie im offline Bereich, passen Sie sich Ihrer Zielgruppe an. Natürlich sollten sich Vermittler klar und authentisch positionieren, immerhin wird nicht einfach ein Produkt bestellt, sondern es gibt eine Interaktion mit dem Kunden.“ – Michael Glorius

Zielgerichtete Suche: Targeting-Optionen für Werbetreibende

Facebook bietet insgesamt drei verschiedene Targeting-Optionen an: Core Audiences, Custom Audiences und Lookalike Audiences.

Die erste Kategorie beschreibt die demografischen Merkmale, zum Beispiel Alter, Geschlecht oder Wohnort. Mit Hilfe von Custom Audiences können Werbetreibende die Streuverluste weiter einschränken, in dem sie der Zielgruppe bestimmte Interessen zuweisen. Dabei verringert sich mit jedem hinzugefügten Interesse die Zahl der potenziell erreichten Nutzer. Michael Glorius liefert ein Beispiel:

„Ich gehe privat gerne laufen. Wenn also ein Laufveranstalter einen Lauf in Berlin bewerben möchte, schränkt er die Anzeige demografisch auf Berlin ein und fügt der Zielgruppe noch das Interesse „laufen“ hinzu. Mit recht hoher Wahrscheinlichkeit bekomme ich die Anzeige in meinem Feed angezeigt.“

Lookalike-Audiences sind wie Zwillingszielgruppen der eigenen Reichweite zu sehen. Damit sind Personen auf Facebook zu finden, welche beispielsweise den bisherigen Kunden sehr ähnlich sind und gleiche Merkmale aufweisen. Es handelt sich dabei um ein Instrument, welches die vorhandenen Reichweiten skaliert.

Übrigens: Wer mehr über seine eigenen Interessen bei Facebook wissen möchte, findet über folgenden Link sicherlich überraschende Ergebnisse: Facebook Interessen.

Eignung der Zielgruppen-Kategorien

Welche der drei Kategorien eignet sich nun am besten fürs Zielgruppen-Targeting? Wer seine Zielgruppe etwas besser kennenlernen, Neukunden gewinnen, oder seine Seite promoten möchte, sollte laut Glorius zur Kernzielgruppe (Core Audiences) Kategorie greifen. Denn hier lassen sich alle Demografie-Kategorien selbst bestimmen. Vorsicht: Ein Denkfehler oder eine falsche Zielgruppenrecherche können hier schnell zu hohen Streuverlusten führen.

Durch geschickte Auswertung der Kampagnen-Daten, die Werbetreibende aus der Kernzielgruppe erhalten, bekommen sie eine sehr hochwertige Custom Audience von Kunden, welche länger auf der Webseite waren, Kontakt aufgenommen oder sonstige Interaktionen durchgeführt haben.

„Tipp: Schauen Sie sich die Facebook Audience Insights einmal an. Hier kann man einzelne Merkmale der Zielgruppe festlegen und in die in den Audience Insights erstellte Zielgruppe direkt abspeichern.“

Wer wenig Nutzer auf seiner Webseite hat und noch am Anfang steht, für den ist die zweite Kategorie, die Custom Audiences, nicht geeignet. Denn Custom Audiences entstehen auf Basis einer Webseite mit Hilfe von Facebook Pixel, App Aktivitäten und Co.

Lookalike Audiences, die dritte Kategorie des Zielgruppen-Targeting, sind das perfekte Mittel für Wachstum. Dazu muss die bisherige Zielgruppe jedoch schon klar definiert bestehen. Hier gibt es die Möglichkeit, Lookalikes von einem bis zehn Prozent zu erstellen. Je kleiner die Zahl, desto identischer ist sie der Quell-Audience.

Wie Werbetreibende Facebook-Promotions richtig gestalten, damit sich die bestimmte Zielgruppe auch angesprochen fühlt, das berichtet Michael Glorius im Oktober hier im Maklerblog.

Über unseren Experten

Michael Glorius ist Online Marketing- und SEO-Spezialist für diverse Versicherungsmakler. Seit Anfang des Jahres 2020 ist er zudem Geschäftsführer der OMGlorius UG.

Titelbild: © Michael Glorius

Marina

Die gebürtige Allgäuerin ist mittlerweile nicht mehr nur in der Medien- und Kommunikationsbranche zu Hause, sondern fühlt sich auch in München wohl. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur in den Bergen oder beim Salsa auf dem Tanzparkett. Bei NewFinance dreht sich bei ihr dagegen alles um redaktionelle Inhalte im Onlinebereich.

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