Die Coronavirus-Pandemie hat die Zielgruppe der Freelancer hart getroffen. Eine neue Umfrage belegt, dass die Zielgruppe trotzdem frei bleiben will. Wir werfen einen genaueren Blick auf den Freelancer.

1,3 Millionen Freelancer

Wie die französische Malt Community SA berichtet, sind derzeit 1,3 Millionen Menschen in Deutschland als Freelancer tätig. Mit einem Zuwachs von 61 Prozent über die letzten 15 Jahre gilt die Zielgruppe als die am schnellsten wachsende überhaupt. Dem Freelancer-Kompass 2020 zufolge ist diese Gruppe besonders von der Corona-Krise und ihren Auswirkungen betroffen. Insgesamt befragte die freelancermap GmbH rund 1.900 Selbstständige aus ganz Deutschland. Die meisten von ihnen sind zwischen 50 und 59 Jahre alt (30 Prozent).

Ein wenig kleiner ist die Gruppe der 40-49-Jährigen (27 Prozent), gefolgt von den 30-39-Jährigen (25 Prozent). Der durchschnittliche Stundensatz für Freelancer beträgt 94,28 Euro. Hier kommt es mit auf den erreichten Abschluss oder das Alter an. Fast ein Viertel (24 Prozent) machte im Jahr 2019 einen Umsatz von weniger als 25.000 Euro. Jeder Fünfte (19 Prozent) verdienten zwischen 25.000 Euro und 50.000 Euro. Ein kleiner Teil der Freelancer (elf Prozent) hatte ein Jahreseinkommen von mehr als 125.000 Euro zu verzeichnen.

Die Selbstständigkeit lockt

Außerdem zeigt der Kompass die Gründe von Unternehmern auf, sich selbstständig zu machen. 75 Prozent der Befragten gaben Unabhängigkeit an und das Gefühl, der eigene Chef zu sein. 46 Prozent sahen bessere Verdienstmöglichkeiten in der Selbstständigkeit. Fast die Hälfte (44 Prozent) der Befragten suchten eine abwechslungsreichere Tätigkeit. Der größte Nachteil dagegen sei die Projektakquise – und gleichzeitig auch die größte Herausforderung. Das fanden 68 Prozent der Freelancer.

Corona schreckt den Freelancer nicht

Und wie wirkt sich die Coronavirus-Pandemie auf die Zielgruppe der Freelancer aus?  Das wollten der B2B-Marktplatz Malt und die Boston Consulting Group herausfinden. Am gravierendsten sind für die Zielgruppe die wegbleibenden Aufträge. Je nach Berufskategorie fiel dieser Einbruch unterschiedlich aus. 89 Prozent der Freelancer in Ton, Film und Design beklagten einen Auftragseinbruch. Bei Kommunikation und Marketing waren es 86 Prozent, bei IT und Data 75 Prozent.

Dennoch lässt sich die Zielgruppe nicht von der Krise unterkriegen. Und in einem Aspekt kommt der Lockdown ihnen sogar entgegen: Da Fernarbeit aktuell überall im Gespräch ist, sind Freelancer in der Lage, die digitale Transformation voranzutreiben. Denn die Veränderungen, die Unternehmen im Zuge der allgemeinen Homeoffice-Bemühungen durchmachen, sind für sie bereits gelebte Realität. Fast die Hälfte der befragten Freelancer (45 Prozent) hat schon vor Covid-19 remote gearbeitet.

Modell für die Zukunft

Malt sieht im zu Hause arbeitenden Selbstständigen einen Vorreiter für die Zukunft. „Viele Unternehmen erkennen bereits, dass sie die Fähigkeiten und Fertigkeiten von Freelancern heute mehr denn je benötigen“, sagt Vincent Huguet, CEO und Mitbegründer von Malt, in einer Pressemeldung.

Im Homeoffice absichern

Für Freelancer und alle anderen Fernarbeiter hat die Gothaer GewerbeProtect erst kürzlich ein umfangreiches Update erhalten (wir berichteten). So ist in der Berufs- und Betriebshaftpflichtversicherung nun auch die Arbeit im Homeoffice abgedeckt. Weiterhin sind zahlreiche neue Bausteine mit hinzugekommen. Jeder Kunde kann sich mittels der modularen Struktur der Police einen individuellen Versicherungsschutz zulegen.

Titelbild: ©grandfailure/ stock.adobe.com

Lars Nievelstein

Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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