Mittlerweile drängt die Generation Z auf den Arbeitsmarkt. Jung und kreativ – und ständig im Stress. Was gibt es über die Zielgruppe noch zu wissen? 

Die Zoomers kommen

Immer mehr Vertreter der „Generation Z“ steigen in den Arbeitsmarkt ein. Diese Beschreibung trifft gemeinhin auf zwischen 1995 (manchmal 1997) und 2010 Geborenen zu. Die genauen Start- und Endzeitpunkte sind noch nicht klar definiert. Fest steht, dass die „Zoomers“ die erste „Digital Native“-Zielgruppe sind und sich darum so viel im Internet bewegen wie keine Generation vor ihnen, mehr noch als die Millennials. Um herauszufinden, wie die Arbeitseinsteiger heutzutage ticken, eignet sich ein Blick in die Deloitte 2021 Millennial Survey. Obwohl sich die Studie einst auf Millennials konzentrierte, berücksichtigen die neueren Ausgaben auch die „Zoomers“, wie die Generation Z manchmal genannt wird. Den Studienautoren zufolge sind Millennials und „Zoomers“ vor allem Flexibilität und Anpassungsfähigkeit wichtig, wenn es um Erfolg im Berufsleben geht. Bei den Millennials sprachen sich 46 Prozent für diese beiden Erfolgsfaktoren aus, bei der Generation Z waren es 40 Prozent. 

Gleich darauf folgt Kreativität – mit 29 Prozent ist die Zielgruppe Generation Z an diesem Faktor interessierter als die Millennials (28 Prozent). Fast genauso wichtig finden beide Zielgruppen die Technologische Fertigkeit und Expertise im Job (jeweils zwischen 24 und 28 Prozent). Die Studie legt außerdem offen, dass die jungen Generationen außerordentlich loyal gegenüber ihrem Arbeitgeber sind. 

Neue Werte am Arbeitsmarkt

Die Beratungsgesellschaft CLEVIS Consulting GmbH hat die wichtigsten Werte der Generation Z untersucht und geht davon aus, dass „Zoomers“ den Arbeitsmarkt künftig stark prägen werden. Erst recht vor dem Hintergrund des zunehmenden Ausscheidens der damals geburtenstarken Baby-Boomer-Generation. Neben Gesundheit und Freiheit legt die Generation Z großen Wert auf Familie und Gerechtigkeit. Bei den Millennials sieht es ähnlich aus. Sie legen Wert auf Nachhaltigkeit im Job, haben aber in Sachen Finanzen eine „Das wird schon klappen“-Einstellung, die ihnen laut dem Arbeits-ABC früher oder später finanzielle Nachteile bereiten wird. Langfristige Finanzpläne, Privatrenten oder Berufsunfähigkeitsrenten sind ihnen zu großen Teilen noch fremd. Gleichzeitig aber legt die Deloitte-Studie offen, dass finanzielle Benefits den Millennials sehr wichtig sind, wenn es um die Suche nach einem Arbeitgeber geht. Darauf achteten 2018 knapp 69 Prozent der befragten Vertreter der Zielgruppe „Gen Y“.  

Darum sorgt sich die junge Generation

Eins vorweg: Millennials und „Zoomers“ sind Stressgenerationen. „Eine besorgniserregend Erkenntnis aus der letzten „Millennial Survey“ vor der Pandemie war, dass 48 Prozent der Generation Z und 44 Prozent der Millennials chronisch gestresst sind“, erklären die Studienautoren. 

In den vergangenen Jahren sind die Generationen Y und Z tendenziell pessimistischer geworden, was Politik und Wirtschaft angeht. Im Jahr 2021 gingen 43 Prozent aller Millennials davon aus, dass sich die wirtschaftliche Situation verschlechtern würde – vor drei Jahren waren es noch 24 Prozent. Bei den „Zoomers“ ist es kaum anders (27 Prozent auf 40 Prozent). Vier aus zehn Vertretern beider Generationen haben außerdem große Sorgen hinsichtlich der politisch-sozialen Situation in Deutschland.

Im Zuge der Coronavirus-Pandemie stieg bei den jungen Generationen deutlich das Bewusstsein für Gesundheits- und Altersvorsorge. Während sich 2020 noch knapp ein Viertel beider Zielgruppen wegen Gesundheit und Vorsorge sorgte, waren es 2021 bereits 28 Prozent. 

Eine Generation im Nachteil

Vor allem die Sorgen hinsichtlich ihrer Finanzen könnten mehr als berechtigt sein. Wie etwa der Business-Insider berichtet, sind Millennials gegenüber ihren Vorgängergenerationen finanziell benachteiligt. 70 Prozent der Zielgruppe leben von Gehalt zu Gehalt, das Anhäufen von Erspartem ist kaum möglich, das Gehalt nicht so gut wie das ihrer Eltern und Großeltern. Insgesamt haben jüngere Arbeitseinsteiger 17 Prozent weniger Geld zu erwarten wie ihre Vorgänger (wir berichteten). 

Die junge Zielgruppe ansprechen

BU-Experte Guido Lehberg (https://der-buprofi.de/) zufolge ist einer der Auslöser für den Dauerstress das Smartphone. Ständige Erreichbarkeit und Social Media sorgen für „FOMO“ (Fear of missing out, also die Angst, etwas zu verpassen) unter den jungen Kunden in spe. Allerdings ist das Smartphone gleichzeitig das Instrument, mit dem sich diese Zielgruppe am besten erreichen lässt. Ein zweischneidiges Schwert. „Die Auffindbarkeit im Netz ist extrem wichtig“, erklärt der Profi im persönlichen Gespräch. „Eine Homepage und im besten Falle eine Facebook-Seite helfen dem Makler, für seine jungen Kunden sichtbar zu werden.“

Zum Berufsstart sollten junge Kunden vor allem auf die folgenden Absicherungen achten: 

  • Krankenversicherung
  • Haftpflichtversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Hausratversicherung

Warum diese Absicherungen für die junge Zielgruppe so wichtig sind, haben wir auf unserem Blog zusammengefasst. 

Langes Leben, lange Beratung

Für Vermittler sind die Millennials und „Zoomers“ spannende Kundengruppen, die aufgrund ihres teilweise sehr jungen Alters noch über einen langen Zeitraum beraten und betreut werden können. Im Gespräch sind kritische Fragen und der Wunsch nach Fakten zu erwarten – diesen messen junge Kunden viel Bedeutung bei.

Titelbild: ©oneinchpunch /stock.adobe.com

Lars Nievelstein

Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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