Für die Beamten in Hamburg gibt es ab 2018 die Qual der Wahl. Und zwar im Bereich der Krankenversicherung. Der Senat will Beamten zukünftig die Möglichkeit geben, sich zwischen dem bisherigen Modell der Beihilfe und einem Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung zu entscheiden. Die staatliche Beihilfe für Staatsdiener beträgt momentan, je nach Bundesland und Familiensituation, zwischen 50 und 80 Prozent der Aufwendungen. Für die übrigen Kosten haben viele Beamte eine spezielle private Zusatzversicherung.

Viele Beamte bevorzugen PKV

Dass das für viele Beamte ein sinnvolles Modell ist, zeigen die Zahlen der privatversicherten Beamten im Vergleich zum Rest der Bevölkerung. Denn im Gegenteil zu den insgesamt sinkenden Zahlen an Privatversicherten nimmt der Anteil unter Beamten zu. Das liegt vor allem daran, dass Beamte, die sich gesetzlich versichern, keine Unterstützung ihres Dienstherren bekommen. Nicht einmal den Arbeitgeberanteil.

Die Gretchenfrage

Mit der neuen Regelung bietet Hamburg seinen Beamten die Option, den Arbeitgeberanteil vom Land zu bekommen. Das wären 50 Prozent der Kosten. Damit wären Beamte künftig nicht mehr gezwungen, eine private Krankenversicherung abzuschließen. Obwohl sie es weiterhin könnten. Die Frage, die sich für die Hamburger Beamten also stellt: Was lohnt sich am meisten?

Vorzüge aufgeben?

Die gesetzliche Krankenversicherung hat allerdings auch einen Vorteil: Familienmitglieder lassen sich kostenfrei mitversichern. Trotzdem ist und bleibt die Beihilfe voraussichtlich vor allem unter finanziellen Gesichtspunkten die attraktivere Lösung. Denn sie ist oftmals höher als der Arbeitgeberzuschuss. Auch in Anbetracht der Vorzüge einer privaten Krankenversicherung scheint es wenig lohnenswert zu den gesetzlichen Kassen zu wechseln. Denn auf kürzerer Wartezeiten oder schnellere Termine müssten Beamte dann verzichten.

Kritik vom Deutschen Beamtenbund

Deshalb bewertet auch der Deutsche Beamten Bund die geplante Regelung kritisch, besonders bei einem Wohnortswechsel: „Heikel würde es beispielsweise in solchen Fällen, in denen ein Hamburger Beamter, der sich für die GKV entschieden hat, aus privaten Gründen in ein anderes Bundesland wechselt, das dieses ohnehin fragwürdige Zuschuss-Modell nicht betreibt: Dann steht er im Regen und wie gehabt wieder alleine da mit seinem 100-prozentigen GKV-Beitrag,“ so Pressesprecherin Britta Ibald gegenüber Finanzen.de.

Titebild: (c)lassedesignen

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