Google Ads, das Sprungbrett für die große Bekanntheit und Reichweite. Aber wie starten Werbetreibende eine Kampagne, was sind die ersten Schritte? Wir sprechen mit dem Online-Marketing-Experte der Versicherungsbranche, Michael Glorius. Er liefert Tipps aus der Praxis und verrät, was hinter dem heiligen Gral des Google Ads Marketing steckt.

Redaktion: Nehmen wir an, ein Vermittler hatte noch wenig Berührungspunkte mit Google Ads Kampagnen, was sind die ersten Schritte für Neulinge?

Michael Glorius: Dazu braucht es natürlich erstmal ein Google Konto. Ist man auf der Benutzeroberfläche angelangt, schlägt Google direkt die Erstellung einer Kampagne vor. Das dürfen Neulinge dann auch gern erstmal versuchen. Kampagnenart wählen, Keywords aufschreiben. Wichtig ist dabei nur, dass man nicht die smarte Kampagne von Google verwendet. Denn bei diesen verlangt Google eine reine Keywordangabe. Im Nachgang können Werbetreibende aber kaum was nachvollziehen oder steuern.

„Das ist das klassische Geldverbrennen, auf das alle schimpfen.“

Eine weitere Option ist die Kampagnenerstellung nach Suchkampagne. Hier sollten Vermittler den Haken für das Displaynetzwerk auch gleich abwählen. Der nächste Schritt ist dann die Auswahl der Keywords.

Redaktion: Auf was kommt es bei Anzeigen besonders an?

Michael Glorius: Bei den Anzeigen kommt es vor allem auf die Überschrift an. Da haben Werbetreibende für die Überschrift 15 Mal 30 Zeichen frei, um die perfekte Überschrift zu finden. Drei von diesen Überschriften werden immer angezeigt.

„Das ist der Teil, mit dem man am meisten Zeit verbringt, weil man bei Google da sehr limitiert ist.“

Vermittler, die bereits mit Facebook Werbung Kontakt hatten, sind es gewohnt einen Roman veröffentlichen zu können. Das ist bei Google nicht der Fall.
Neben der Überschrift haben Werbetreibende noch die Möglichkeit zwei Mal 90 Zeichen Beschreibungstext hinzuzufügen. In diesen 90 Zeichen sollten sie so präzise wie möglich sein und die benutzten Hauptkeywords nochmal ausreichend verwenden.
Dann kann der Werbetreibende die erste Kampagne bzw. Anzeigegruppe auch schon veröffentlichen.

Redaktion: Auf was ist bei der Erstellung der Google Ads besonders zu achten?

Michael Glorius: Wie eingangs bereits erwähnt ist es wichtig, keine Google-kontrollieren smarten Kampagnen zu starten. Keywords, Anzeigentexte und Anzeigengruppe, wenn möglich, so gut es geht selbst erstellen.
Außerdem ist es auch relevant das Displaynetzwerk auszuschließen. Das ist deshalb wichtig, weil Google von Haus aus das Displaynetzwerk aktiviert hat (siehe Abbildung 1).

 

Google Ads
Abb. 1: Displaynetzwerk deaktivieren (© Michael Glorius)

Google suggeriert dem Werbetreibenden dadurch deutlich mehr Impressionen. Das sind allerdings Impressionen, die Google auf Werbeportalen oder Werbeseiten platziert. Die Impressionen, die da erzielt werden, sind viel höher als die Impressionen, die Werbetreibende über das Suchvolumen erhalten.
Es kann allerdings auch effektiv sein, jedoch nur dann, wenn der Werbetreibende die Suchkampagne von der Displaykampagne trennt.

Redaktion: Was sind nötige Vorbereitungen, was nötige Nachbereitungen die Werbetreibende vorkehren sollten?

Michael Glorius: Keyword-Recherche! Alles, was mit der Recherche zu tun hat, ist substanziell, besonders bei Vermittlern. Ich merke das häufig bei den Gesprächen mit Vermittlern und neuen Kunden. Am besten notiert man sich welche Fragen der Kunde hat und wie er mit einem spricht. Das ermöglicht eine gute Keyword-Recherche mit wenig Streuverlusten.

Da empfehle ich den Keyword-Planner von Google, der auch bei Keywordsuche unterstützend mitwirkt. Ansonsten auch die gute alte Excel Tabelle und Wörter immer wieder notieren: https://ads.google.com/intl/de_de/home/tools/keyword-planner/

Redaktion: Was hat sich in den vergangenen Jahren bei Google Ads verändert?

Michael Glorius: Seit gut zwei Jahren gibt es bei Google die Möglichkeit der responsiven Suchanzeigen. Davor kamen die erweiterten Textanzeigen hinzu. Letztere sollte auch jeder besitzen, welcher Anzeigen schaltet. Die responsiven Suchanzeigen sind das, was ich anfangs beschrieben habe. Bei denen Google intelligent entscheidet, was der Nutzer sehen möchte. Die Zusammenstellung der Headlines übernimmt Google.

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Redaktion: Wenn ein kleineres Unternehmen oder ein Einzelunternehmer nur wenig Budget für Online-Marketing hat – wo, würdest Du empfehlen, sollte er es ansetzen?

Michael Glorius: Das kommt immer darauf an, was das Unternehmen bespielen möchte. Bei einem schmalen Budget hat Google ein auch etwas neueres Tool: die lokalen Google Ads. Da können Werbetreibende lokale Suchanzeigen gestalten und Kunden generieren, beispielsweise auch über Google Maps. Das ist gerade für einen mittelständischen Makler besonders interessant, welche mit Hilfe der lokalen Google Ads mit wenig Budget viel erreichen können. Mehr zu den lokalen Google Ads verrate ich in einer anderen Ausgabe.
Grundsätzlich sollten Werbetreibende die Philosophie „Ich nehme Geld und stecke es ins Online Marketing und den Gewinn, der dabei herauskommt, stecke ich wieder ins Online Marketing“ verfolgen.
Der Werbetreibende sollte sich vorerst auch auf einen Bereich festlegen. Es ist anfangs egal, ob er das Geld in SEO, Social Media oder Google Ads investiert.

Redaktion: Welchen Geheimtipp kannst Du Vermittlern bezüglich der Google Ads mitgeben?

Michael Glorius: Negative Keywords.

„Das ist für mich der heilige Gral des Google Ads Marketing.“

Denn Werbende können ihre Keywords auf verschiedene Art und Weise ausspielen. Es gibt die Möglichkeit die weitestgehend passend zu machen, sie als Wortgruppe zu definieren oder sie genau anzupassen.
Um eine perfekte Keywordliste zu erstellen, macht es besonders anfangs Sinn, weitestgehend passende Keywords einzufügen und dann zu schauen, wonach die Nutzer suchen. Daraufhin können Werbetreibende eine Liste mit negativen Keywords bilden. Immer dann wenn der Suchende dieses dann eingibt, erscheint meine Werbung nicht mehr in der Trefferliste. So können Werbetreibende von vornherein gewisse Suchanfragen ausschließen.

Warum Google Ads für Vermittler überhaupt notwendig sind, berichtet der Experte in der Dezember-Ausgabe.

Über unseren Experten

Michael Glorius ist Online Marketing- und SEO-Spezialist für diverse Versicherungsmakler. Seit Anfang des Jahres 2020 ist er zudem Geschäftsführer der OMGlorius GmbH.

Titelbild: © Michael Glorius

Marina Hindelang

Die gebürtige Allgäuerin ist mittlerweile nicht mehr nur in der Medien- und Kommunikationsbranche zu Hause, sondern fühlt sich auch in München wohl. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur in den Bergen oder beim Salsa auf dem Tanzparkett. Bei NewFinance dreht sich bei ihr dagegen alles um redaktionelle Inhalte im Onlinebereich.

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