Im Westen Deutschlands brachte das Tief Bernd am 14. Juli über Nacht nicht nur Wassermassen, sondern auch Leid mit sich. Ganze Dörfer wurden überspült, Menschen ertranken in den eigenen Häusern, zahlreiche Angehörige suchten über Tage nach Vermissten. Inmitten dieser Schicksale: unzählige Sachschäden. Die Gothaer, selbst im Krisengebiet Nordrhein-Westfalen ansässig, reagierte schnell. Neben der Einrichtung eines Hilfsfonds für Betroffene sowie einer erleichterten Schadensmeldung, zog die Gothaer alle Schadenregulierer aus ganz Deutschland im Krisengebiet zusammen, um möglichst schnell vor Ort zu unterstützen. Einer davon: Klaus Schröder. Er berichtet, wie er die Krise aber auch die Kraft der Gemeinschaft vor Ort erlebt.

Gothaer reagiert durch schnelle Hilfe

Das Unwetter Bernd brachte laut wetter.de beinahe bis zu 250 Liter Regen pro Quadratmeter. „Die Schäden sind so hoch, das kann keine Kommune allein stemmen”, sagt Sacha Reichelt, Bürgermeister von Euskirchen gegenüber der Tagesschau. Als eine von vielen ist die Stadt in Nordrhein-Westfalen schwer von den Unwettern und deren Auswirkungen betroffen. Fußgängerzonen sind noch Wochen nach der Flut von Schutt gesäumt, Anwohner und Helfer nach wie vor mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Nicht zuletzt die Panzer der Bundeswehr erinnern an ein Kriegsgebiet.

Das äußerte sich auch in den Schadensmeldungen der Versicherten. Über 6.400 Schäden mit einem geschätzten Volumen von 225 Millionen Euro wurden der Gothaer bisher aus den betroffenen Gebieten gemeldet. Tendenz weiter steigend.

Ganz im Sinne der Kraft der Gemeinschaft reagierte die Gothaer mit einem Hilfsfonds von über 500.000 Euro. Der Fonds soll soziale Härten abfedern und einen nachhaltigen Wiederaufbau unterstützen.

„Unsere Rolle als großer Versicherer in der Region geht über die Verantwortung für unsere Kundinnen und Kunden hinaus“, sagt Oliver Schoeller, Vorstandsvorsitzender des Gothaer Konzerns, dazu.

Doch selbstverständlich war die Gothaer auch in ihrer Rolle als Versicherer gefragt. Um schnell und effizient zu helfen, führte die Gothaer daher eine Vielzahl von Maßnahmen zur schnellen Hilfe ein.

Für Makler wurde das Meldeverfahren vereinfacht, indem diese Schadenmeldungen unbürokratisch übermitteln konnten. Zudem war und ist das Schaden-Service-Center rund um die Uhr erreichbar. Die Schadenregulierer wurden mit umfassenden Regulierungsvollmachten und der Möglichkeit, gegebenenfalls Vorschusszahlungen zu leisten, ausgestattet.

Ein Helfer in der Not: Schadenregulierer Klaus Schröder

Einer dieser Schadenregulierer ist Klaus Schröder. Am 23. Juli gerade aus dem Urlaub zurückgekehrt, findet er sich – anstatt üblicherweise im Münsterland – bereits einen Tag später an einem den „Hotspots“ wieder. Ursprünglich selbst Handwerker, arbeitet er seit mittlerweile sechs Jahren als Schadenregulierer bei der Gothaer. Solche Ausmaße an Zerstörung hat er in seiner Zeit dort allerdings noch nie erlebt.

Allein in der ersten Woche vor Ort absolvierte Klaus Schröder 24 Besuche in den Dörfern rund um Bad Münstereifel. Im selben Tempo geht es seitdem weiter. Das Verständnis seiner Kunden im Münsterland, deren Regulierung etwas warten muss, ist groß. Ein Bauer hatte ihm vor seiner Abreise zu den Besichtigungen in der Eifel sogar ein Bautrocknungsgerät für die Menschen im Krisengebiet mitgegeben.

Zerstörung trifft auf Hoffnung

Und auch vor Ort erlebt der Schadenregulierer große Solidarität unter den Menschen. Der große Zusammenhalt sei spürbar. So treffen sich Anwohner und Helfende zur Mittagszeit an zentralen Plätzen. Darunter auch Fremde, die extra zur Unterstützung bei den Aufräumarbeiten angereist kommen.

„Die Menschen vor Ort tragen ihr Schicksal mit großer Fassung“, so Schröder, „Sie sind aber dankbar für jede Hilfe“. Das Gemeinschaftsgefühl und der Zusammenhalt verschaffen zumindest etwas Linderung.

In den betroffenen Orten und der Umgebung herrscht Verwüstung. Selbst Felder seien so sehr mit Schutt bedeckt, dass es unmöglich sei, sie abzuernten. Notstromaggregate laufen, es riecht nach Müll und Diesel. Ein Problem, das auch langfristige Folgen haben kann. Die Kontamination durch Öl und Chemikalien im Wasser ist bislang noch unklar.

Klaus J. Schröder
Links im Bild Klaus Schröder, rechts Jan Kirchbauer, Sohn einer Gothaer Mitarbeiterin. Mit seinem – von der Gothaer gesponserten – Foodtruck fuhr er am Sonntag nach Iversheim, um die Menschen vor Ort mit warmem Essen zu versorgen. Auch hier hat es sich Klaus Schröder nicht nehmen lassen zu unterstützen.

Nicht nur ein emotionaler Prozess für Kunden und Versicherer

Um Schaulustige abzuhalten, sperrt die Polizei die betroffenen Gebiete entsprechend ab. Das erschwere es laut Klaus Schröder allerdings, zu den Menschen zu kommen. Auch könne man nicht einfach bei den Kunden klingeln, da diese meist keinen Strom haben oder die Häuser aufgrund der Zerstörungen nicht bewohnbar sind. Wenn er dann zum fest vereinbarten Termin vor Ort eintrifft, seien dann das persönliche Gespräch, Empathie und Zeit zum Zuhören besonders wichtig. Danach zeigen im die Betroffenen, wo das Wasser herkam und eingedrungen ist und sich ausgebreitet hat. Das  sei, so Schröder, immer wieder beklemmend.

Bei den Begutachtungen kommt erschwerend hinzu, dass viele Gebäude noch immer nicht betreten werden können. Zudem sind beinahe alle Keller voller Schlamm, die Heizungen zerstört. Es verwundert kaum, dass die betroffenen Menschen noch immer unter Schock stehen. Spezialfirmen, sogenannte Wasserschadensanierer, prüfen, wie die Keller ausgebaut sind und welche Möglichkeiten der Trocknung es gibt. Nur logisch, dass eben jene Firmen aktuell überlastet sind und lange Wartezeiten herrschen. Als Soforthilfe bleibt daher erstmal nur, Türen und Fenster zum Trocknen zu öffnen. Während das in manchen Häusern schon hilft und „lediglich“ Böden getauscht werden müssen, bleibt anderen nur der Abriss des Eigenheims.

Als fester Ansprechpartner für die Regulierung und alle weiteren Maßnahmen erklärt Schröder den Kundinnen und Kunden dann das weitere Vorgehen. Im Vorfeld ist bereits der Versicherungsschutz der Betroffenen analysiert worden. Im Gespräch legt der Regulierer dann ausführlich dar, was versichert ist und wie hoch die Selbstbeteiligung ist. Auf Basis der Begutachtung vor Ort macht er eine erste grobe Schätzung der Schadenhöhe und stößt die Zahlung einer Soforthilfe an. Bislang zahlte die Gothaer auf dieser Grundlage bereits rund 20 Millionen Euro an Kundinnen und Kunden aus.

KMU ebenfalls stark betroffen

Neben Privathaushalten sind auch die KMU in der Region stark betroffen. Handwerker verloren ihre Fahrzeuge und Werkzeuge. Büros sind zerstört, ebenso wie Dokumente und Unterlagen. Die Begutachtung nimmt je nach Schadenumfang mindestens eine Stunde in Anspruch. Für Schröder ist das Zeit, die er sich gerne nimmt. Damit die Betroffenen ihr Geld schnell ausbezahlt bekommen, erledigt er die administrativen Dinge noch am selben Abend.

Laut Klaus Schröder lässt die schnelle Hilfe durch die Gothaer die Kunden Hoffnung in dieser schweren Zeit schöpfen. Neben den materiellen Sorgen seien sie aber vor allem froh, überlebt zu haben. Es sei wirklich beeindruckend, dass sie trotz aller Verluste mit Zuversicht in die Zukunft schauten, sagt der Schadenregulierer.

Titelbild: © Klaus Schröder/Gothaer

Stephanie Gasteiger

Mitglied der NewFinance-Redaktion mit beruflichem Hintergrund in der PR und Wurzeln am Chiemseeufer. Ist ganz nach Friedrich Nietzsche davon überzeugt, dass die Glücklichen neugierig sind. Und ebenso umgekehrt.

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