Nachhaltiges Wirtschaften und Handeln ist der Trend unserer Zeit und kommt dabei in vielen Dimensionen. Wie kann man als Versicherungsunternehmen eigentlich nachhaltig sein? Die Gothaer setzt sich ein klares Ziel und möchte bis 2025 ihre CO₂-Emissionen um ein Drittel reduzieren. Wie der Weg dorthin aussieht? Mit diesen zehn Tipps wird für Versicherer die Mission “Green Office” ein Erfolg.

Möglichkeiten gibt es viele, im Alltag umweltbewusster zu leben. Am Arbeitsplatz hingegen stoßen Mitarbeiter angesichts vorgegebener Strukturen an ihre Grenzen. Mit diesen zehn Tipps können Arbeitgeber ihren Arbeitsplatz der Zukunft gestalten.

Tipp #1: Weniger Papier nützen

Am einfachsten lässt sich dieses Ziel umsetzen, indem die Mitarbeiter mit Laptops arbeiten und damit im Meeting erscheinen. So können Präsentationen groß am Bildschirm gezeigt werden, ohne dass Präsentationen ausgedruckt werden müssen. Es reicht, diese per Mail zu versenden. Zusätzlich wird ein Mitarbeiter bestimmt, der alles Wichtige für das Team notiert. Ist ein Ausdruck unvermeidlich, sollte dafür Altpapier genutzt werden beziehungsweise recyceltes Paper zu verwenden. Labels wie „Blauer Engel“ oder „FSC“ zählen dazu. Das Gleiche gilt für Notizbücher. Diese gibt es auch als wiederbeschreibbare elektronische Version, womit Notizen hochgeladen werden können und kein Papier mehr zum Einsatz kommt.

Tipp #2: Mailings reduzieren und spitzere Zielgruppe auswählen

Grundsätzlich sollten die Empfänger von postalischen wie auch elektronischen Mailings und Werbemitteln gezielt ausgewählt werden. Allzu oft landet die Post sonst nur im Müll, was weder der Umwelt noch den Finanzen guttut. Bevor die Post auf ihren Weg geschickt wird, sollte zunächst die Frage geklärt sein: Was ist das Ziel der Aktion? Wer spricht darauf am besten an und welche Werbemittel eignen sich am besten? Gibt es auch ressourcenschonendere Wege? Als kleine Rechnung vorab: Pro E-Mail werden rund 4 Gramm CO₂ ausgestoßen. Je mehr Bilder und Anhänge mitgesendet werden, desto höher ist auch der Verbrauch. Und ist dennoch eine postalische Nachricht notwendig, gibt es „grüne“ Alternativen, also Anbieter, die auf ihren Transporten CO₂ einsparen möchten. Für die interne Kommunikation gilt: Themen sollten lieber persönlich, als über E-Mail zu klären sein. Im Notfall ist das Telefon eine schonende Alternative.

Tipp #3: Nachhaltige Geschäftsreisen

Nach rund anderthalb Jahren Pandemie ist diese Form der Kommunikation nicht mehr wegzudenken und für einige Mitarbeiter sicherlich schon Alltag geworden: Die Korrespondenz per Videokonferenz. Auch wenn es die Menschen nach Monaten der Entbehrungen in die Ferne zieht: Sind Geschäftsreisen grundsätzlich auch per Videokonferenz möglich, ist das immer die umweltschonendere Alternative als die Reise mit Auto, Zug oder gar Flugzeug anzutreten. Der Co2-Ausstoß der Technik ist geringer als der einer Reise. Zudem sparen sich Mitarbeiter die Reisezeit.

Tipp #4: Klimafreundliche Prozessoptimierung

Die Wertschöpfungskette und Prozesse sollten Unternehmen regelmäßig kritisch hinterfragen. Gibt es noch Stellschrauben, an denen zu drehen es möglich ist? Der Blick darauf sollte auf drei Ebenen stattfinden. Zum einen ökologisch, ökonomisch und nicht zuletzt sozial. Beispielsweise ist die Anschaffung einer neuen Produktionsmaschine zunächst teurer, auf lange Sicht aber spart sie Geld, Ressourcen und die Umwelt. Ein weiterer Schritt in diese Richtung ist die Geldanlage bei nachhaltigen Instituten. Fehlt den Vorgesetzten der Anstoß oder die zündende Idee, helfen auch Ideenplattformen, die gemeinsam mit den Mitarbeiter befüllt werden. Das kann ein Google Doc sein, ein klassisch analoges Schwarzes Brett, ein Projektmanagementtool oder eine Intranet-Seite.

Tipp #5: Umweltfreundliche Mitarbeiter-Benefits

Gemüsekisten fürs Büro? Frisches Obst aus der Region – darüber freuen sich sowohl die Mitarbeiter als auch die regionalen Bauern. Auf diese Weise kauft nicht jeder eine Plastikschale Salat aus dem Supermarkt, weil das gesunde Essen schon zur Verfügung gestellt wird. Vitamine fördern nicht zuletzt die Gesundheit der Mitarbeiter. Abrundend helfen Glas- oder Edelstahlflaschen dabei, den Plastikmüll einzudämmen. Oder – für kleinere Unternehmen interessant – einen gemeinsamen Kochtag im Büro einführen.

Tipp #6: Mit klimafreundlichen Fortbewegungsmitteln zur Arbeit

Alternativen zum Auto gibt es bekanntlich viele: Öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad oder Fahrgemeinschaften. Der Arbeitgeber kann seine Mitarbeiter zusätzlich unterstützen, indem er die Möglichkeit des Jobrads bietet oder das Monatsticket für den ÖPNV mitfinanziert. Zusätzlich ersparen Homeoffice-Tage den Weg zur Arbeit und somit auch das Pendeln und fördern entspanntes und flexibleres Arbeiten. Es gibt sogar Unternehmen, die bieten denjenigen mehr Urlaubstage an, die mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren.

Tipp #7: Die ideale Raumtemperatur

Bei welcher Raumtemperatur sich Kollegen wohlfühlen, liegt oft in einem Kompromiss. Zwischen 20 und 22 Grad wird als ideale Temperatur bezeichnet. Schon ein Grad weniger kann bis zu sechs Prozent Energiekosten einsparen. Und im Winter spielt das richtige Lüften eine entscheidende Rolle: fünf bis zehn Minuten Stoßlüften und auf keinen Fall das Fenster auf Kipp lassen und durchheizen.

Tipp #8: Mülltrennung und nachhaltige Büromaterialien

Auch bei den Büromaterialien ist nachhaltiges Handeln möglich. Seife, Spülmittel, Stifte und vieles andere nachfüllbar und in größeren Mengen bestellen. Im besten Fall bestehen diese aus recycelten Materialien. Und auch PCs und Laptops sowie Küchenmaschinen sollten energieeffizient sein.

Tipp #9: Bürogarten oder Pflanzen

Blumen filtern die Luft, sorgen für ein angenehmes Raumklima, reduzieren den Lärmpegel und bringen ein wenig Farbe ins Büro. Mit diesem Tipp fördern Unternehmen die Konzentration im Büro. Eine Win-Win-Situation. Gibt es zusätzlich ungenutzte Grünflächen, bieten sie sich an, darauf einen Garten oder zumindest Außenbereich anzulegen. Nicht nur für die Mitarbeiter, sondern auch für Insekten eine willkommene Oase. Die entsprechenden Samen für Bienenwiesen sind leicht erhältlich. Und: Wenn der Garten beziehungsweise der Blumenkasten auf dem Fenstersims genug abwerfen, haben Mitarbeiter frischen Salat oder Kräuter zur Hand.

Tipp #10: 5R

Die „5-R“ stehen für Refuse (Ablehnen), Reduce (Reduzieren), Reuse (Wiederverwenden), Recycle (Recyclen) und Rot (Kompostieren). Mithilfe dieser Stichworte können Unternehmen vor einer Anschaffung abwägen, ob diese notwendig ist, es Alternativen gibt oder ob eine umweltfreundliche Variante verfügbar ist.

Wer diese zehn Ratschläge beherzigt, ist der Klimaneutralität einen kleinen Schritt näher gekommen. Dem Ziel der Gothaer, bis 2025 den CO2-Ausstoß um ein Drittel zu reduzieren, hilft es auf jeden Fall.

Titelbild: © vasyl/stock.abobe.com

Brigitte Mellert

Ihr Journalismus-Studium und ihre Redakteursausbildung zogen sie vor Jahren aus München weg nach Schwaben. Nun, zurück in der neuen alten Heimat, durchforstet sie als Online-Redakteurin die Finanzwelt nach spannenden Geschichten. Dort fündig geworden, verbringt sie ihre Freizeit am liebsten in der Natur auf dem Rad oder beim Wandern in den Bergen.

Alle Beiträge anzeigen

Was Sie hier erwartet

Zu den Besten gehören Sie nicht ohne Grund. In unserer schnelllebigen und dynamischen Zeit entscheidet ein guter Informationsvorsprung über den nachhaltigen Erfolg in der Beratung.

Unser Maklerblog informiert aktuell und verlässlich über alle Themen, die Sie als unser Partner wissen müssen. Wir wünschen viel Freude und Erfolg!

GothaerPersönlich

Der Podcast, der die Macher der Branche ins Zentrum des Dialogs rückt und die Interviewpartner aus ungewöhnlichen Perspektiven beleuchtet.

Mehr Hören …

JungmaklerAward 2021

Gothaer MaklerTV

Gothaer MaklerTV interviewt regelmäßig Experten der Branche. Im Video-Interview äußern sie sich zu aktuellen sowie zukünftigen Trends und Themen der Versicherungsindustrie.

Mehr sehen …

Gothaer Berufsunfähigkeit

Ich werde meine Kunden nicht für eine Lücke büßen lassen.

Mit den Berufsunfähigkeitsversicherungen der Gothaer bieten Sie Ihren Kunden Top-Schutz zum Top-Preis.

Mehr erfahren

Gothaer GewerbeProtect

Meine Kunden sollen sich voll auf ihr Geschäft konzentrieren können.

Ihre Kunden erhalten mit der Gothaer GewerbeProtect eine zuverlässige Säule für ihren betrieblichen Alltag. Mit ihrem modularen Aufbau kann sie jedem Kunden einen individuellen Schutz bieten.

Mehr erfahren

Berater Spezial: Gewerbeversicherung

Gewerbeversicherung

„Wir setzen in den kommenden Monaten alles daran, unsere Vertriebspartner mit den innovativen neuen Prozessen unserer Lösung vertraut zu machen und sie zu begeistern, gemeinsam mit uns in diese neue Welt des Gewerbegeschäftes zu gehen.

Finden Sie weitere interessante Details zu Zielgruppen, Cyber-Risiken und den Produkten und Lösungen der Gothaer in unserem Berater Spezial: Gewerbeversicherung.“

Ulrich Neumann
Leiter Partnervertriebe

Immer up to date mit dem GoNewsletter

Alle drei Wochen informieren wir Sie im GoNewsletter über aktuelle Themen rund um Versicherungen, Altersvorsorge, Geldanlage, Gesundheit und Vermittlerrecht. Und das alles natürlich kostenlos.

Zur Anmeldung

Regionale Sache: Ansprechpartner für Ihre Region!

Sie suchen Kontaktinformationen zu Ihrem regionalen Ansprechpartner?

Nutzen Sie einfach unsere Vertriebsregions-Karte

Kontakt

Gothaer Allgemeine
Versicherung AG
Arnoldiplatz 1
50969 Köln
Tel. 0221 308-00
Fax 0221 308-103
E-Mail info@gothaer.de

Gothaer Makler-Portal

Sie wollen die Gothaer als Geschäftspartner wählen? Oder arbeiten bereits mit uns zusammen? Hier finden Sie alle Informationen rund um unsere Angebote. Und Services, die Ihnen die Arbeit erleichtern.

Zum Makler-Portal

Offizieller Förderer der Deutschen Makler Akademie

Zukunft für Finanzberatung

„So räumen Makler falsche Vorstellungen zur bKV aus dem Weg“

Gothaer Yoga group classes inside the gym
© Foto erstellt von senivpetro – de.freepik.com

Die Beliebtheit der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) steigt – dennoch halten sich hartnäckig einige Irrtümer und Vorurteile zu dieser Form der privaten Krankenzusatzversicherung. Wie Makler Vorbehalten begegnen und was sie sonst noch zu bKV wissen sollten, lesen Sie hier.