Seit nunmehr einem Jahr hält die Coronavirus-Pandemie den Globus in Atem. Ganze Wirtschaftszweige verlegten ihre Mitarbeiter vom einen auf den anderen Tag ins Homeoffice. Dort sind sie völlig neuen Risiken ausgesetzt. Wie sich das ein Jahr nach Beginn der Krise auf die kleinen und mittelständischen Unternehmen Deutschlands auswirkt, untersuchte die Gothaer in der neuen KMU-Studie 2021.

Hacker nutzen Homeoffice aus

Dem Branchenverband Bitkom zufolge arbeiteten im Dezember 2020 etwa 25 Prozent aller Deutschen ausschließlich vom Homeoffice aus. Weitere 20 Prozent (8,3 Millionen Berufstätige) arbeiteten zumindest teilweise zu Hause. Weil im Homeoffice die Rechner generell schlechter geschützt sind als im Büro, nutzten Hacker diese Entwicklung aus. Laut der Tagesschau hat die Aktivität von Hackern während der Corona-Krise deutlich zugenommen. Allein im Juli 2020 gab es deutschlandweit 100.000 Hackerangriffe auf kleine und mittelständische Unternehmen sowie Privatpersonen.

Wie die Wiesbadener Behörde im vergangenen September mitteilte, haben viele Unternehmen die Bedeutung von IT-Sicherheit erkannt. 88 Prozent der befragten Unternehmen nehmen regelmäßig wichtige Software-Updates vor. 79 Prozent achten darauf, sichere Passwörter zu verwenden. Allerdings nutzt weniger als die Hälfte Verschlüsselungstechniken für Daten oder E-Mails. Und lediglich 13 Prozent setzen biometrische Methoden bei der Nutzeridentifizierung ein. Trotz der Wachsamkeit gegenüber Cybercrime ist nur jedes fünfte Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern gegen mögliche Cyberangriffe und deren Folgen versichert.

Quelle: Statista

Unternehmen fürchten sich vor Cyberangriffen

Die aktuelle Gothaer KMU-Studie soll nun einen Überblick über die größten Ängste von KMU geben. Nach wie vor befinden sich viele Mitarbeiter im Homeoffice. Drei Viertel der befragten Unternehmen gaben an, ihre Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten zu lassen. In größeren Betrieben sind es prozentual mehr Mitarbeiter, die diese Möglichkeit nutzen, als in kleineren. Eine der Auswirkungen: Die Zahl der Unternehmen, die Cyberangriffe als größtes Risiko fürchten, ist stark gestiegen (46 Prozent). Zum Vergleich: Im Jahr 2017 hatte weniger als ein Drittel (32 Prozent) der befragten Unternehmen angegeben, Cyberangriffe als das größte Risiko wahrzunehmen. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Betriebsausfall (43 Prozent) und menschliches Versagen, das 37 Prozent der Unternehmen als signifikante Bedrohung bewerten. Tendenziell sinkt die Sorge vor Einbrüchen und Bränden.

Mittelstand versichert sich nicht

Doch obwohl Unternehmen das Risiko von Cyberangriffen so hoch einschätzen, hat sich der Mittelstand noch nicht ausreichend abgesichert. „Sehr erstaunlich ist bei den Ergebnissen unserer Studie, dass aktuell nur 16 Prozent der befragten Mittelständler über eine Cyberversicherung verfügen, obwohl sie doch das Risiko eines Cyberangriffs als das größte für ihr Unternehmen einordnen“, resümiert Thomas Bischof, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Allgemeine AG. Möglicherweise, so fährt der Experte fort, ist ihnen die Möglichkeit einer solchen Absicherung nicht bewusst.

„Es ist also noch einiges an Beratung nötig.“ – Thomas Bischof

Wo ein Wille ist, ist stets auch ein Weg: Mehr als ein Fünftel (22 Prozent) der befragten Unternehmen planen, innerhalb der kommenden zwei Jahre eine Cyberversicherung abzuschließen. Die wichtigsten Abschlussargumente sind für diese Unternehmen Assistance-Leistungen wie Datenwiederherstellung und Krisenberatung (50 Prozent), ein niedriger Versicherungsbeitrag (49 Prozent) und flexible Vertragsanpassungen (45 Prozent).

Lösungen der Gothaer

Die Gothaer stellt für genau solche Probleme gleich zwei Produkte als Lösung zur Verfügung: Den Gothaer Cyberschutz in zwei verschiedenen Varianten. Eine davon ist eine standardisierte Cyberpolice für Firmenkunden, die höchstens zehn Millionen Euro Umsatz machen, die andere ist eine passgenaue und individuell zugeschnittene Police für größere Unternehmen. In beiden Ausführungen bietet die Gothaer eine 24-Stunden-Hotline für den Schadenfall. Außerdem unterstützt sie schon im Voraus mit Maßnahmen zur Steigerung des Risikobewusstseins innerhalb des Unternehmens. So können die Unternehmenskunden eventuelle Sicherheitslücken früher identifizieren und schließen. Weitere Informationen dazu finden Interessierte auf unserem Blog oder im Gothaer Maklerportal.

Titelbild: ©Kevin Carden/stock.adobe.com

Lars Nievelstein

Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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