Halloween steht vor der Tür. Ursprünglich Samhain genannt, entwickelte sich das Fest aus einem keltischen Brauch. Dieser beinhaltete schon in grauer Vorzeit das Verkleiden und das Bereitstellen von Nahrungsmitteln, um die zurückkehrenden Toten zu besänftigen oder sie fernzuhalten. Heutzutage sind es jedoch keine rachsüchtigen Geister, die am Halloween-Abend die Straßen bevölkern, sondern meistens verkleidete Kinder. Da diese zuweilen genauso gefährlich sein können, ist es angeraten, einen Blick auf mögliche Versicherungen zu werfen.

Halloween in Zahlen

Zunächst jedoch ein paar Zahlen. Halloween entwickelt sich auch in Deutschland mehr und mehr zu einem äußerst profitablen Geschäft. Zum Beispiel für Einzelhändler: Durchschnittlich geben Deutsche für Süßigkeiten an Halloween 14,42 Euro aus. Das berichtet Statista. Der zufolge entsprach die Masse der „Treats“, die Deutsche 2017 kauften, rund 1.700 Tonnen. Und einer Umfrage von YouGov aus dem Jahr 2018 zufolge hält jeder zweite Deutsche Süßigkeiten bereit. 46 Prozent verzichten jedoch darauf, klingelnden Kindern Leckereien zu geben. In solch einem Fall heißt es dann „Trick“ statt „Treat“ – mitunter mit schwerwiegenden Folgen.

Infografik: Das halten die Deutschen von Halloween | Statista
Quelle: Statista

Send in the clowns

Auch glauben 46 Prozent der Deutschen, dass Halloween nur als Vorwand für Randale gebraucht wird. Zwar gibt es auch „harmlose“ Streiche – etwa Klopapier über dem Gartenzaun, Senf an der Türklinke oder Rasierschaum am Fenster – doch wer es übertreibt, riskiert Sach- oder Personenschäden. Amicella rät dazu, dass Eltern ihre Kinder so gut es geht beim „Raubzug“ begleiten. Denn sie trifft die Haftung, wenn sie die Aufsichtspflicht verletzt haben. Wichtig hierbei: Kinder sind erst ab dem siebten Lebensjahr deliktfähig. Erst ab diesem Lebensjahr können sie oder die Eltern zur Rechenschaft gezogen werden. In einem solchen Fall ist die private Haftpflichtversicherung wichtig. Ob Kinder für den Schaden eines Streichs haften, richtet sich laut der Anwaltauskunft nach der geistigen Reife und den Umständen des Einzelfalls. So berichtete der Spiegel etwa von zwei jungen Frauen, die sich als „Horror-Clowns“ verkleidet und eine Frau so sehr erschreckt hatten, dass diese ein Trauma erlitt. Die Folge: Schmerzensgeld und Jugendarrest.

Wer den Schaden hat

Und auf der anderen Seite? Was tun, wenn ein Auto durch den Bewurf mit Eiern Kratzer im Lack abbekommen oder eine Türklinke mit Superkleber präpariert wurde und der Täter im Schutze der Nacht verschwunden ist? In solchen Fällen ist von Vandalismus am Auto die Rede. Dann springt die Vollkaskoversicherung ein. Die Teilkaskoversicherung greift bei Glasbruchschäden. Und bei Schäden am Haus kommt die Wohngebäudeversicherung für Schäden auf. Und sollte ein Aufeinandertreffen mit einem Grusel-Clown im Krankenhaus oder in Behandlung enden, so hilft die gesetzliche oder private Krankenversicherung. Für Makler stellt sich nun die Frage: Sind die Kunden über die möglichen Risiken aufgeklärt? Im Kundengespräch eignet sich Halloween als Stichwort, um zu informieren und gegebenenfalls den Versicherungsschutz zu prüfen.

Titelbild: ©paffy/ stock.adobe.com

Lars Nievelstein

Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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