Die Geschichte um Helena und den trojanischen Krieg ist bekannt. Die vereinten Armeen von Sparta und Griechenland kämpften der Sage nach gegen Troja, konnten die Stadt wegen ihrer Mauern jedoch nicht bezwingen. Erst mit dem Bau des trojanischen Pferds gewannen die Griechen den Kampf. Heutzutage ist das trojanische Pferd eine nach wie vor gängige Beschreibung, etwa für Computerviren. Nur ist deren Helena keine echte Frau, sondern das wertvolle Innere Eurer Computer.

Weltweit vernetzt

Das „World Wide Web“ existiert bereits seit 1989. Damit brach das Zeitalter der Digitalisierung an. In Sekundenschnelle verschicken, teilen und tauschen wir Informationen aus. Dass diese Praxis aber nicht nur Vorteile hat, zeigte vor einigen Wochen der Facebook-Datenskandal. In schöner Regelmäßigkeit muss der Mensch erkennen, dass Informationen im Internet lange nicht so sicher sind wie man glaubt. Aber auch Würmer wie Melissa und andere Schadsoftware sind gefährliche Bedrohungen für jeden Internetnutzer.

Wie damals in Troja

Die größte Gefahr, der man sich im Internet aussetzt, ist Schadsoftware. Darunter zählen sowohl Trojaner und Würmer als auch Phishing-Programme und Spam. Laut Bitkom wurden im Jahr 2014 mehr als 145 Millionen Internetadressen identifiziert, die Schadsoftware unterschiedlichster Art im Netz verbreitet haben. Während Melissa, ein klassischer Wurm, Rechner infiziert, von dort aus Millionen von E-Mails verschickt und somit großflächig das Netz überlastet hatte, geht es Phishing-Programmen ausschließlich darum, so schnell wie möglich an viele verschiedene Passwörter und andere Daten zu gelangen. Das passiert durch sogenannte „Drive-By-Downloads“, also Downloads, die heimlich vonstattengehen. Das heruntergeladene Schadprogramm „schläft“ dann bis zu seiner Aktivierung auf dem Rechner und beginnt irgendwann mit der Vermehrung. Bitkom empfiehlt: Browser-Plugins wie Flash, Java, Acrobat und das heimische Antiviren-Programm sollten stets auf dem neusten Stand sein. Sie verhindern, dass unwillentlich Downloads von unsicheren Seiten aus starten.

Sicherheitsmaßnahmen

Seit Beginn der Digitalisierung entwickeln sich Computer stetig weiter. Vor der Erfindung des Graphic User Interfaces musste etwa jeder Befehl noch per Hand eingegeben werden, eine Praxis, die es ausschließlich Experten möglich machte, einen Computer zu bedienen. Heutzutage kann man ohne Probleme Bilder, Kontakte, Dokumente, Spiele und vieles mehr auf dem Rechner speichern. Um diese Daten zu schützen, sind bestimmte Hilfsmittel nötig.

Firewall

Die Firewall schützt entweder einzelne Rechner oder ein ganzes Netzwerk vor unbefugten Zugriffen aus dem Internet. Sie können auch in Smartphones oder im Router installiert werden. Wird die Firewall nicht regelmäßig aktualisiert, erkennt sie möglicherweise neuere Gefahren nicht mehr. Eine stets aktualisierte Firewall ist unverzichtbar für den Besuch im Internet.

Antivirenprogramme

Beinhalten meistens eine Vielzahl von Funktionen, die allesamt gegen Gefahren aus dem Internet wirksam sind. So können die meisten Antivirenprogramme nicht nur Viren abwehren, sondern auch bereits auf dem Rechner vorhandene Bedrohungen ausfindig machen, sie entweder in Quarantäne versetzen oder sie löschen. Die besten kostenpflichtigen Antivirenprogramme sind laut PC-Magazin in absteigender Reihenfolge:

  • Bitdefender Total Security Device
  • Kaspersky Total Security
  • Avast Premier
  • Eset Smart Security Premium
  • AVG Ultimate

Die folgenden kostenlosen Programme listet Software-Experte auf:

  • Total AV
  • Avira
  • BullGuard
  • AVG
  • PC Protect

Passwort

Wenn man regelmäßig das Passwort verändert und für verschiedene Zugänge verschiedene Passwörter gebraucht, können private Accounts, beispielsweise vom E-Mail-Postfach oder von diversen Internetseiten, schwerer mit illegal erlangten Passwörtern kompromittiert werden. Sich stetig verändernde Zugangsdaten sorgen für ein höheres Sicherheitsniveau. Besonders sichere Passwörter beinhalten eine möglichst große Bandbreite verschiedener Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Chip empfiehlt für sensible Inhalte außerdem eine Länge von mindestens 20 Zeichen.

Quelle: GDV

E-Mails

Im Internet tummeln sich sogenannte Spam-Accounts, die nur dafür da sind, viele E-Mails zu verschicken und darauf zu hoffen, dass der Adressat reagiert. E-Mails, die dem User gewaltige Geldbeträge versprechen, sofern er auf einen bestimmten Link klickt, sind da nur die Spitze des Eisbergs. Generell sollte man nie Links folgen, deren Herkunft nicht genau bekannt ist. Im schlimmsten Fall enthalten diese Malware.

Bevor das Netz zum Netz wird

Für den Makler ist es vor allem mit Blick auf die DSGVO umso wichtiger, nicht nur die eigenen, sondern auch die Daten seiner Kunden ausreichend zu schützen. Überall dort, wo ein Computer Daten ansammelt, muss sichergestellt sein, dass diese Daten nicht gestohlen werden.

Titelbild: © NicoElNino / Fotolia.com

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