Sie beobachten die Natur und insbesondere Wild, helfen und greifen ein. Die Rede ist vom Jäger – wie tickt die Zielgruppe und welchen Risiken unterliegt sie? Und warum ist die Gothaer ein so starker Partner für sie?

Die Jagd im Trend

Einen Hinweis darauf, wie groß die Zielgruppe ist, liefert der Deutsche Jagdverband (DJV) mit der Jagdschein-Statistik. Dieser zufolge gab es in der Jagdsaison 2019/2020 rund 397.400 Inhaber eines Jagdscheins in Deutschland. Die meisten davon (über 92.000) stammen aus Nordrhein-Westfalen. Zum Vergleich: In der Saison 2010/2011 waren es fast 352.000. Aktuell gewinnt der DJV stetig Mitglieder. Deren Anzahl wuchs zwischen 2010 und 2020 von 241.000 auf rund 253.500. Der DJV versammelt zwar nicht alle Jäger unter seinem Dach, doch die Zahlen zeigen, dass die Zielgruppe im Wachstum begriffen ist.

Der lange Weg zur Jagd

Um in der Natur zu jagen, ist in Deutschland ein Jagdschein erforderlich. Die dafür notwendige Prüfung dürfen alle Deutschen ab dem 16. Lebensjahr abschließen. Hier gibt es zwei Ausführungen: Wer über 16 aber noch unter 18 Jahre alt ist, erhält einen Jugendjagdschein. Das bedeutet, ihre Jagdversuche müssen stets von einem Erziehungsberechtigten oder einer schriftlich beauftragten und in der Jagd erfahrenen Aufsichtsperson begleitet werden. Dem DJV zufolge ist die Jungjägerausbildung je nach Bundesland unterschiedlich geregelt. Einige Bundesländer verlangen eine praktische Ausbildungszeit, die nur bei amtlich bestätigten Lehrherren mit einem geeigneten Revier absolviert werden kann, andere wiederum geben andere Schwerpunkte bei der Jägerausbildung vor. Anwärter auf den Jagdschein müssen sich unter anderem in den folgenden Bereichen umfassendes Wissen aneignen:

  • Wildbiologie
  • Jagdbetrieb
  • Wildschadensverhütung
  • Land- und Waldbau
  • Waffenrecht
  • Führen von Jagdhunden

Außerdem müssen sie genau wissen, wie sie unter Berücksichtigung der Wildbrethygiene ihr erlegtes Wild behandeln. Jagdscheinanwärter müssen außerdem genau über Tier- und Naturschutz Bescheid wissen.

In der praktischen Ausbildung lernen die Jäger in spe dann den Umgang mit Jagd- und Kurzwaffe (Pistole und Revolver). Die Prüfung selbst besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Anteil.

Risiken bei der Jagd

Jäger unterliegen bei der Ausführung ihrer Arbeit ganz unterschiedlichen Risiken. Zum Beispiel verzeichnete die Gothaer 2019 allein drei Versicherungsfälle mit Schusswaffen, wobei zwei davon tödlich endeten.

Ein anderes Risiko besteht dann, wenn der Jäger danebenschießt. Erst kürzlich musste das OLG Frankfurt am Main in einem Fall urteilen, bei dem ein Jäger die Hündin einer Jägerin erschoss. Der Vorfall im Überblick: Ein Terrier und ein Hund mit Warnweste hetzten eine Sau, die der Angeklagte erlegen wollte. Kurz vor dem Schuss habe er den mit Weste ausgestatteten Hund zehn Meter neben der Sau gesehen, den Terrier dagegen nicht mehr – er ging davon aus, das Tier habe sich entfernt. Beim Schuss traf er allerdings den Terrier. Eine Klage folgte. „Der Höhe nach bemisst sich der Schadensersatz für einen versehentlich getöteten Jagdhund nach den Kosten für einen vergleichbaren Welpen“, urteilte das OLG Frankfurt am Main. Die Begründung: Sobald der Angeklagte den Terrier nicht mehr erkennen konnte, hätte er vom Schuss absehen müssen.

Produktupdate bei der Gothaer

Jäger tragen eine hohe Verantwortung – Jagdhunde, Waffen, Fahrzeuge, Anhänger, eventuelle Verletzungen bei der Jagd. Für all das können sie zur Rechenschaft gezogen werden. Falls etwas kaputt geht oder sich jemand verletzt, springt die Jagdhaftpflichtversicherung der Gothaer ein. Diese ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Nach dem aktuellen Produktupdate profitieren Kunden von den folgenden Neuerungen:

  • Jungjäger, Prüflinge und Jäger haben nun alle Leistungen in einem Vertrag
  • Schäden auf Übungsschießstätten sind mitversichert
  • Kündigungsschutz für den Jäger im Schadenfall
  • Beitrags- und Bestleistungsgarantie und mehr

„Mit Beginn der Ausbildung einmal abgeschlossen, gilt unsere Jagdhaftpflicht für die Zeit als Jagdscheinanwärter, während der Prüfung, und dann auch anschließend“, berichtet Spartenleiter Dirk van der Sant. „Damit gewähren wir einen lückenlosen Schutz, ohne dass es zusätzlicher Abschlüsse bedarf.“ Weitere Informationen dazu gibt es in der Pressemeldung.

Der Schütze und die Drohne

Außerdem ergänzt ab sofort die Drohnen-Kaskoversicherung die Jagdhaftpflichtversicherung der Gothaer. Der Hintergrund: Jäger nutzen vermehrt Drohnen, um Naturgebiete zu prüfen. Damit können sie zum Beispiel Rehkitze entdecken und retten, von denen jährlich 92.000 durch Mäharbeiten verletzt werden. Der Versicherungsschutz umfasst Sachschäden durch Verlust, Zerstörung und Beschädigung der Drohne als Folge eines Aufpralls, Bodensturzes, Bruchs, Bedienungsfehlers oder Vorsatz dritter. Ebenso sind Diebstahl und Raub mit abgesichert. Drohnen sind derzeit im Kommen: Der Bund unterstützt Vereine derzeit finanziell bei der Anschaffung der fliegenden Geräte, um mehr Rehkitze zu retten.

Titelbild: ©exclusive-design/stock.adobe.com

Lars Nievelstein

Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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