Der erste Corona-Lockdown im Jahr 2020 hat sich nicht spürbar auf die Geburtenrate ausgewirkt, meldet das Statistische Bundesamt. So lag die Zahl lebendgeborener Kinder bei 773 200. Je Frau, durchschnittlich 30,1 Jahr alt bei der Geburt des ersten Babys, entspricht das 1,54 Kindern. Anlässlich des Muttertags werfen wir einen Blick auf die Zielgruppe Mutter, aber auch die der Frau, inner- und außerhalb der Familie.

Finanzielle Vorsorge der Frau

„Meistens suchen Frauen Hilfe in der finanziellen Vorsorge, sobald sie in der Berufstätigkeit das erste eigene Geld verdienen“, sagt Finanzexpertin Jennifer Brockerhoff im Interview. Das Problem: Oft hatten Frauen bis dato noch keine größeren Berührungspunkte mit den Themen Geld, Absicherung oder Vorsorge. Meist war der Vater „Finanzminister“ der Familie. Die Tochter hingegen übernahm das finanziell passive Muster der Mutter. Die Wissenslücke zwischen Männern und Frauen zum Thema finanzielle Absicherung liegt einer OECO-Studie zufolge bei 20 Prozent. Brockerhoff würde sich daher vor allem wünschen, dass Kinder bereits durch ein Schulfach finanzielle Bildung erhalten, um im Umgang mit Geld sowie auf das Thema Vorsorge vorbereitet sind.

Ein weiteres Potential für die weibliche Vorsorgelücke: die Mutterschaft. Zwar setzten sich Frauen statistisch gesehen früher mit der eigenen finanziellen Absicherung auseinander, stellen diese aber zurück, sobald sie Mutter werden. Ein Hauptgrund: fehlendes Einkommen aus einer Vollzeittätigkeit. Das Statistische Bundesamt ermittelte im Jahr 2017, dass 49 Prozent der Frauen familiäre Verpflichtungen wie der Kindererziehung oder Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger als Grund einer Teilzeitbeschäftigung angaben. Lediglich 31 Prozent der Mütter gingen einer Vollzeitbeschäftigung nach. Das Kind und Karriere in vielen Köpfen noch immer einen Widerspruch darstellen, schockiert Powerfrauen wie Nicole Weyerstall, Geschäftsführerin der Schuster Versicherungsmakler GmbH. Im GothaerPersönlich Podcast macht sie deutlich, dass sich beides sehr wohl miteinander vereinbaren lässt. Ein Schlüssel zum Umdenken: mehr weibliche Vorbilder.

Ein Punkt, den auch Autorin und Finanzexpertin Constanze Hintze unterstützt. Die Geschäftsführerin von Svea Kuschel + Kolleginnen sagt zudem:

„Familie ist ein gemeinsames Projekt von Mann und Frau – die Regelung der Altersvorsorge beider Partner gehört für mich in diesem gemeinsamen Vorhaben dazu.“

Alleinerziehende Mütter und ihre (Vor)Sorgen

Nun verlassen sich – Finanzexpertinnen zufolge – viele Frauen nach wie vor auf den Mann als Altersvorsorge. Doch was, wenn die Familie widererwartend zerbricht? Neun von zehn alleinerziehenden Eltern sind Frauen. Zwar steigt die Zahl alleinerziehender Väter leicht an, im Jahr 2019 waren es jedoch nur 407.000 männliche Elternteile, hingegen 2,2 Millionen Frauen. Neben knappen finanziellen Mitteln Alleinerziehender ist zudem das Zeitmanagement eine Herausforderung. Dennoch: Gerade ihnen ist es ein Anliegen, einen Beruf auszuüben.

Und das ist auch gut so. Denn Frauen werden es nach aktueller Lage schwer haben, ihren Lebensstandard im Alter zu halten. Und das bei einer höheren, durchschnittlichen Lebenserwartung als Männer. Im Vergleich zu Männern (78 Jahre) werden Frauen (83 Jahre) im Bundesdurchschnitt fünf Jahre älter. Ausgehend von einem jährlichen Durchschnittsverdienst von Frauen im Alter von 30 Jahren (40.189 brutto), einem Berufseinstieg im Alter von 25 Jahren sowie dem Renteneintritt mit 67 Jahren, ergeben die Berechnungen des Statistischen Bundesamts ein Rentendefizit von insgesamt 163.000 Euro.

Eine Lücke, die es durch frühzeitige Vorsorge zu füllen gilt. Eine Problematik, der sich Frauen zwar durchaus bewusst sind, diese jedoch oft aufschieben, wie unsere Straßenumfrage zeigt.

Im Dutzend billiger kann teuer sein

Keine Mutter ohne Kind. Auch, wenn Frau in der Familienplanung mehr Chancen auf Unabhängigkeit gewinnt, so ist das „klassische Familienmodell“ von Vater, Mutter, Kind durchaus noch beliebt. Wie hoch die Familie im Kurs steht, zeigen aktuelle Umfragewerte. Gerade in Krisenzeiten wird den Menschen demnach bewusst, wie wichtig das familiäre Umfeld ist. Die Deutschen setzten mehr denn je auf die Familie. Wie die WELT AM SONNTAG auswertete, träumen rund zwei Drittel der Bundesbürger von einer Ehe mit Kindern. Keiner der über 1000 Befragten gab hingegen an, das die Familie heutzutage einen geringeren Wert hat.

Dennoch ist das Modell Familie flexibler geworden. So steigt beispielsweise die Zahl der Patchworkfamilien. Diese entstehen laut Definition, wenn ein leiblicher Elternteil eines Kindes mit einem neuen Partner zusammenlebet, der möglichweise ebenfalls Kinder aus einer früheren Beziehung mitbringt. Rechtlich bleiben die familiären Strukturen jedoch klar geregelt. Der Elternteil, der nicht mit dem Kind zusammenlebt, ist unterhaltsverpflichtet. Die Berechnung der Unterhaltssumme richtet sich nach der sogenannten Düsseldorfer Tabelle. Beispielsweise wäre das Einkommen des Stiefvaters demnach unerheblich. Allerdings: Egal welche Form der Familie, leben Kinder in einem gemeinsamen Haushalt, ist die Absicherung des Einkommens beider Partner entscheidend. Denn fällt ein Einkommen weg, sind alle Familienmitglieder betroffen. Haushalte, die hingegen von vornherein Geringverdiener sind, gelten generell als Risikogruppe. Eine Absicherung ist hier durchaus auch im Bereich Komposit sinnvoll. Denn Kinder können auf ihren Entdeckungsreisen schneller teuren Schaden verursachen, als Eltern ihrer Aufsichtspflicht nachkommen können.

Sicherheitsgefühl steigt durch Familiengründung

Die Familie in jeglicher Form bietet Vermittlern als Zielgruppe noch immer ein hohes Verkaufspotential. Das Sicherheitsbedürfnis ist sogar vermeintlich höher als in anderen Kundengruppen. Gerade hinsichtlich biometrischer Risiken wie beispielsweise einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Zwar freuen sich wohl die wenigsten Eltern nach schlaflosen Nächten aufgrund zahnender Kinder oder Unsummen für Kinderwagen & Co. auch noch an die eigene BU denken zu müssen, tatsächlich kann das allerdings fatal enden. Genug Beispiele zeigen, wie schnell Eltern einen Schicksalsschlag erleiden können, der dann zur Berufsunfähigkeit führt.

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Wie eine familienfreundliche BU geht, zeigt die Gothaer. Die SBU Plus stellt die Familie in den Fokus. Im Interview mit Carsten Hölzemann, Produktmanager Risikoprodukte bei der Gothaer, zeigt er das große Potential für Vermittler auf:

„Die Absicht, eine BU abzuschließen, ist bei Familien besonders hoch. Das haben uns Befragungen gezeigt. Hier sehen wir ein großes Potenzial, da sich bei der Geburt eines Kindes das Bewusstsein für das Risiko schärft. Die Menschen sind auf einmal nicht mehr so sorglos, und die Verantwortung, die sie für den Partner oder ein Kind haben, wird spürbar.“

Ein BU-Vollschutz entlastet Familien im Ernstfall durch elementare Leistungen. Beispielsweise einen Zusatzschutz für eigene Kinder – finanzieller Schutz bei schweren Krankheiten und Kapitalzahlung in Höhe von einer BU-Jahresrente (maximal 24.000 Euro).

Titelbild: © Kateryna/stockAdobe.com

Stephanie Gasteiger

Mitglied der NewFinance-Redaktion mit beruflichem Hintergrund in der PR und Wurzeln am Chiemseeufer. Ist ganz nach Friedrich Nietzsche davon überzeugt, dass die Glücklichen neugierig sind. Und ebenso umgekehrt.

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