Nachhaltigkeit wird den Deutschen immer wichtiger. Das kommt nun zunehmend auch bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen an. Wir werfen einen Blick auf die neue KMU-Studie 2022.

Die Deutschen und Umweltschutz

Wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit den Deutschen nach wie vor ist, zeigt eine aktuelle Erhebung des Umweltbundesamts. Im Zeitverlauf betrachtet, ging das Interesse an Nachhaltigkeit im Jahr 2020 geringfügig zurück: 65 Prozent gaben an, das Thema Umwelt- und Klimaschutz als „sehr wichtig“ einzuschätzen. Gleichzeitig steigt das Vertrauen der Deutschen in das Handeln der Politik, was Klimaschutz angeht. 26 Prozent der Befragten befanden, dass die Bundesregierung „genug“ oder „eher genug“ für den Umwelt- und Klimaschutz tue (von 14 Prozent im Jahr 2018).

Und zuletzt wachsen innerhalb der Bevölkerung das Interesse und der Wissensstand an Klimaschutz und -wandel. Drei Viertel der Befragten zeigten laut der Erhebungsergebnisse mittleres bis hohes Interesse an diesen Themen. Zwei Drittel glaubten, mindestens „gut“, wenn nicht sogar „sehr gut“ informiert zu sein. Ein Fünftel gab an, dass das Handeln der Menschen eine Teilursache des Klimawandels sei.

Mittelstand wird nachhaltig

Eine ähnliche Erkenntnis kommt nun zunehmend im Mittelstand an. Das zeigt die neue KMU-Studie 2022 der Gothaer, in deren Rahmen das Meinungsforschungsinstitut Heute & Morgen im Januar 2022 rund 1.000 KMU befragt hat. 78 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen schätzen das Thema bereits als mindestens moderat relevant ein. Ein Viertel der deutschen KMU befindet den Umweltschutz für ein „hochrelevantes“ Thema. Immer mehr Unternehmen gehen davon aus, dass das Thema Nachhaltigkeit in Zukunft einen noch größeren Platz einnehmen wird.

Das E in ESG

Weiterhin befragte die KMU-Studie 2022 die kleinen und mittelständischen Unternehmen danach, wie wichtig ihnen die einzelnen Bestandteile von ESG sind. Zur Erinnerung: ESG umfasst Umwelt- und Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Die Teilnehmer der Befragung schätzten den Aspekt der verantwortungsvollen Unternehmensführung als besonders wichtig ein. 44 Prozent benannten ihn als den wichtigsten Aspekt des ESG-Trios. Soziale Gerechtigkeit folgt mit 35 Prozent auf dem zweiten Platz. Für ein knappes Fünftel (21 Prozent) der Befragten war der Umweltschutz der wichtigste Aspekt.

Nachhaltigkeit aus Überzeugung

Bei kleineren Unternehmen spielt Nachhaltigkeit eher eine ideologische Rolle als bei den größeren. Je kleiner das Unternehmen, umso mehr ist die Überzeugung dafür verantwortlich, wie nachhaltig sich die Firma gibt. Bei größeren Unternehmen spielen dagegen Faktoren wie eine höhere Attraktivität für Kunden oder ein besseres Image des Unternehmens mit in den Entscheidungsprozess hinein. Unabhängig von der Größe machen sich Unternehmen allerdings auch Gedanken darüber, wie wichtig die Nachhaltigkeit für Stakeholder und Kunden sind.

500-50-5

Ein großes Thema rund um den Umweltschutz ist der CO2-Fußabdruck. Dieser bemisst, wie viel Kohlenstoffdioxid ein Unternehmen ausstößt. Eine gravierende Erkenntnis: Viele KMU kennen ihren CO2-Ausstoß gar nicht. Die Gothaer will hier sowohl Aufklärung betreiben als auch den Unternehmen bei der Reduzierung ihrer Emissionen helfen. Ein Unterfangen, das die KMU begrüßen: 40 Prozent planen, in den kommenden Jahren weniger Emissionen zu verursachen als aktuell. „Als führender Partner für den Mittelstand wollen wir Unternehmen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Unternehmensführung unterstützen und haben dazu unsere Initiative 500-50-5 ins Leben gerufen“, erklärt Thomas Bischof, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Allgemeine AG. „Im Rahmen dieser Initiative wollen wir 500 Unternehmen helfen, ihren CO2-Ausstoß in den kommenden fünf Jahren um 50 Prozent zu reduzieren.“

Die Gothaer ist überzeugt davon, dass eine Berechnung der CO2-Emissionen für Unternehmerkunden ein Startpunkt auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft sein kann. Darum bietet sie eine erste Beratung und eine kostenlose Analyse des CO2-Fußabdrucks an, nach der dann Maßnahmen zur Reduktion abgeleitet werden können.

Weitere Informationen dazu finden Interessierte im ersten Teil der diesjährigen KMU-Studie 2022.

Titelbild: © schepniy / stock.adobe.com

Lars Nievelstein

Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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