Zahlreiche Forscher arbeiten schon lange daran. Jetzt wurde sie auf der Münchner Messe „Laser World of Photonics“ erstmals vorgestellt: Eine neue Methode der Krebsdiagnose. Extrem schnell soll sie sein. Laserlicht erstellt aus dem bestrahlten Gewebe analysefähige Bilder. So wird es möglich, gesundes Gewebe von Tumoren zu unterscheiden. Und in wenigen Minuten ist eine Diagnose möglich.

Zwar sind diese Verfahren noch ausschließlich in der Forschung und in klinischen Studien möglich. Doch sie zeigen den schnellen Fortschritt der Technik im medizinischen Bereich, der auch in andere Bereiche abstrahlt. Berufe im Beautysektor werden immer vielseitiger, benötigen ein großes technisches Know-How. Das erhöht aber auch die Risiken für die Beteiligten.

Keine medizinische Ausbildung nötig

In der Dermatologie sind sie die Allzweckwaffe gegen Falten und für straffe Haut: Laser-Therapien. Und in immer mehr Kosmetikstudios werden Behandlungen per Licht-Therapie oder Laser angeboten.Im Gegensatz zum Face-Lifting per Skalpell bleiben durch die Lichtbehandlung keine Narben zurück. Der große Vorteil, geht es doch um die makellose Schönheit im Gesicht. Doch ist hier ist für Kosmetiker Vorsicht angesagt: Zwar darf in Deutschland jeder kosmetische Laserbehandlungen anbieten. Auch ohne medizinische Ausbildung. Doch gerade hier liegt das Risiko:

„Viele Mitarbeiter in Kosmetikstudios wissen nicht, was der Laser bei falscher Anwendung anrichtet. Teilweise bekommt der Kunde keine Schutzbrille, obwohl die Strahlung blind machen kann“, so der Dr. Wolfgang Kimmig, Präsident der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft, im Focus.

Wenn das Permanent-Make-up zum dauerhaften Ärgernis wird…

Immer perfekt geschminkt. Welche Frau wünscht sich das nicht? Was früher jeden Morgen seine Zeit gedauert hat, ist heute nach einer längeren Sitzung beim Kosmetiker erledigt. Dauerhaft, mit Permanent-Make-up. Doch Vorsicht: Mit der Technik erhöht sich auch das Fehlerrisiko. Denn ein misslungenes Make-up ist erst einmal dauerhaft in die Haut eingebracht. Damit musste sich das Amtsgericht München befassen:

Eine Kundin in  einem Kosmetikstudio ließ sich jeweils oben und unten einen Lidstrich ziehen. Sechs Jahre später besuchte sie das Studio erneut. Diesmal zur Korrektur. Doch die lief gründlich schief. Das Ergebnis: Ein asymmetrisches Permanent-Make-up, das ihrer Meinung nach auch noch zu tief in die Haut eingebracht wurde. Ein vor Gericht zugezogener Sachverständiger bestätigt es: Die Behandlung sei „mangelhaft“. Das Kosmetikstudio wurde zu einer Schmerzensgeldzahlung von 2.500 Euro verurteilt.

Kein Einzelfall, wie folgendes Video zeigt:

Das Geschäft mit der Schönheit absichern

Je vielseitiger die Behandlungen in Kosmetik- und Beautystudios wird, desto wichtiger ist die umfassende Absicherung. Selbst bei genauen Kenntnissen der eingesetzten Technik kann es zu Fehlern kommen. Die Betriebshaftpflicht ist deshalb im Beauty- und Gesundheitssektor unerlässlich. Damit sind Schadensersatzansprüche Dritter abgesichert.

Titelbild: © lassedesignen, Video: © ARD

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