“Der Glaube an eine größere und bessere Zukunft ist einer der mächtigsten Feinde gegenwärtiger Freiheit.” – Aldous Huxley in “Wissenschaft, Freiheit und Frieden”, 1947.

Die Welt verändert sich. Rasant. Und manchmal drängt sich der Eindruck auf, alles drehe sich nur noch um selbstfahrende Autos, Facebook, Google und Alexa. Is Big Brother watching you? Besonders bemerkbar macht sich die Veränderung in den Unternehmen. Denn die Digitalisierung ändert Geschäftsmodelle, macht traditionelle Arbeitsplätze überflüssig und schafft an anderer Stelle ganz neue. Ist disruptiv das neue innovativ?

Zerstörung oder Chance

Disruptive Innovation: Was bedeutet das überhaupt?

Wikipedia: „Eine disruptive Technologie (englisch to disrupt „unterbrechen“) ist eine Innovation, die eine bestehende Technologie, ein bestehendes Produkt oder eine bestehende Dienstleistung möglicherweise vollständig verdrängt.“

Die treibenden Kräfte hinter der nicht nur technologischen Revolution, die sogenannten Megatrends, sind: Urbanisierung, Globalisierung, Klimawandel, demografischer Wandel und Digitalisierung. Und das sind nur die wichtigsten.

Rasante Verstädterung

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt schon heute in der Stadt. Wachstum findet dabei vor allem in weniger bekannten Städten der Entwicklungsländer, nämlich 90 Prozent. Jede Woche wird die globale städtische Bevölkerung um 1,5 Millionen Menschen größer. 85 Prozent des Bruttosozialprodukts werden im städtischen Raum erwirtschaftet. Die Verstädterung stellt die lokalen und nationalen Regierungen vor große Herausforderungen: Wo werden Menschen arbeiten, wo werden sie leben? Wie wird man sie befördern, wie für Strom, Wasser, Müllentsorgung, Abwasser sorgen? Etwa 8 Billionen US-Dollar benötigen New York, Peking, Shanghai und London in den nächsten 10 Jahren für den Infrastrukturausbau. Wer Steuergelder streng eintreibt und gut einsetzt, wird gewinnen.

Bild: (c) lassedesignen

Klimawandel und Verknappung der Ressourcen

2030 wird die Weltbevölkerung 35 Prozent mehr Nahrung, 40 Prozent mehr Wasser und 50 Prozent mehr Energie benötigen als heute. Der Meeresspiegel steigt und wird 150 – 200 Millionen Menschen bis zum Jahr 2100 aus den Küstenregionen vertreiben. Nur drei Prozent des Wassers ist Frischwasser. Nur 25 Prozent davon sind erreichbar. Der Energiebedarf wächst, das sogenannte Landgrabbing  nimmt zu. Der Kampf um Ressourcen wird härter.

Bild: (c) piyaset

Globalisierung und Verschiebung der Wirtschaftsmacht

Die wirtschaftliche Macht verschiebt sich: Europa und Amerika liegen im wirtschaftlichen Clinch, China sichert sich weltweit Ressourcen und Technologien. Brasilien und Russland, die in den letzten Jahren wirtschaftlich gewachsen sind, erleiden gerade eine Rezession. Auch das Wirtschaftswachstum in China hat sich verlangsamt. Dagegen wächst Indien weiter und könnte bereits im Jahr 2050 die USA als zweitstärkste Wirtschaftsmacht ersetzen. Afrika dagegen bleibt ein problematischer Kontinent.

Bild: (c) ake1150

Demografie und sozialer Wandel

Bis zum Jahr 2030 werden wahrscheinlich mehr als eine Milliarde Menschen auf dieser Welt leben. Dabei sind die Unterschiede in den einzelnen Regionen groß: In Afrika wird sich die Bevölkerung verdoppeln, in Europa schrumpfen. Die Geburtenrate in Südamerika wird über der Sterblichkeit bleiben.  Das Durchschnittsalter in Japan liegt dann bei 53 Jahren – in Nigeria dagegen bei 23. In Europa wird 2050 ein Rentner von lediglich zwei arbeitenden Menschen unterstützt werden. Und länger leben kostet mehr: Pflege- und Gesundheitskosten werden immens steigen. Genauso wie die Ausgaben für die Rentenversorgung.

Bild: (c) oneinchpunch

Digitalisierung

Obwohl überall davon zu lesen ist, schaffen es doch nur die wenigsten Firmen, ihr eigenes Geschäftsmodell zu revolutionieren.  So zeigt es eine Analyse des Beratungshauses Ernest & Young. Ist jetzt jedes Geschäftsmodell auch meins? Jenseits der traditionellen Autoindustrie ist Tesla auf dem Vormarsch. Und macht das Elektroauto sexy: „BMW und Mercedes sollten sich Sorgen machen.“ Mobilfunkanbieter haben für ihre Kunden Bezahlservices im Angebot: in Afrika verfügen bereits 12 Prozent der Erwachsenen über eine Banking-App. Und am Versicherungsmakler-Markt beunruhigen Knip, Clark & Co. die Branche.

Bild: (c) fgnopporn

Auswirkungen auf das Gewerbe in Deutschland

Eine Studie hat 2015 die Megatrends und ihre Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft untersucht. Auswirkung auf die Versicherbarkeit der Unternehmen haben folgende Punkte:

  • Urbanisierung: Besondere Verwundbarkeit von Großregionen mit hoher Dichte durch extreme Wettereignisse oder Anschläge
  • Technik und Digitalisierung: Hohe Investitionen für neue Technologien. Erhöhte Anfälligkeit für Cyberattacken.
  • Demografischer Wandel: Senioren sind in Deutschland die Zielgruppe der Zukunft
  • Globalisierung: Erhöhte Anfälligkeit der deutschen Volkswirtschaft für globale Dominoeffekte (Beispiel Finanzkrise 2008.)
  • Klimawandel: Hohe Kosten für die Bewältigung der Folgen, Zunehmen der extremen Wetterereignisse. Steigende Kosten für Energie und Ressourcen sowie Engpässe bei strategisch wichtigen Rohstoffen.

Das macht die Anforderungen an einen zeitgemäßen Versicherungsschutz komplex. Doch Bausteinkonzepte können mit dem enormen Tempo der Veränderungen Schritt halten. Je individueller Policen zu gestalten sind, desto eher können sie den veränderten Gegebenheiten angepasst werden. Im Zweifelsfall jeden Monat neu.

Titelbild: (c) lassedesignen

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