Im zweiten Teil der Gothaer KMU Studie 2021 stand das Thema “Nachhaltigkeit” im Fokus. Immer mehr Arbeitnehmer messen den ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) zunehmend Bedeutung bei. Der dritte Teil der KMU-Studie nimmt den War for Talents ins Visier. Welche Schritte unternehmen Betriebe, um neue Mitarbeiter zu finden und sie zu binden?

Risiko Fachkräftemangel 

Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) mitteilt, gibt es keinen flächendeckenden Mangel an Fachkräften in Deutschland. Allerdings können bereits heute bestimmte Regionen und Branchen die offenen Stellen nicht mehr ausreichend mit geeigneten Fachkräften besetzen. Vor allem seien die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) betroffen. Der Gesundheitsbereich ebenso. Besonders in den neuen Bundesländern und im Süden Deutschlands fehlen die Fachkräfte. Und schon heute zeigt sich der Mangel an Fachkräften bei vielen Unternehmen. Mehr als 50 Prozent aller Unternehmen haben den Fachkräftemangel als größte Gefahr für ihre Geschäftsentwicklung identifiziert. 

Zu ähnlichen Ergebnissen kam das Statistikportal Statista bereits im vergangenen Jahr. Demzufolge spielt der demographische Wandel eine wichtige Rolle. Das Problem ist bekannt: Die Bevölkerung altert und ausgerechnet die geburtenstarke Generation der sogenannten Babyboomer geht zunehmend in Rente. Ein Resultat: 43,2 Unternehmen gaben an, in ihrem Betrieb „bereits den Fachkräftemangel zu spüren“. 

40 Prozent kämpfen um Mitarbeiter 

Die KMU-Studie der Gothaer Versicherungen beleuchtet diese Entwicklung speziell in der Gruppe der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU). Dabei stand beim dritten Teil der Studie die Frage danach, wie die Unternehmen im „War for Talent“ aufgestellt sind und wie die Kooperation von Mitarbeitern verschiedener Generationen funktioniert. Der „War for Talent“ bezeichnet dabei grundsätzlich das Tauziehen der Arbeitgeber um die besten Köpfe für ihre Unternehmen.

Laut der KMU-Studie haben rund 40 Prozent aller KMU Schwierigkeiten damit, qualifiziertes Personal für zu gewinnen und, sobald das gelungen ist, auch zu halten. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 hatten sich noch 39 Prozent der befragten Unternehmen dergestalt geäußert. Bei Unternehmen mit elf bis 20 Mitarbeitern bestehen größere Schwierigkeiten (44 Prozent), Fachkräfte zu finden, als beim Kleinstgewerbe mit bis zu zehn Mitarbeitern (28 Prozent). Ein Fazit: Je größer die Firma, umso größer sind die Probleme mit der Mitarbeiterbindung.

Incentives für Mitarbeiter

Dabei wenden die Unternehmen allerdings bereits eine große Bandbreite verschiedener Maßnahmen an, um für Arbeitnehmer attraktiver zu werden. 43 Prozent der befragten Unternehmen haben flexible Arbeitszeiten eingeführt. Derlei Modelle kommen sowohl der Work-Life-Balance als auch jungen Familien entgegen. 35 Prozent der Unternehmen legt großen Wert auf ein attraktives Gehalt. Und 35 Prozent bieten die Arbeit vom Homeoffice aus an – was gerade seit dem Beginn der Coronavirus-Pandemie massiv an Beliebtheit gewonnen hat. 

Zu den weiteren Maßnahmen gehören Weiterbildungsmöglichkeiten, das Angebot einer betrieblichen Altersvorsorge (bAV) und anderweitige betriebliche Gesundheitsförderung.

„Vermutlich treibt die Sorge um zu viel Aufwand und zu hohe Kosten die KMUs dazu, auf eine bAV oder bKV zu verzichten. Dank digitaler Verwaltung können allerdings auch kleine Unternehmen eine betriebliche Altersvorsorge und Krankenversicherung ohne großen Verwaltungsaufwand anbieten und damit auch bei der Gewinnung von Mitarbeitern punkten“, sagt Gothaer Vertriebsvorstand Oliver Brüß in einer Pressemeldung dazu.

Die Gothaer stellt Vermittlern hierzu ein Portal zur Verfügung, das die Dokumentation und Verwaltung von bAV- und bKV-Verträgen vereint. Weitere Informationen dazu finden Interessierte auf dem Maklerblog.

Titelbild: ©Jacob Lund/stock.adobe.com

Lars Nievelstein

Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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