86.000 Kilometer, 5.200 Liter gesparter Treibstoff, 2,8 Millionen Kilokalorien. Diese und weitere Zahlen beschreiben das Ergebnis der Gothaer #GoFitRadchallenge. Neben ihrem Hauptziel, die Corona-Lethargie zu beenden, zeigte sie auch die positiven Effekte für die Umwelt auf. Wir nehmen das als Anlass, um einen genauen Blick auf das Thema Nachhaltigkeit zu werfen.

Nachhaltigkeit auf zwei Rädern

Vorher nehmen wir jedoch die #GoFitRadchallenge näher unter die Lupe. Diese fand im Sommer 2021 statt. Insgesamt brachten die teilnehmenden Vorstände und Mitarbeiter 86.000 Kilometer hinter sich, was, gemessen an der Strecke, mehr als eine zweifache Erdumrundung darstellt. Außerdem verbrannten sie in etwa so viele Kilokalorien, wie sie der Menge von 30.000 Bananen oder 5.300 Portionen Pommes Rot-Weiß entsprechen. Zuletzt sparten sie durch das Radfahren 5.200 Liter Treibstoff ein – eine CO2-Ersparnis von rund 47.000 Kilogramm CO2.

Mitarbeiter achten auf Nachhaltigkeit

CO2 einsparen – das ist mittlerweile auch das Ziel von Entscheidern rund um den Globus, sei es in der Politik, in der Wirtschaft oder auch im alltäglichen Leben. Das Thema Nachhaltigkeit hat sich in den vergangenen Jahren zu einer fast unumgänglichen Frage entwickelt. Das Umweltbundesamt teilte zuletzt mit, dass 68 Prozent der Deutschen den Umweltschutz als wichtige Herausforderung ansehen. Vor allem die jüngeren Generationen messen ihm mehr und mehr Bedeutung bei. Zoomers und Millennials sehen Nachhaltigkeit auch als einen wichtigsten Aspekt in Sachen Jobsuche. Arbeitgeber, die auf eine „grüne“ Funktionsweise des Betriebs Wert legen, haben bessere Chancen bei jungen Arbeitnehmern.

Zu einem ähnlichen Schluss kommt auch die Gothaer KMU-Studie von 2021. Die Nachhaltigkeit ist bereits als ein Thema mit Wachstumspotenzial beim Mittelstand angekommen. 80 Prozent der deutschen Unternehmen sehen Nachhaltigkeit „maßgeblich für den dauerhaften Erhalt der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit“ an. Sieben von zehn Unternehmen sehen hier eine Chance für Wachstum und verbesserte Wettbewerbsfähigkeit. Trotzdem fehlt vielen Unternehmen die konkrete Strategie.
Arbeitnehmer finden den Anteil „Governance“ aus den ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) immer wichtiger. Sie wünschen sich einen verantwortungsvollen Arbeitgeber.

Weitere Informationen dazu finden Interessierte unter diesem Link.

Nachhaltigkeit und Investments

Und auch in Investmentfragen findet sich das Thema Nachhaltigkeit mittlerweile wieder. Fast die Hälfte (45 Prozent) aller Deutschen stellen es auf dieselbe Stufe wie die Rendite, was Investmententscheidungen zur Altersvorsorge angeht. Elf Prozent finden den nachhaltigen Aspekt eines Investments wichtiger als die Rendite. Das legte eine Umfrage des Forschungsinstituts YouGov im Frühjahr heraus. Die EU reagiert: Seit einigen Jahren folgt sie ihrer Strategie „Green New Deal“, der branchenübergreifend für mehr Nachhaltigkeit sorgen soll. Der „Green New Deal“ steht dabei als Oberbegriff über einer ganzen Reihe verschiedener Maßnahmen, die in etwa die Förderung nachhaltiger Forschung, einen Umbau des europäischen Energienetzes und die Abkehr von der Nutzung fossiler Brennstoffe umfasst.

Weitere Informationen zu den Plänen der Europäischen Union (EU) stellen wir hier auf dem Gothaer Maklerblog zur Verfügung.

Nachhaltigkeit bei Versicherern

Wenn also schon in Finanzfragen nach einem grünen Aspekt gefragt wird, ist es kein Wunder, dass die Frage nach der Nachhaltigkeit von deutschen Versicherern im Raum steht. Die Aachener Zielke Research Consult GmbH veröffentlicht dazu regelmäßig einen Nachhaltigkeitsbericht. In diesem Jahr verlieh das Analysehaus außerdem CSR-Siegel an die nachhaltigsten Versicherer. Dabei untersuchten die Analysten die Berichte von 46 Anbietern unter Berücksichtigung von Fragen wie:

  • Wie transparent legen die Unternehmen ihr Handeln bezüglich der ESG-Kriterien dar?
  • Gelingt es ihnen, den CO2-Ausstoß im Unternehmen sowie in ihren Kapitalanlagen zu verringern?
  • Was tut das Unternehmen für die eigenen Mitarbeiter und die Gesellschaft?

Die Gothaer konnte hierbei das Siegel in Gold ergattern und „alleinig Platz eins“ des Rankings belegen. Die Zielke Research Consult GmbH hob hervor, dass die Gothaer bei der Berichterstattung ein großes Maß an Transparenz an den Tag legte.

Nachhaltigkeitsmanagement

Doch was tut die Gothaer konkret? Zum Beispiel gründete sie Anfang 2020 den neuen Bereich „Nachhaltigkeitsmanagement“. Dessen erstes Zwischenziel – die Gothaer-Hauptverwaltung in Köln-Zollstock war damals schnell erreicht. Weitere Standorte sollten folgen. Die Expertin Svetlana Thaller-Honold verriet im Gespräch auf dem Gothaer Maklerblog, wie der dafür notwendige Prozess aussah. So erfasste die Gothaer zunächst die Herkunft von Emissionen, errechnete den Corporate Carbon Footprint und entwickelte passende Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen. Der verbliebene Ausstoß von CO2 kompensiert die Gothaer über Klimaschutzprojekte in südlicher gelegenen Ländern.

Dabei – sowohl bei der Datenerfassung als auch bei der Auswahl geeigneter Klimaschutzprojekte – arbeitet die Gothaer mit Climate Partner zusammen. Die Mission ist geglückt – das Unternehmen hat Klimaneutralität erreicht und kompensiert 19.690 Tonnen CO2, was der Höhe des Carbon Footprints entspricht. Künftig will die Gothaer Klimaneutralität vollständig durch eigene Maßnahmen erreichen.

Die Gothaer Stiftung

Darüber hinaus hat der Konzern die Gothaer Stiftung gegründet, die ebenfalls einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft leisten soll. Sie konzentriert sich auf drei Kernpunkte:

  • Förderung von Forschung zu gesellschaftlich relevanten Entwicklungen
  • Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Thema Nachhaltigkeit
  • Projekte mit Bezug zu allen Dimensionen nachhaltiger Entwicklung

Zunächst stattete die Gothaer die Stiftung mit einer Million Euro aus. Jedes Jahr erhält sie weitere 0,5 Prozent des Konzerngewinns.

Nachhaltige Produkte

Auf Produktebene ist die Gothaer ebenfalls tätig. Schon seit 2009 können Kunden nachhaltige Produktlösungen im Rahmen der fondsgebundenen Lebensversicherung wählen. Dabei besteht die Möglichkeit, bei den rein fondsgebundenen Rentenversicherungen und den Absicherungen gegen schwere Krankheiten und Berufsunfähigkeit nachhaltige Investmentfonds oder einen Nachhaltigkeitsbasket auszuwählen. „Durch die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten bei den Kapitalanlagen wollen wir allen unseren Versicherungsnehmern signalisieren, dass ihr Geld verantwortungsbewusst investiert wird“, erklärt Svetlana Thaller-Honold. Und positive Nebenwirkungen sind ebenfalls dabei: zum Beispiel ist das Risiko, Wertverluste in Folge von nachhaltigkeitsrelevanten Risiken zu erleiden, reduziert.

Wir halten Interessierte auf dem Gothaer Maklerblog stets über neue Entwicklungen zum Thema Nachhaltigkeit auf dem Laufenden.

Titelbild: ©bernardbodo/stock.adobe.com

Lars Nievelstein

Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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