Laut heise.de will die Deutsche Bank ihre IT weiter transformieren und kündigt eine Zusammenarbeit mit Google an. Die Sparkasse will unter der Marke S-Trust einen als besonders sicher beworbenen Cloud-Speicher und Passwortmanager etablieren.
In Zeiten von Lockdown Light und social distancing gewinnen Public-Cloud-Lösungen rasant an Bedeutung. Eine durchdachte Cloud-Strategie macht den Umzug in die Cloud lukrativ.
Aber welche Cloud-Lösung bietet was an? Wir präsentieren und vergleichen die drei markführenden Angebote für das hybride Maklerbüro.

Public-Cloud-Lösungen aus Managersicht

Public-Cloud-Lösungen unterscheiden sich in ihrer Lösung in drei Kategorien:

1.) Infrastructure-as-a-Service (IaaS):

Hardware-Ressourcen werden im virtuellen Raum und digitaler Form bereitgestellt (Speicherplatz, Prozessoren, Netzwerke). Alle Recheninstanzen können beliebig hinzugefügt oder entfernt werden.

2.) Software-as-a-Service (SaaS):

Hierbei werden Programme bedarfsabhängig bereitgestellt. Die Nutzung erfolgt in der Regel über das Internet oder einen Webbrowser. Durch SaaS können Anwender sich meist Lizenzgebühren sparen und müssen oft nicht für Installation und Administration von Software in ihrer Unternehmensinfrastruktur aufkommen.

3.) Platform-as-a-Service (PaaS)

Ist das Bindeglied zwischen IaaS und SaaS. Es ermöglicht das Zusammenspiel beider Lösungen.

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Fünf Pros für Public-Cloud-Lösungen

Für Unternehmen gelten eins oder mehrere der folgenden fünf Argumente für einen Wechsel:

  • Kostenersparnis
  • Erhöhte unternehmerische Agilität und Skalierbarkeit
  • Hohe Verfügbarkeit
  • Auslagerung von Verantwortung
  • Einkauf von Know-how

Ein Überblick über die drei Marktführer

Platz 1: Amazon Cloud

Unangefochten auf dem ersten Platz rangiert die Plattform des Amazon Web Service (AWS). Der Cloud-Service unterstützt die Leistungen eines Rechners, kann Speicherplatz für Daten zur Verfügung stellen und bietet unterstützende Funktionen für ein Unternehmen oder Anwender an. Vorteile, wie eine einfache und flexible Nutzung, viele hochentwickelte Applikationen, auf die der User zurückgreifen kann. Bei Bedarf kann jeder Prozess und jedes Netzwerk bei Wachstum erweitert werden und wirtschaftliche Zuverlässigkeit sprechen eine eindeutige Sprache. Laut Statista erzielte Amazon im vierten Quartal alleine mit Cloud Computing 3.536 Millionen US-Dollar. Im ersten Quartal 2017 wuchs der Wert des Bereichs auf 3.661 Millionen Dollar.

Platz 2: Azure Cloud

Nach dem Wechsel des CEO im IT-Sektor holt Microsofts eigene Cloud auf. Laut Statistik für das vierte Quartal im Geschäftsjahr 2017 verzeichnete das Unternehmen rund 23,3 Milliarden US-Dollar Umsatz und 6,5 Milliarden Dollar Gewinn. Das Geschäft mit der Azure Cloud ist für beinahe die Hälfte des operativen Gewinns verantwortlich. Azure ist ein sich ständig erweiternde Sammlung verschiedener und integrierter Clouddienste. Es bietet vor allem IT-Profis und Entwicklern die Möglichkeit, Apps an jedem beliebigen Ort zu erstellen. Dabei dürfen sie auf alle Anwendungen und Tools ihrer Wahl zurückgreifen. Damit ist es möglich, Apps für die breite Öffentlichkeit von jedem Ort der Welt aus zur Verfügung zu stellen.

Platz 3: Amazon Web Service (AWS)

Beide Anbieter stellen gute Cloud-Dienste zur Verfügung. Geht es darum, eine Cloud als IaaS-Dienst zu nutzen, als reine und zusätzliche Rechnerinfrastruktur, die jeder bei Bedarf anmieten kann, und dies auf kommerziellen Niveau, ist der Amazon Web Service (AWS) nach Einschätzung von it-business.de das Maß aller Dinge. Somit ist der Wechsel auf ein Cloud-System für alle sinnvoll, die Hardware-Ressourcen einsparen oder unnötigen Papierkram vermeiden möchten. Die auf Daten, Informationen und Prozesse von allen stationären oder mobilen Endgeräten aus zugreifen wollen. Oder die mit anderen zusammen an verschiedenen Orten an demselben Projekt arbeiten, ohne sich treffen zu müssen.

Alles eine Frage der Kosten

Alle Anbieter haben ein komplexes Preismodell, das oft Staffelungen und viele unterschiedliche Positionen beinhaltet. Microsoft und Google beispielsweise unterscheiden bei den Datentransfer-Preisen nach Destination. Bei Amazon werden Lastverteiler in einer Server-Infrastruktur (Load Balancer) nicht nur pro Stunde, sondern auch nach verbrauchten Load Balancer Capacity Units berechnet. Wo Server lediglich mit zeitlicher Begrenzung zum Einsatz kommen, ergeben sich Kostenvorteile. Profitiert wird aus der stunden- (AWS und Azure) oder minuten-genauen Abrechnung (Google). Bei Unternehmen, die einen 24/7-Betrieb benötigen und selten alle Skalierungsfunktionen anwenden, fallen die Kostenvorteile geringer aus. Ein gleichbleibender Faktor sind Personalkosten für das Servermanagement und die Infrastrukturen. Es bedarf an Administratoren und passenden IT-Kenntnissen.

Wichtig: Rahmenverträge und SLAs

Entscheidend bei der Beurteilung eines Hosting-Vertrags sind die Service Level Agreements (SLAs). Das sind Rahmenverträge zwischen Auftraggeber und Dienstleister für wiederkehrende Dienstleistungen. Bei den drei größten Public-Cloud-Lösungen gilt es folgendes zu beachten:

Preisanpassungen möglich:

Amazon, Microsoft und Google stehen in starken Wettbewerb zueinander. Zwar sind momentan keine signifikanten Preissteigerungen zu erwarten, alle drei Anbieter behalten sich das Recht vor, binnen dreißig Tagen ihre Preislisten und Angebote frei zu ändern.

Deutsches Recht wird übergangen:

Bei keinem der drei Anbieter gilt für die allgemeinen Vertragsbedingungen deutsches Recht. AWS stützt sich auf das Recht des US-amerikanischen Bundesstaats Washington. Google unterliegt der Rechtsprechung des Bundesstaats Kalifornien. Microsoft Azure agiert auf Basis von irischem Recht. Doch um auch weiterhin auf dem europäischen Markt konkurrenzfähig zu bleiben, haben alle drei Anbieter AWS, Google und Microsoft Azure DSGVO-konforme Regelungen eingeführt. So ist der Aufbau einer Infrastruktur, die der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) genügt, ist möglich, wobei es einige Aspekte zu beachten gilt und auch dort die Verantwortung für die korrekte Nutzung der Cloud beim Kunden liegt.

Unterschiedliche Verfügbarkeitszusagen:

Alle drei Anbieter für Public-Cloud-Lösungen weisen in ihren Service Level Agreements Verfügbarkeitszusagen aus. Microsoft liegt mit einer Erstattung von bis zu 100 Prozent deutlich vor der branchenüblichen Erstattung. Google bietet nur 50 Prozent.

Mehr Sicherheit als gedacht

Das Verwenden eines Cloud-Systems kann eine Abhängigkeit schaffen.  Um diese Abhängigkeit vom jeweiligen Public-Cloud-Anbieter (Lockin-Effekt) zu reduzieren, empfiehlt es sich auf Standards wie etwa der OpenStack-Architektur zu setzen. Sie erlauben im Prinzip den einfachen Wechsel zwischen verschiedenen Clouds. Verschiedene Websites wie Cloudharmony von Gartner bieten die Möglichkeit, die Verfügbarkeiten der letzten Wochen oder Monate zu vergleichen. Doch immer noch bedrohen Hacker-Angriffe auf zentrale Server, Cyber-Kriminelle die Daten unmittelbar aus der Cloud stehlen, wie unzureichende Kapazitäten, die durch Überlastung nicht mehr vom Anbieter bereit gestellt werden. Bei einer Insolvenz des Cloud-Unternehmens kann es unmöglich werden, auch wenn der Nutzer bereits gebucht und bezahlt hat, Dienste und gespeicherte Daten zurückzuverlangen. Obwohl überwiegend der Datenklau internationaler Großkonzerne mediale Präsenz genießen, sind auch kleine Unternehmen von Internet-Kriminalität betroffen. Die Nachfrage nach sogenannten “Cyber-Versicherungen” steigt. Auch die Gothaer hat mit der Cyber-Versicherung ihr Angebote diesbezüglich erweitert.

Fazit:

Alle drei marktführenden Anbieter von Public-Cloud-Lösungen streben jeweils eine Spezialisierung in eine bestimmte Richtung an. So setzt beispielsweise Google auf den Bereich Big-Data-Analyse, Amazon bietet das Portfolio mit den meisten Zusatzleistungen und Microsoft spezialisiert sich im Bereich Windows-Server und Windows-Anwendungen out of the box. Derart spezifischen Leistungen verlangen eine gründliche Analyse und ein Vergleich.

Titelbild: Kevin Carden / stock.adobe

Nikita Mitryaev

Geboren in Moskau, in London studiert und in einem Münchner Medienhaus gelandet. Als Online- und Multimedia-Redakteur der NewFinance verantwortlich für Videos, Podcasts und Beiträge rund ums Digitale.

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